HBW beim S-Cup
: Alle Jahre wieder

Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten testet an diesem Wochenende beim S-Cup des TSV Altensteig. Los geht’s am Freitag (21 Uhr) gegen den HC Erlangen.
Von
Ulrich Mußler
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

HBW-Kreisläufer Stefan Bauer trifft am Freitag mit dem HC Erlangen auf einen seiner Ex-Clubs.

Beytullah Kara

Es ist eine gute Tradition geworden, dass die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten in der heißen Phase der Vorbereitung auf die nächste Saison ihre Form beim S-Cup in Altensteig überprüfen. Auch in diesem Jahr misst sich das Team von Trainer Matthias Flohr in der Schwarzwaldgemeinde wieder mit namhaften Gegnern.

Los geht’s für die „Gallier“ am Freitag, 1. August, mit ihrem Viertelfinale gegen den gerade so dem Abstieg aus der 1. Bundesliga entgangenen HC Erlangen. Die Partie in der Eichwaldhalle wird um 21 Uhr angepfiffen. In den anderen Viertelfinalspielen treffen Erstligist TVB Stuttgart und der Schweizer Erstligist BSV Bern (20 Uhr), Erstligist und Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen und Drittligist SG Köndringen-Teningen (19 Uhr) sowie der dänische Erstligist Mors-Thy Handbold und der gastgebende Oberligist TSV Altensteig (18 Uhr) aufeinander. Am Samstag geht es in der Eichwald und in der Justus-Perels-Halle mit den Duellen der Viertelfinal-Verlierer und der Viertelfinal-Gewinner weiter. Am Sonntag steigen ab 12 Uhr die Platzierungsspiele. Das Spiel um Platz drei ist um 14 Uhr angesetzt, der Final-Ball fliegt ab 16 Uhr.

Eine einfache Rechnung

Die Rechnung ist einfach – nur mit einem Sieg im Auftaktmatch hat der HBW die Garantie auch an den beiden folgenden Turniertagen auf starke Gegner zu treffen. Doch diese Aufgabe scheint für das Flohr-Team unlösbar. Wenngleich Erlangen in der vergangenen Saison bis zum Ende im Tabellenkeller der 1. Liga herumdümpelte, wäre das Team zumindest nominell und der Club finanziell zu weitaus mehr in der Lage gewesen. Immerhin hielten die Franken am Ende mit aller Müh’ und aller Not die Klasse.

Erlangen rettet sich

Mit verantwortlich dafür: die Nachverpflichtungen von Linkshänder Viggo Kristjansson, der Torjäger des SC DHfK Leipzig kam im Dezember 2024, und des serbischen Nationalspielers Milos Kos vom kroatischen Spitzenclub RK Zagreb im Januar. Da der HCE seine Top-Transfers bereits in der zurückliegenden Spielzeit tätigte, stießen im Sommer lediglich Andri Mar Runarsson – Sohn des früheren HBW-Coaches Runar Sigtrygsson – und Youngster Lars Genz , der mit der Erlanger A-Jugend die deutsche Meisterschaft feierte, zum Team von Trainer Johannes Sellin hinzu. Außerdem steht Ex-Nationalspieler Sebastian Firnhaber vor dem Comeback. Verabschiedet wurden nach der vergangenen Spielzeit Nicolai Link, Marko Bezjak (beide Karriereende), Nico Büdel (Spielertrainer bei der TSG Offenbach-Bürgel), der Ex-Balinger Tobias Wagner (Limoges Handball) und Justin Kurch (ThSV Eisenach). „Wir werden das Spiel angehen, wie wir alle Testspiele angehen – Dinge ausprobieren und die Kräfte so verteilen, dass sie für das gesamte Turnier reichen“, sagt HBW-Trainer Matti Flohr. „Erlangen ist eingespielt, da wird es für uns schwer mitzuhalten, aber wir werden es versuchen“, so Flohr weiter.

HBW personell „im Grenzbereich“

Aufgrund des doch stattlichen Umbruchs in den Reihen des HBW hatte Flohr schon vor Wochen gesagt, dass ihm der S-Cup in diesem Jahr im Hinblick auf den Saisonstart – die „Gallier“ sind am Freitag, 29. August, beim Erstliga-Absteiger 1. VfL Potsdam gefordert – eigentlich zu früh kommen würde, sein Team zu diesem Zeitpunkt noch zu wenig eingespielt sei. Ein großes Problem beim HBW wird in Altensteig außerdem der dünn besetzte Kader sein. Zuletzt fehlten bei der 26:30-Niederlage im Test gegen die SG BBM Bietigheim die Spielmacher Elias Huber, Magnus Grupe und Yonatan Dayan ebenso verletzt, wie Elias Fügel und Mex Raguse. Youngster Bennet Strobel bereitet sich mit der deutschen Juniorennationalmannschaft auf due WM in Ägypten vor, zudem verletzten sich Tobias Heinzelmann und Till Wente im Match gegen Bietigheim. „Mit der aktuellen Formation sind wir im Grenzbereich“, sagt Flohr.

Dayan und Raguse auf dem Sprung

Definitiv dabei sein wird Kapitän Heinzelmann, dessen Kopfverletzung nicht allzu gravierend war. Bei Raguse (Knie) und Dayan (Knie und Sprunggelenk) werden Belastungstests über einen Einsatz entscheiden, bei Wente (Sprunggelenk) wird es ein Wettlauf mit der Zeit. Noch keine Optionen sind Huber (Knie), Fügel (Knie) und Grupe (Wade). Dafür wird Flohr seinen Turnierkader mit Lars Bänsch, David Selinka und Felix Eisele aus dem HBW-Drittligateam ergänzen.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.