Handball, 1. Bundesliga: Auftaktsieg für die „Gallier“

Georg Pöhle (links) steuerte beim 30:26-Heimsieg seines HBW drei Treffer bei und zeigte vor allem auch in der Abwehr eine starke Leistung
Eibner/Andreas Ulmer- HBW Balingen-Weilstetten siegte zum Auftakt 30:26 gegen den Handballclub Hamburg.
- Nach 17:17 zur Pause legte der HBW mit einem 3:0-Lauf zum 20:17 vor.
- Hamburg glich kurz aus, doch Balingen führte später 26:22 und blieb vorn.
- Mischa Locher, Sascha Pfattheicher und Stefan Bauer trafen in wichtigen Phasen.
- Yonatan Dayan traf zum 16:14, knickte um, konnte aber nach kurzer Behandlung gehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Genau 89 Sekunden waren in der Mey-Generalbau-Arena gespielt, da durfte ein sehr großer Teil der 2159 Zuschauer den ersten Bundesliga-Treffer der noch jungen Saison für den HBW Balingen-Weilstetten bejubeln. Es war Sascha Pfattheicher, der von der Siebenmeter-Markierung erfolgreich war und so den 1:1-Ausgleich erzielte.
Ausgeglichener Beginn
Es entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase, in der schon früh klar wurde, dass man für Tore in der stärksten Liga der Welt deutlich mehr arbeiten muss, als das in der vergangenen Saison noch in der zweiten Liga der Fall war. Den 2:3-Rückstand drehten Magnus Grupe und Mischa Locher mit einem Doppelpack. Anschließend war es ein 3:1-Lauf der „Gallier“, der den Hamburger Cheftrainer Torsten Jansen beim Stand von 7:4 zu einer frühen Auszeit zwang (10.). Besser wurde es für die Hamburger zunächst nicht, was mitunter an der starken Balinger Abwehr lag, die immer wieder gut die Löcher stopfen konnte. Auch die Abschlussquote der Gallier war zu Beginn der Partie optimal, sodass es nach exakt 18 gespielten Minuten 13:9 für die Hausherren stand.
Fünf Minuten später führte der Aufsteiger beim 15:13 zwar immer noch, allerdings hatte man nun den Eindruck, dass Hamburg immer besser in die Partie kam. Besonders im Positionsspiel ging es für die Balinger Abwehr nun das eine oder andere Mal einen Tick zu schnell, sodass die Gäste öfter zu freien Würfen kamen und diese dann auch in Tore ummünzen konnten.
Dayan trifft und knickt um
Nach knapp 25 gespielten Minuten stockte der Halle dann kurzzeitig der Atem. Yonatan Dayan traf mit einem Schlagwurf zum 16:14 und knickte bei der Landung um. Glücklicherweise konnte er nach einer kurzen Behandlungspause selbst das Spielfeld verlassen.
Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es dann äußerst hektisch und für den Zeitnehmer-Tisch unübersichtlich. Während die HBW-Verantwortlichen dachten, dass Dayan schon drei Angriffe pausierte, sah dies das Kampfgericht anders. Als Folge kassierte der quirlige Angreifer der Hausherren eine Zeitstrafe und der Ballbesitz wechselte. Dies nutzte Hamburg gnadenlos aus und stellte mit der Halbzeitsirene auf 17:17.
HBW mit starkem Re-Start
Die Phase kurz nach Wiederanpfiff gehörte den Hausherren. Sascha Pfattheicher, Mex Raguse und Stefan Bauer stellten mit einem 3:0-Lauf auf 20:17. Lange über die Führung konnte man sich im HBW-Lager allerdings nicht freuen, denn die Gäste schlugen ihrerseits mit einem 3:0-Lauf zurück. In der Folgezeit bekamen die Gallier wieder Oberwasser. Die Folge war eine 24:21-Führung nach 44 gespielten Minuten. Sieben Minuten später führten die Hausherren mit 26:22 und hatten für zwei Minuten Überzahl. Als Mischa Locher sehenswert auf 27:22 stellte, war die Crunch-Time in der Balinger Arena angebrochen. Torsten Jansen drückte den Auszeit-Buzzer und nahm seine Schützlinge nochmals lautstark ins Gebet (53.), zudem stellte er im Angriff auf Sieben-gegen-Sechs um.
Bei noch vier Minuten und 24 Sekunden auf der Uhr nahm Jansen seine letzte Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team aber immer noch mit vier Toren zurück (27:23).
Mischa Locher stellte von Linksaußen auf 28:23 und die Mey-Generalbau-Arena explodierte regelrecht. Beim Stand von 29:25 nahm Matthias „Matti“ Flohr eine Auszeit und beruhigte damit kurzzeitig die Gemüter. 103 Sekunden waren da noch zu spielen. Auch die offene Deckung der Hamburger half nicht mehr wirklich. So hieß es am Ende 30:26 für den HBW Balingen-Weilstetten, der damit die ersten zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt für sich verbuchen konnte.
