Janina Hettich-Walz auf Schalke
: Ende des „Deutschland-Fluchs“ – das ist die Siegprämie nach der Biathlon-Gala

Es war ein Triumph, der nicht nur Mut in Sachen Olympia-Ticket macht, sondern auch ein Sieg, der sich finanziell lohnte: Janina Hettich-Walz schreibt auf Schalke Geschichte.
Von
Gunter Wiedemann
Oberndorf
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Auf Schalke ist alles ein bisschen größer – natürlich auch das Siegerbierchen für Janina Hettich-Walz und Justus Strelow.

dpa/Bernd Thissen

Michael Greis und Martina Glagow machten 2002 bei der Premiere der World Team Challenge in der Veltins-Arena im Jahr den Anfang, danach trugen sich mit Florian Graf zusammen mit der tödlich verunglückten Biathlon-Legende Laura Dahlmeier (2013) sowie Simon Schempp und Vanessa Hinz (2016) nur noch zwei weitere DSV-Duos auf Schalke in die illustre Siegerliste ein.

Kati Wilhelm hatte zudem an der Seite des Österreichers Christoph Sumann in Gelsenkirchen im Jahr 2009 den riesigen Pokal in die Höhe gestemmt und am überdimensionalen Siegerbierchen genippt.

Deutschland 1

Dass Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach) und der Sachse Justus Strelow vor 44 000 Zuschauern im Fußballstadion anstoßen durften, lag vor allem an der guten Schießleistung von „Deutschland 1“. „Ich nehme das positive Gefühl vom Schießstand mit, im Verfolger hat es ja auch bei mir ganz gut geklappt“, sagte die Schwarzwälderin.

Der „Fluch“

Janina Hettich-Walz hatte in ihrer Comeback-Saison vor allem am Stand zu viele Scheiben stehen gelassen. Dies war nun beim Biathlon-Spektakel auf Schalke am Sonntag anders. Der Lohn war der erste deutsche Sieg seit 2016. Damit endete also nach neun Jahren der „Deutschland-Fluch“ bei der World Team Challenge.

„Es war eine grandiose Atmosphäre, es hat mega Spaß gemacht. Und wenn man dann so performt, umso besser“, freute sich die junge Mutter riesig über ihren Gala-Auftritt an der Seite des genauso starken Justus Strelow.

Die Siegprämie

Große Partypläne hatte die 29-Jährige nach dem Schalke-Triumph nicht. „Also ich habe mein Baby zu Hause“, meinte die Lauterbacherin mit einem Grinsen im Gesicht kurz nach dem Sieg auf Schalke. Auch Strelow trat nach dem großen Erfolg gleich die Heimreise an.

Mit im Gepäck war nicht nur der Siegerpokal, sondern das deutsche Duo konnte sich auch über zusätzliches „Weihnachtsgeld“ freuen. Die Schwarzwälderin und der Sachse sicherten sich mit dem Coup eine stattliche Prämie in Höhe von 36 000 Euro. Im vergangenen Jahr war der Gewinn für das Siegerteam laut Veranstalter von 28 000 Euro um 6000 Euro aufgestockt worden.

Der Ausblick

Nun geht es für Janina Hettich-Walz darum, sich möglichst schnell den Druck zu nehmen und das Olympia-Ticket zu lösen.

„Wenn man vor dem nächsten Weltcup ein gutes Rennen gemacht hat, kann man ein bisschen das Selbstvertrauen mitnehmen in den nächsten Wettkampf“, hofft die 29-Jährige, dass sie schon bei den Heimrennen in Oberhof (8. bis 11. Januar 2026) die zweite Teilnorm des Deutschen Skiverbandes für die Olympischen Winterspiele in Italien erfüllt. Mit der Leistung am Schießstand von Schalke ist dies ein realistisches Ziel.

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