Hürdensprinterin aus Wiesenstetten
: „So viel trainiert wie selten“ – die Freiluftsaison ruft für Rosina Schneider

Hinter Rosina Schneider liegt ein intensives Training. Die Hürdensprinterin aus Wiesenstetten bereitet sich aktuell auf die Freiluftsaison vor.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Rosina Schneider bereitet sich aktuell auf die Freiluftsaison vor. Das Highlight soll die Europameisterschaft im britischen Birmingham darstellen.

IMAGO/Beautiful Sports International

Die jüngsten Instagram-Posts von Rosina Schneider zeigen jede Menge Fotos und Video aus La Palma. Auf der spanischen Insel absolvierte die Athletin des TV Sulz mit vielen weiteren Athleten ein zehntägiges Trainingslager.

Der Spaß, das ist deutlich zu erkennen, kam innerhalb der Gruppe nicht zu kurz. Allesamt bereiten sie sich auf die anstehende Freiluftsaison vor. Aber: Schneider und Co. mussten auch richtig schwitzen. Sie berichtet im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir haben so viel trainiert wie selten. An den meisten Tagen hatten wir zwei Einheiten, die jeweils zwei bis drei Stunden gingen.“ Schmunzelnd ergänzt sie: „Wir sind also nicht nur am Strand gelegen.“

Die EM im Blick

Dies wäre im Hinblick auf die kommenden Monate auch eher kontraproduktiv gewesen, schließlich ist Schneider sehr motiviert und hat als Saisonhighlight die Europameisterschaft in Birmingham ausgerufen. Diese findet vom 10 bis 16. August statt.

Drei deutsche Starterinnen werden über die 100-Meter-Hürden dabei sein. 2024 schaffte es Schneider bei den kontinentalen Titelkämpfen in Rom ins Halbfinale. „Die EM ist ein riesiges Ziel von mir. Wir haben gerade viele schnelle Läuferinnen“, so Schneider.

Dies zeigte sich auch in der zurückliegenden Hallensaison. Lange Zeit sah es so aus, als ob die Wiesenstetterin ein Ticket für die Hallen-WM ergattern könne. Als erste Deutsche erreichte sie die Norm, musste aber letztlich Marlene Meyer und Ricarda Lobe den Vortritt lassen. Sie betont: „Ich hatte leider beim entscheidenden Wettkampf in Berlin keinen guten Tag. Ich wäre gerne da hingefahren, habe den Fokus dann aber anschließend schnell auf meine Uni-Prüfungen gelegt. Daher hatte ich dann auch gar nicht so viel Zeit darüber nachzudenken.“

Start in Pliezhausen

Erstmals auf der Strecke geht Schneider am 17. Mai beim Läufermeeting in Pliezhausen. Hier geht es mit 80, 150 und 300 Metern über „krumme“ Distanzen – und noch ohne Hürden. Als Einstieg in die Saison sei es immer ein ideales Meeting. In ihrer Paradedisziplin ist sie dann erstmals beim „Goldenen Oval“ in Dresden gefordert. Weitere voraussichtliche Termine sind unter anderem das Meeting in St. Pölten (4. Juni), die Sparkassengala Regensburg (5. Juni), die U23-DM in Bochum (4. und 5. Juli) sowie die DM der Aktiven in Bochum am 25. Juli.

Viel wurde bisher schon an der Hürdentechnik- und Erhaltung gearbeitet. In der vergangenen Saison sei oftmals die 8. oder 9. Hürde ein Problem gewesen. Schneider ist zuversichtlich hier Fortschritte zeigen zu können, weiß aber auch: „Im Wettkampf mit Nervosität ist es immer nochmal anders. Ich sehe da aber Potenzial und sollte draußen stärker als in der Halle sein.“ Und wenn dies der Fall ist, klappt es auch mit der Teilnahme in Birmingham.

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