Landesliga SBFV
: Pfaffenweiler Bescheidenheit, Frust in Königsfeld,die DJK sieht wieder Land

Der Landesliga-Aufsteiger sorgt für großes Erstaunen. FCK hat nicht nur Personalprobleme. Warum sich DJK-Coach Benjamin Gallmann so freut.
Von
Holger Rohde und Michael Bundesmann
Oberndorf
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Der FC Pfaffenweiler – hier Luca Beraldi (am Ball) – führt als Aufsteiger weiter die Landesliga an.

Holger Rohde

Macht es der Aufsteiger FC Pfaffenweiler als aktueller Tabellenführer den Neulingen der beiden vergangenen Jahre – SC Konstanz-Wollmatingen (2022) und ESV Südstern Singen (2023) – nach und marschiert sogar in Richtung Verbandsliga?

Vor dieser Runde galt der momentane Tabellenzweite RW Salem als heißer Titelkandidat. Nun düpiert der FC Pfaffenweiler aber die Konkurrenz.

Das sagen die FCP-Trainer

Die FC-Trainer Patrick Anders und Karsten Scheu bleiben bescheiden: „Mit einem möglichen Weg in die Verbandsliga beschäftigen wir uns überhaupt nicht. Aber es ist schon Wahnsinn, in welcher Art und Weise wir gerade die Spiele gewinnen. Unsere Mannschaft hat sich klar weiterentwickelt“, so Karsten Scheu nach dem 7:0 gegen den FV Möhringen.

Was ist denn der markanteste Punkt in der Weiterentwicklung? „Wir schießen viel mehr Tore als in der Bezirksliga - alleine 16 in den vergangenen drei Partien. Es läuft einfach, denn Möhringen war nicht so schlecht, wie es das Ergebnis ausdrückt“, betonen die Coaches.

Dabei trifft die komplette Offensive mit Jallow Saja, Felix Ohlhauser, Lars Rohrer, Raphael Gür und jetzt auch wieder Kevin Kärcher nach Belieben und ist gefühlt an 90 Prozent der 29 Tore direkt beteiligt gewesen. „Unser Kader hat Qualität und Quantität. Wir versuchen bis zur Winterpause, Woche für Woche konzentriert zu bleiben und so weiterzumachen. Auf uns warten noch viele schwere Spiele und direkte Duelle“, sagen die Trainer.

Beeindruckende Statistik

Statistisch betrachtet verwundert der vor der Runde von manchem Experten unterschätzte Neuling mit seinen Erfolgen nicht: Saisonübegreifend ist der FCP nach den fünf bisherigen Heimsiegen (18:3 Treffer) auf eigenem Platz seit 20 Partien (18 Siege/70:14/Tore über 16 Monate lang schon unbesiegt.

FC Königsfeld

Der FC Königsfeld muss die 0:2-Heimpleite gegen die DJK Donaueschingen verdauen. Es war die zweite gegen ein abstiegsbedrohtes Team in Folge.

14 Punkte bisher auf dem Habenkonto lesen sich zwar ordentlich, aber 20 Zähler hätten es bislang bei dem eigentlichen spielerischen Potenzial der Königsfelder auch sein können.

Auf dem Platz fehlten gegen die DJK Donaueschingen in der Offensive Ideenreichtum und Durchschlagskraft. Insgesamt wirkte die taktische Struktur nicht wirklich zielgerichtet. Dies lag sicherlich auch an den vielen personellen Ausfällen und Veränderungen im Team. So musste zum Beispiel Patrick Lauble zunächst Innenverteidiger spielen, weil Steffen Holzapfel (privater Termin) verhindert war. Elvin Klajjic war angeschlagen und kam erst zur zweiten Halbzeit rein. Adrian Goedhuis und Max Lehmann befinden sich jeweils auf Auslandsreise.

Die Personalmisere in Königsfeld dehnte sich zur zweiten Mannschaft am Wochenende aus. Der FCK konnte im B1-Heimspiel gegen FKB Villingen keine Mannschaft stellen und kassierte eine 0:3-Wertung am Grünen Tisch.

DJK Donaueschingen

Trainer Benjamin Gallmann freute sich nach dem 2:0-Coup in Königsfeld vor allem für seine Spieler: „Sie sind zuletzt mit der Niederlagenserie gut umgegangen, haben sich nie unterkriegen lassen und im Training weiter hervorragend mitgezogen. Andere Teams können bei so einem Szenario auch auseinanderfallen.“

Aber Gallmann sagt auch: „Es war erst der erste Schritt in die richtige Richtung. Unser Weg zum Klassenerhalt ist in dieser Saison noch weit. Aber dieser Sieg tut natürlich richtig gut.“

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