Janina Hettich-Walz in Oslo: Nach dem Schussdrama wartet das Weltcup-Finale am legendären Holmenkollen

Als Vierte des Sprints ging Janina Hettich-Walz in Estland in den Verfolger, als 26. kam die Schönwälderin in diesem ins Ziel – nach sieben Schießfehlern.
Imago/Zuma Press WireVon Donnerstag bis Sonntag geht es für die Biathletinnen und Biathleten beim Weltcup-Finale in Oslo am legendären Holmenkollen noch einmal um Punkte.
Für Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach), Julia Tannheimer (DAV Ulm, früher Skiinternat Furtwangen) und Co. stehen am Donnerstag und Freitag zunächst die Sprintwettbewerbe auf dem Programm. Am Samstag warten die Verfolgungen, bevor der olympische Winter mit den Massenstarts endet.
Die Gesamtwertung
Janina Hettich-Walz wäre als derzeit 21. des Gesamtweltcups auch für den Massenstart am Sonntag qualifiziert. Doch sicher ist die Schwarzwälderin im Finale nur dabei, wenn sie zuvor in Oslo noch ordentlich punktet. Dafür muss sie im Vergleich zum jüngsten Verfolger in Estland besser schießen. Nach dem überragenden vierten Rang im Sprint fiel die 29-Jährige durch sieben Fahrkarten im Verfolger in Otepää noch auf den 26. Rang zurück.
Beim Massenstart ist die Zahl der Athleten und Athletinnen auf 30 begrenzt. Startberechtigt beim Massenstart sind jeweils die 25 Besten des Weltcups sowie die fünf Punktbesten des aktuellen Weltcup-Wochenendes.
Lou Jeanmonnot (Frankreich) führt die Gesamtwertung deutlich vor der Finnin Suvi Minkkinen an. Beste DSV-Biathletin ist die nach den Olympischen Spielen zurückgetretene Franziska Preuß auf Platz 13. Vanessa Voigt folgt auf Rang 16.
Das Programm in Oslo
Donnerstag, 16:15 Uhr: Frauen, Sprint 7,5 km; Freitag, 16:15 Uhr: Männer, Sprint 10 km; Samstag, 13:45 Uhr: Frauen, Verfolgung 10 km; 16:15 Uhr: Männer, Verfolgung 12,5 km; Sonntag, 13:45 Uhr): Frauen, Massenstart 12,5 km; 16:30 Uhr: Männer, Massenstart 15 km.
Das Aufgebot
Frauen: Marlene Fichtner (SC Traunstein), Selina Grotian (SC Mittenwald), Janina Hettich-Walz (SC Schönwald), Julia Kink (WSV Aschau), Julia Tannheimer (DAV Ulm) und Vanessa Voigt (WSV Rotterode).
Männer: Lucas Fratzscher (WSV Oberhof), Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain),
Simon Kaiser (WSV Oberhof), Philipp Nawrath (SK Nesselwang), Leonhard Pfund (SC Bad Tölz), Franz Schaser (SV Hermsdorf), Elias Seidl (SC Ruhpolding) und Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg).
Der Sportdirektor
Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon, lässt sich in einer DSV-Mitteilung so zitieren:„Ganz kurzer Rückblick auf die Woche in Otepää: Die Highlights waren sicherlich die beiden Sprint-Rennen, in denen Philipp Nawrath den Sprung aufs Podium geschafft hat und Janina Hettich-Walz nur knapp das Podest verpasst hat. Abgesehen davon waren die Platzierungen insgesamt vielleicht nicht ganz das, was wir uns als Ziel gesetzt hatten, weil wir doch ein Stück vom Podium entfernt waren.“
Der Sportdirektor weiter: „Für das Saisonfinale in Oslo wird im Großen und Ganzen die gleiche Mannschaft wie in Otepää an den Start gehen. Ein weiterer positiver Aspekt, der noch aus der Otepää-Woche herausstrahlt, ist der Kampf um Platz fünf im Nationencup der Damen. Dort konnten wir unseren Vorsprung auf Finnland deutlich ausbauen, so dass wir diesen Platz in Oslo aller Voraussicht nach verteidigen sollten. Deshalb fahren wir in dieser Hinsicht relativ entspannt zum Saisonfinale, wollen dort aber natürlich trotzdem einen guten Sprint zeigen, um uns eine möglichst gute Ausgangsposition für die Verfolgungsrennen zu erarbeiten und im Idealfall viele Athletinnen und Athleten im abschließenden Massenstart dabei zu haben.“
