Ladies Open in Hechingen
: Aus der Quali zum großen Sieg – Nikola Bartunkova überrascht alle

Die 19-jährige Qualifikantin spielt sich aus der Qualifikation bis ins Finale der Ladies Open und gewinnt mit 7:5; 6:2 gegen die favorisierte Österreicherin Julia Grabher.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Nikola Bartunkova setzt ihr Siegerlächeln auf: Die 19-Jährige eliminierte im Verlauf des Turniers die drei topgesetzten Spielerinnen und gewinnt die Ladies Open.

Kara

5:3 führte die Österreicherin Julia Grabher und servierte zum Gewinn des ersten Satzes: Bis zu diesem Zeitpunkt war sie im Finale der Ladies Open die dominierende Spielerin und kam vor allen Dingen mit ihrer grandiosen Vorhand zu vielen Punkten.

Beim Stand von 30:30 unterliefen ihr aber ausgerechnet auf dieser zwei vermeidbare Fehler, Bartunkova war durch dieses Break wieder da und übernahm nun die Kontrolle. Zu Null servierte sie zum 5:5, breakte die Nr. 2 des Turniers dann erneut und sicherte sich mit einem Vorhandwinner das 7:5 und damit den ersten Durchgang.

Eine verdiente Siegerin

Anschließend ging es nahtlos so weiter: Zwar ging Grabher mit 1:0 in Führung, gab dann aber fünf Spiele in Folge ab. Die Folge: Nach 91 Minuten verwandelte die Tschechin ihren zweiten Matchball und sicherte sich damit den Sieg bei den Ladies Open. Turnierdirektor Thomas Bürkle analysierte: „Eine Siegerin aus der Qualifikation, für solche Leute macht man auch das Turnier. Sie ist eine verdiente Gewinnerin. Nikola ist bekannt dafür, dass sie eher langsam in ein Spiel startet.“

In der 2. Runde hatte sie am Donnerstag die topgesetzte Argentinierin Maria Lourdes Carle glatt geschlagen. Im Halbfinale ging es gegen die ebenfalls starke Österreicherin Sinja Kraus. Die Partie musste am Samstag im 3. Satz wetterbedingt unterbrochen werden und wurde am Sonntag beim Stand von 3:3 fortgeführt. Diese Doppelbelastung hielt die 19-Jährige aber nicht von einem weiteren Coup im Anschluss ab. „Ein großes Dank an die Organisatoren. Mit dem Regen war es eine schwierige Woche. Ich bin sehr froh über den Triumph und komme nächstes Jahr gerne wieder“, so Bartunkova im Sieger-Interview.

Beeindruckende Kulisse

Zu diesem Zeitpunkt waren immer noch circa 1500 Zuschauer auf der Anlage. Das Finale hatte einen mehr als würdigen Rahmen, kein Platz auf der Tribüne blieb frei. Dies honorierte auch Grabher, die sich Anfang des 2. Satzes behandeln lassen musste, in ihrer Ansprache: „Es macht extrem Spaß hier zu spielen. Für ein W75-Turnier ist diese Kulisse unfassbar. Ich hatte eine gute Woche, aber heute konnte ich leider nicht das zeigen, was ich mir vorgenommen hatte.“ Schmunzelnd fügte sie am Ende ihrer Danksagungen nach den Worten an den Coach und die Mutter noch ihren Hund dazu, mit dem sie in der Woche viel Zeit auf dem Gelände verbracht hatte.“

Auch Julia Grabher spielte ein starkes Turnier.

Foto: Kara

Einen richtigen Grund für ihren Einbruch Ende des ersten Satzes konnte sie nicht ausmachen. „Ein Finale zu gewinnen ist immer schwer. Ich bin nicht mehr in meinen Rhythmus gekommen.“ Zugleich steigerte sich Bartunkova wie angesprochen im Laufe der Partie, machte wenige Fehler, ließ sich insgesamt nur einmal breaken und streute auch immer wieder clevere Stopps ein.

Bartunkova folgt auf Bondar

Erst im vergangenen Monat hatte sie schon das Turnier in Vaihingen gewonnen – ihre gute Form bekamen nun auch die zahlreichen Zuschauer in Hechingen zu sehen. Bartunkova ist damit die Nachfolgerin der Ungarin Anna Bondar.

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