IBU-Cup in Obertillach
: Olympia in weiter Ferne – ein enttäuschter Schwarzwälder Biathlon-Star

Über den IBU-Cup bis zu einem Olympia-Ticket ist es ein weiter Weg. Auch Roman Rees ist in der „2. Biathlon-Liga“ gefordert. Am Donnerstag folgt der nächste Rückschlag.
Von
Gunter Wiedemann
Oberndorf
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Roman Rees muss sich steigern, will er wieder im Weltcup starten.

Hendrik Schmidt/dpa

Während Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) derzeit beim Weltcup im schwedischen Östersund (erfolgreich) unterwegs ist, wird in Obertilliach (Österreich) die Biathlon-Saison der zweiten (internationalen) Kategorie eingeläutet.

Für hoffnungsvolle Talente ist es die Chance, sich an die raue Luft bei den Aktiven zu gewöhnen. Darunter war am Donnerstag auch Charlotte Gallbronner (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen).

Für etablierte Athleten wie Roman Rees (SC Schauinsland) geht es darum, sich mit starken Leistungen schnell wieder für Weltcup-Starts zu empfehlen. Nur dort können Olympia-Tickets gelöst werden.

Charlotte Gallbronner

Gallbronner, Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau, ging mit der Nummer 115, insgesamt war ein Mammutstarterfeld von 125 Biathletinnen beim 7,5 km langen Sprint mit zwei Schießeinlagen am Start, in das erste IBU-Cup-Rennen der Saison.

Zu diesem Zeitpunkt waren bekannte Namen wie Julia Kink (WSV Aschau) oder Johanna Puff (SC Bayrischzell), die es über die DSV-Qualifikationen bei der DM, in Idre Fjäll (Schweden) und in Ruhpolding zunächst nicht in das deutsche Weltcup-Team geschafft haben, bereits im Ziel.

Die weltcup-erfahrenen Kink und Puff konnten jedoch nicht überzeugen. Puff leistete sich zwei Fehler, belegte mit 2:39,2 Minuten Rückstand auf die fehlerfreie Siegerin Paula Botet (Frankreich) nur den 50. Rang. Sogar vier Fahrkarten leistete sich Kink, die sich damit auf dem 39. Platz (+ 2:22,4) wiederfand.

Charlotte Gallbronner legte einen starken Einstand hin. Die 22-Jährige ließ alle Scheiben stehen, belegte mit 1:58,5 Minuten Rückstand den 24. Rang. Beste Deutsche war Stefanie Scherer (SC Wall) auf Platz 19.

Roman Rees

Auch bei den 136 (!) Herren waren am Nachmittag viele Biathlon-Stars am Start, die möglichst schnell wieder im Oberhaus ihr Können zeigen wollen. Darunter war auch Roman Rees (SC Schauinsland), der es über die DSV-Qualis nicht ins Weltcup-Team für Östersund geschafft hatte.

Der 32-jährige Schwarzwälder räumte im Liegendanschlag vier von fünf Scheiben ab. Es ging also für Rees in die Strafrunde. Auch beim Stehendanschlag leistete sich der WM-Medaillengewinner einen Fehler. Nach insgesamt zwei Strafrunden kam der Ex-Gesamtweltcupführende mit deutlichem Rückstand ins Ziel.

Am Ende fehlten 2:09,5 Minuten auf Sieger Johannes Dale-Skjevdal (Norwegen), der auch schon im Weltcup auf dem obersten Podest gestanden hat. Bester DSV-Biathlet war David Zobel (1 Fehler, SC Partenkirchen) als starker Dritter. Rees war zum Auftakt als 30. nur der fünftbeste deutsche Biathlet – knapp vor Linus Kesper (SC Willingen, 32.).

So geht es weiter

Im Lesachtal geht es für die Herren und Frauen am Samstag mit weiteren Sprints weiter, am Sonntag folgen die Verfolgungswettbewerbe.

Für Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach), Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) wartet in Östersund bereits am Freitag (16 Uhr) der erste Weltcup-Sprint des olympischen Winters. Am Sonntag wird der Weltcup in Schweden für die Frauen mit der Verfolgung (13.15 Uhr) über 10 km beendet.

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