Kreisliga A Schwarzwald/Zollern: 4:4 nach 4:0, 10:3, 14:1: A-Ligen spielen verrückt – die Stimmen zum Spieltag

Alexander Esslinger (am Ball) und der SV Rangendingen kommen in der Kreisliga A2 immer besser in Fahrt. Am Wochenende gab es einen 5:1-Heimsieg.
KaraJede Menge geboten war am Wochenende wieder in den vier A-Liga-Staffeln.
SV Rangendingen hat einen Lauf
Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga fremdelte das Team in den ersten Wochen in der Kreisliga A2 noch ein wenig – es ist aber ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Die vergangenen vier Ligapartien wurden allesamt gewonnen, dabei sprangen zudem 14:1 Tore heraus. Außerdem ist der SVR auch im Pokal noch im Rennen.
Björn Straub zufrieden
Spielertrainer Björn Straub sagt zum 5:1 gegen den SC Lindenhof: „In der 2. Halbzeit haben wir sehr gute Angriffe gespielt und nichts mehr zugelassen. Wir sind mit der momentanen Situation sehr zufrieden, aber die Jungs geben auch viel dafür. Die Trainingsbeteiligung ist super und es herrscht ein guter Konkurrenzkampf.“
Nach zu Beginn „dubiosen Ergebnissen mit vielen Toren“ (Straub) hat man sich auf den 3. Rang vorgearbeitet. Der Abstand zum Tabellenführer SGM Böhringen/Dietingen, der jüngst mit 3:0 geschlagen wurde, beträgt nur noch drei Punkte. „Mit dieser Mannschaft ist noch viel möglich. Wir haben viele junge Spieler, da sind Formschwankungen aber auch normal“, ordnet Straub ein.
Premieren-Sieg für Sickingen
Ebenfalls in der A2 am Ball sind die Sportfreunde aus Sickingen. Der Aufsteiger feierte im Kellerduell gegen den TSV Stein den ersten Sieg der Saison – dieser fiel mit 4:1 deutlich aus. „Gegen Stein ist es natürlich immer ein besonderes Spiel für uns, weshalb die Anspannung und Konzentration schon vor dem Spiel sehr hoch war“, sagt Coach David Ampuero.
David Ampuero erleichtert
Anton Kelsch traf dann schon in der 1. Minute zur Führung, zur Pause stand es gar 4:0. „Spielerisch hat vieles sehr gut geklappt.Wir haben gleich die Kontrolle übernommen und den Gegner unter Druck gesetzt“, so Ampuero. Er zeigte sich erleichtert über den ersten Sieg: „Es war auch für die eigene Moral sehr wichtig. Es nagt schon an einem, wenn man Woche für Woche nicht punktet, aber oft kein schlechtes Spiel macht.“
Verrückte Aufholjagd
„Nein, so ein Spiel habe ich in meiner Laufbahn tatsächlich noch nicht erlebt“, gestand Schömbergs Trainer Jan Dehner nach dem 4:4 beim TSV Straßberg II. Seine Elf war zur Halbzeit mit 4:0 in Rückstand und zudem in Unterzahl. Die Konsequenz: Ein Wechsel nach 30 Minuten und vier weitere in der Halbzeit.
„Ich muss das auch ein Stück weit auf meine Kappe nehmen, weil ich auf manchen Positionen an diesem Tag das falsche Personal eingesetzt habe. Ich bin verantwortlich, da ziehe ich mir den Schuh auch selber an. Die Jungs haben dann eine super Reaktion und tolle Moral gezeigt.“ Ab der 72. Minute war dann auch wieder Gleichzahl angesagt, da auch Straßberg einen Feldverweis kassierte.
Drei Tore in sechs Minuten
Dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf: Nils Arnold (90.) und Leon Maurer (90+4, 90+6.) machten aus dem 1:4 noch ein 4:4. Dehner ergänzte: „Die Mannschaften um uns herum punkten auch nicht, das ist das Gute. Wir wollen am Sonntag unbedingt drei Punkte holen.“
Tore, Tore, Tore
Zwei weitere, kuriose Ergebnisse gab es noch in der A4: Ein 10:3 – welches Seitingen-Oberflacht gegen den VfL Nendingen gelang – sieht man nicht alle Tage. Selbes gelt für das 14:1 des TSV Benzingen gegen den SC 04 Tuttlingen II. Die Hausherren hatten vor dem Spiel nur vier Punkte Rückstand auf den TSV und hatten in den vorherigen acht Partien 18 Gegentore kassiert.
Gierige Benzinger
Patrick Bach, Kommandogeber der Benzinger, führt aus: „Mit den ersten vier Chancen haben wir drei Tore gemacht,das gibt natürlich ein gutes Gefühl. Wir waren über 90 Minuten gierig. Ein Sieg in dieser Höhe war nicht zu erwarten, am Ende aber gerecht.“
Zur Tabellenspitze, die nun enger zusammenrückt, sagt er: „Wir wollen bis zur Winterpause unsere Hausaufgaben machen und dann schauen wir mal.“