HSG Albstadt siegt auswärts: 42 Gegentore – und dieses Mal trotzdem ein Sieg

Für Torhüter Edis Camovic war es eine schwierige Partie, er durfte aber einen Auswärtssieg mit seiner Mannschaft feiern.
KaraDie Handballer der HSG Albstadt haben ihren Trainer Andreas Wendel am Samstagabend „Lügen gestraft“. Nach dem 42:42-Unentschieden in der Vorwoche bei der TSV Heiningen hatte dieser gemeint, dass man mit 42 Gegentoren auswärts eben kein Spiel gewinnt.
Am Samstag in Willstätt gab es erneut diese Anzahl an Gegentreffern, jedoch auch 43 eigene Treffer. „Es war ein verrücktes Spiel, ein echtes ’Run and Gun-Spiel“, so Wendel.
Zunächst im Rückstand
Er führt aus: „Wir sind gut ins Spiel gestartet, hatten dann aber eine Phase, in der wir oft überhastet den Abschluss gesucht haben.“ So führten die Hausherren nach 25 Minuten mit 18:15. Mit einem Rückstand von drei Treffern ging es aus Albstädter Sicht dann auch in die Kabine (19:22).
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel lag man gar mit sechs Toren im Hintertreffen, Wendel nahm dann aber eine Auszeit, welche Wirkung zeigte: „Wir haben nun sehr offensiv mit einer 5:1-Deckung verteidigt, und das Spiel ist gekippt. Wir wollten das Tempo bis zum Schluss hochhalten, weil wir die fittere Mannschaft waren“, erklärte Wendel.
Der finale Wurf
So holte die HSG kontinuierlich auf und hatte beim Stand von 42:42 den letzten Angriff der Partie. „Wir sind ’All in’ gegangen und haben ohne Torhüter agiert. Julian Thomann hat dann das Siegtor geworfen, der Rest war purer Jubel“, beschreibt Wendel. HSG Albstadt: Camovic, Hartmann; J. Thomann (5), Fuoß (3), Menzel (2), Mayer (7), E. Flügel, Thomann (12), S. Flügel, Betz, Tadic, Fuchs (5), Lebherz (3), Bänsch (2), Alilovic (3).