Landesliga SBFV: Tevfik Ceylan als Abwehrchef und ein ungewöhnlich lauter Karsten Scheu

Königsfelds Felix Fehrenbach trifft in dieser Szene zum zwischenzeitlichen 2:1 im Derby gegen den FC Pfaffenweiler.
Holger RohdeEin intensives Wochenende liegt hinter den drei Landesligisten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Der FC Königsfeld und der FC Pfaffenweiler trennten sich im Derby mit 2:2. Der SV Aasen bestätigte mit einem 4:1 in Neustadt seine starke Form.
FC Königsfeld
Die Spieler und Verantwortlichen des FC Königsfeld haderten nach dem Derby gegen Pfaffenweiler mit den vergebenen Torchancen. „Wir haben den Sack nicht zugemacht, Chancen gab es in der zweiten Halbzeit genug“, analysierte der Sportliche Leiter Alexander Thumer zusammen mit Präsident Berthold Müller.
Trainer Daniel Miletic vermisste „vor dem gegnerischen Tor die Ruhe und Übersicht. Wir können das 3:1 nachlegen, dann ist die Partie nach 75 Minuten entschieden.“
Routinier Steffen Holzapfel, der auch einen der Hochkaräter vergab, ärgerte sich, „weil ich da schon hätte das 2:1 erzielen können. Ich sehe die Dinge allerdings auch positiv: Wir haben jetzt dreimal nicht verloren. Frickingen, Konstanz und Pfaffenweiler waren alles Spitzenmannschaften in der vergangenen Runde und werden auch in dieser Saison wieder in der oberen Tabellenhälfte mitmischen. Wenn wir weiter dranbleiben und der Kader breiter wird, gewinnen wir auch unsere Spiele.“
FC Pfaffenweiler
Richtig laut wurde im Derby über die 90 Minuten FCP-Co-Trainer Karsten Scheu. Eigentlich ist dies untypisch für ihn. „Es war leider notwendig. Mir haben viele Dinge bei uns nicht gefallen. Natürlich sind wir nach Königsfeld gefahren, um zu gewinnen, doch am Ende war der Punkt glücklich. Königsfeld hätte aufgrund der vielen Chancen den Sieg verdient gehabt.“
Wie Cheftrainer Jonas Schwer sieht Scheu das Team noch in einer Findungsphase, „bis alle Urlauber wieder an Bord sind und ihre Topform haben“. Allen voran machte sich das Fehlen von Unterschiedsspieler Felix Ohlhauser oder Nico Anders in der Startelf deutlich bemerkbar. „Felix ist über den Flügel einfach eine prägende Figur unseres Offensivspiels“, so Scheu.
Torjäger Jallow Saja lieferte indes zweimal ab. „Er ist in dieser Liga kaum zu verteidigen, wenn er solche Bälle bekommt.“ Nicht vergessen wollten beide FCP-Trainer den jungen Torwart Max Weisser: „Er hat klasse gehalten, bringt von seiner Größe und Statur her alles mit“, wächst das Eigengewächs zur ernsthaften Konkurrenz für den verletzten Stammkeeper Marco Anders heran.
SV Aasen
Nach dem ersten Auswärtssieg mit dem 4:1 in Neustadt bestätigte der Aufsteiger einmal mehr: Mit 14 erzielten Toren ist die Offensive das Prunkstück. Frederick Edbauer und Paul Hall gehören zu den Topscorern der Liga in Sachen Treffer und Vorlagen.
„Es hätte bei weiteren Chancen auch noch deutlich höher für uns ausgehen können“, so Tevfik Ceylan. Diesmal siegten die Aasener auch ohne einen Treffer ihres bisher in dieser Saison so treffsicheren Spielertrainers.
Der Hintergrund: Ceylan lief überraschend in der Abwehrkette auf. „Ich stelle mich genauso in den Dienst der Mannschaft, wenn es notwendig wird“, ersetzte Ceylan hier den weiter verletzten Abwehrchef Manuel Hall.