Kreisliga A1: Michael Schmelzles Ausfall ist in Freudenstadt nicht das einzige Problem

Die Spvgg Freudenstadt II (in Blau) muss den Blick nach einer guten Hinrunde nach unten richten, ob es aber am Sonntag mit einer Wende gelingt, scheint eher unwahrscheinlich.
Andreas WagnerDagegen steht dem Tabellenvierten SG Hallwangen mit der Auswärtspartie in Simmersfeld eine schwierige Aufgabe bevor. Die Kellerkinder werden es an diesem Tag schwer haben, ihr Punktepolster aufzubessern. In Baiersbronn bei der dortigen Zweiten und dem Tabellenschlusslicht bietet sich der SGM Wittendorf/Lombach/Loßburg die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen.
Dass die Freudenstädter Zweite nach der Winterpause noch leer ausgegangen ist, hat nicht nur mit dem Ausfall ihres Spielertrainers Michael Schmelzle zu tun. Dieser fehlt seiner Mannschaft seit dem letzten Pflichtspielsieg Anfang Dezember gegen den SV Glatten mit Problemen an der Leiste. „Mehr als Lauftraining ist aktuell nicht möglich. Mit Ball kann ich noch gar nichts machen.“ Dabei würde der 30-Jährige mit seiner Torgefahr und Übersicht seiner Mannschaft sehr gut tun. Wie lange aber der Heilungsprozess noch benötigt, steht in den Sternen.
Kleines Punktepolster
Die Kurstädter haben die letzten vier Pflichtspiele allesamt verloren. Dass diese Negativserie ausgerechnet an diesem Wochenende reißt, im Heimspiel gegen den formstarken Tabellenzweiten aus Egenhausen, ist zumindest fraglich. Vieles spricht dafür, dass der A-Ligist noch etwas auf ein Erfolgserlebnis warten muss. Gut aus Sicht der Freudenstädter Zweiten ist, dass das Punktepolster auf die Abstiegszone mit neun Punkten noch scheinbar komfortabel ist. Doch Schmelzle hebt den Zeigefinger auch mit Blick auf die kommenden Spiele. „Die nächsten Partien haben es in sich und wir müssen den Blick ganz klar nach unten richten. Wir wollten uns ursprünglich nach einer gut verlaufenen ersten Halbserie nach oben orientieren. Jetzt ist es anders gekommen und wir müssen schauen, dass wir in der Tabelle nicht noch weiter abrutschen.“
Dass es gerade nicht so gut läuft in Freudenstadt, hat nach Meinung ihres verletzten Spielertrainers mehrere Gründe. „Wir bekommen aktuell einfach zu billige Gegentore nach individuellen Fehlern und vorne nutzen wir unsere Torchancen nicht. “
Die Ergebnisse, so der Freudenstädter Trainer, der auch für ein weiteres Jahr in der Kurstadt bereits zugesagt hat, passen so gar nicht zu einer gut verlaufenen Vorbereitung und einer guten Trainingsbeteiligung seiner Mannschaft. „Die Mannschaft trainiert gut und wir bekommen es aber am Spieltag nicht auf den Platz. Zumal ich auch den einen oder anderen wichtigen Ausfall zu beklagen habe.“
Austausch klappt gut
In der Vorrunde konnte der A-Ligist immer mal wieder auf Spieler der Ersten zurückgreifen, wenn diese Spielpraxis benötigten. Der Austausch mit Elvedin Djekic, dem Trainer der Ersten, verlaufe reibungslos. „Das klappt richtig gut und Elvedin hilft uns, wo er kann. Unsere Erste hat natürlich Vorrang.“
Dass Schmelze für ein weiteres Jahr unterschrieben hat, hängt auch viel mit seinem jüngeren Bruder Markus zusammen. Diesen konnte er zu einem Wechsel vor dieser Saison bewegen. „Ich möchte noch eine Saison zusammen mit meinem Bruder hier in Freudenstadt spielen. In dieser Saison hatten wir beide mal wieder großes Verletzungspech. Danach werden sich die Wege trennen und ich werde mich einer neuen Aufgabe stellen.“