Ladies Open in Hechingen: Österreicherinnen marschieren ins Halbfinale – Sinja Kraus lobt das Turnier

Voller Fokus auf die Vorhand: Die Österreicherin Sinja Kraus gehört bei den Ladies Open zu den Favoritinnen.
KaraNachdem sich am Donnerstag die letzten drei verbliebenen deutschen Spielerinnen aus dem Turnier verabschieden mussten, trumpften am Freitag wiederum zwei Spielerinnen aus dem Nachbarland Österreich auf. Ein Finale zwischen Julia Grabherr (Nr. 2 des Turniers) und Sinja Kraus (Nr. 3) ist weiterhin möglich.
Grabherr setzte sich mit 7:5, 6:2 gegen die sehr impulsive Russin Elena Pridankina durch. Die Partie wurde früh am Mittag auf Court 4 ausgetragen, da Pridankina auch noch in der Doppelkonkurrenz gefordert war.
Starker Beginn
Kraus ließ beim 6:2, 6:4 gegen die Kroatin Lea Boskovic nichts anbrennen. Am Tag zuvor hatte sie gegen das deutsche Talent Julia Stusek den ersten Satz noch verloren, anschließend aber aufgedreht. Genau so machte Kraus am Freitag dann auch gleich weiter. Sie schlug reihenweise Winner und zwängte Boskovic ihr druckvolles Spiel komplett auf. Schnell stand es 5:0, der Satz ging mit 6:2 an die Wienerin.
„Ich war von Anfang bis Ende sehr konzentriert und konnte genau meinen Plan und mein Spiel durchziehen“, analysierte Kraus gegenüber unserer Redaktion. Im 2. Satz lag sie dann zunächst 0:2 hinten, gewann anschließend aber vier Spiele in Folge. Boskovic erwies sich nun als zähe Gegnerin, verteidigte sehr leidenschaftlich, aber Kraus diktierte in aller Regel das Tempo. „Es war dann enger, aber ich bin mir selber treu geblieben und habe mich nicht stressen lassen. Das war auf jeden Fall eine solide Leistung“, so Kraus.
Gefallen an Hechingen
Auch mit ihrem Service – speziell dem 2. Aufschlag – der ihr am Donnerstag große Probleme bereitet hatte, war sie deutlich zufriedener und geht nun auf jeden Fall als Favoritin in ihr Halbfinale. Elf ITF-Titel hat Kraus in ihrer Karriere schon gewonnen, aktuell ist sie weltweit auf Rang 153.
Am Donnerstag meinte sie schmunzelnd: „Ich komme sehr gerne wieder nach Hechingen, mir gefällt es sehr gut hier. Auf der anderen Seite wäre ich froh kommendes Jahr nicht hier zu sein, weil ich dann schon Turniere zur Vorbereitung auf die US-Open spielen würde.“ All das wird von ihrem Ranking in zwölf Monaten abhängen. Das mit Grabherr eine Landsfrau in ähnlichen Regionen unterwegs ist, bewertet sie positiv: „Das ist sicher gut, weil man sich schon gegenseitig pushen kann.“
Vandewinkel kämpft sich durch
Ein sehr spannendes Match lieferten sich Hanne Vandewinkel aus Belgien und die Spanierin Angela Fita Boluda. Diese konnte den 1. Satz für sich entscheiden, machte dann aber vermehrt Fehler. Die 21-jährige Belgierin hingegen steigerte sich immer mehr und zog unter dem Strich durch 3:6; 6:2; 6:4 ins Halbfinale ein. Gegen die angesprochene Grabherr dürfte es ein sehr interessantes Spiel werden.