Landesliga
: Drei Zollern-Teams müssen im Abstiegskampf noch zittern

Der Abstiegskampf in der Landesliga spitzt sich zu. Mittendrin: der TSV Frommern, der TSV Straßberg... und vielleicht sogar noch der TSV Harthausen/Scher.
Von
Lorenzo Ligresti
Oberndorf
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Trotz des 1:0-Heimsiegs über Wittendorf steht der TSV Straßberg kurz vor dem Abstieg in die Bezirksliga.

Kara

Der Jubel im Lager des TSV Straßberg war im Moment des Abpfiffs am Samstagnachmittag extrem ausgelassen. Mit dem 1:0-Heimsieg im direkten Duell mit dem SV Wittendorf kletterten die Straßberger auf Rang 14 und rückten – zumindest für eine Nacht – auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heran. Auch wenn Cheftrainer Marc-Philipp Kleiner nach der Partie klarstellte, es sei „egal, was Frommern macht“ und man müsse „nur auf uns schauen“, stellte sich knapp 24 Stunden später heraus: Straßberg steht am Abgrund des Landesliga-Abstiegs.

Pole Position für Frommern

Denn der TSV Frommern erledigte seine Hausaufgaben – wie schon in der Vorwoche beim 2:1-Heimsieg gegen Schlusslicht Dornhan. Diesmal war es der Tabellenfünfte aus Nehren, den man auswärts mit 2:1 besiegte. „Klar, das war enorm wichtig“, meinte Frommerns Spielertrainer Armin Hotz am Sonntagabend. „Gerade mit Blick auf den Straßberger Sieg gestern wollten wir Platz 13 unbedingt absichern.“ Mit fünf Punkten Vorsprung und noch zwei Spieltagen vor der Brust stehen die Chancen nicht schlecht, dass Frommern den Relegationsplatz verteidigen kann.

Blick auf die Verbandsliga

Sollte man am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfB Bösingen, für den es theoretisch immerhin noch um die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Aufstiegsrelegation geht, gewinnen oder Straßberg zeitgleich beim bereits feststehenden Meister in Rottenburg nicht punkten, können die Frommerner nicht mehr abrutschen. Allerdings: Selbst das könnte nicht für die Relegation reichen. Denn entweder die TSG Balingen II oder die TSG Tübingen müssen die direkten Abstiegsplätze in der Verbandsliga verlassen. Wenn beide – wie es der aktuelle Tabellenstand vorsehen würde – absteigen, müsste Frommern direkt den Gang in die Bezirksliga antreten.

Noch nicht gerettet

Das bedeutet gleichzeitig, dass der TSV Harthausen/Scher trotz des 2:1-Siegs in Seedorf doch noch die Extrarunde in der Relegation drehen und dort um den Klassenerhalt kämpfen muss – trotz elf bzw. 16 Punkten Vorsprung auf Frommern und Straßberg. Diesem Schicksal kann die Mannschaft von Akin Aktepe (35 Punkte) jedoch noch entgehen – wenn auch nicht aus eigener Kraft. Denn dazu müsste man es schaffen, den SV Croatia Reutlingen (37) oder den SC 04 Tuttlingen (39) noch zu überholen. Hierfür ist man jedoch auf Schützenhilfe angewiesen – unter anderem aus Straßberg, wo Tuttlingen am letzten Spieltag im Einsatz ist. Es bleibt also voraussichtlich bis zuletzt spannend im Landesliga-Abstiegskampf.

Novum in dieser Saison

Von all diesen Dramen des völlig unberührt: der FC 07 Albstadt. Das Team von Chefcoach Samed Akbaba fuhr beim 3:2 zuhause gegen Tuttlingen seinen vierten Sieg in Folge ein, kletterte in der Tabelle auf den siebten Platz – und sorgte damit für ein Novum. Denn erstmals in der laufenden Saison gingen an einem Spieltag alle vier Zollern-Klubs als Sieger vom Feld.

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