DHB-Pokal, 1. Runde
: HBW löst Pokal-Aufgabe souverän – Schreckmoment um Dayan

Der HBW Balingen-Weilstetten setzt sich in der ersten Runde des DHB-Pokals mit 38:31 beim TV Großwallstadt durch. Nach einem zunächst offenen Pokalfight übernimmt der Bundesliga-Aufsteiger zunehmend die Kontrolle.
Von
Matthias Jedele
Großwallstadt
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Matthias Matti FLOHR (HBW Balingen-Weilstetten, Cheftrainer) jubelt/freut sich, Jubel, Emotion, Freude, Begeisterung, positive Emotionen

Rhein-Neckar-Loewen (RNL) vs. HBW Balingen-Weilstetten (HBW), Handball, Maenner, Daikin Handball Bundesliga (HBL), DHB-Pokal, LIDL Final Four, Final4, Spiel um Platz 3, Spielzeit 2024/2025, 13.04.2025

Foto: Eibner-Pressefoto/Oliver Schmidt

HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr durfte sich über einen 38:31-Auswärtssieg in Großwallstadt freuen.

Eibner-Pressefoto/Oliver Schmidt
  • HBW Balingen-Weilstetten gewann in Großwallstadt mit 38:31 und zog in Runde zwei ein.
  • Nach offenem Beginn übernahm HBW die Kontrolle, zur Pause stand es 21:16.
  • Pfattheicher traf neun Siebenmeter und lobte seine Routinen – Cupara parierte einen Strafwurf.
  • Schreckmomente: Treffer ins Gesicht bei Cupara sowie Dayans Beinverletzung nach Eins-gegen-Eins.
  • Großwallstadt kam zwischenzeitlich heran, HBW setzte sich am Ende klar ab und hielt den Vorsprung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der HBW Balingen-Weilstetten hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DHB-Pokals souverän gelöst. Beim Zweitligisten TV Großwallstadt setzte sich der Bundesliga-Aufsteiger mit 38:31 durch und zog damit in die zweite Runde ein. Dabei sah es zu Beginn noch danach aus, als könnte sich ein heißer Pokalfight entwickeln. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der HBW aber die Kontrolle.

„Es ist immer schwer, im DHB-Pokal auswärts bei einem Top-Zweitliga-Team zu spielen“, sagte Sascha Pfattheicher nach der Partie und ergänzte: „Die sind dann noch einmal mehr motiviert, wenn wir jetzt als Erstligist kommen. Aber wir haben das über die ganze Zeit wirklich gut gemacht und können darauf stolz sein.“

Die Hausherren erwischten zunächst den besseren Start und gingen mit 1:0 in Führung. Nach knapp vier Minuten glich Pfattheicher per Siebenmeter aus. Auch danach blieb Großwallstadt zunächst vorne. Nach acht Minuten stand es 5:4 für den TVG. Beim HBW hatten bis dahin Pfattheicher mit zwei verwandelten Siebenmetern und Mex Raguse mit zwei Treffern aus dem Rückraum getroffen.

Raguse legte zum 5:5 nach. Wenig später übernahm Balingen erstmals die Führung. Nach 11:30 Minuten verwandelte Pfattheicher seinen bereits vierten Siebenmeter zum 7:6. Kurz darauf verhinderte Vladimir Cupara mit einem gehaltenen Strafwurf den Ausgleich.

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In der 17. Minute setzte sich der HBW beim 10:8 erstmals auf zwei Treffer ab. Auch danach hatten die Gäste die Partie zunehmend im Griff. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte eine Szene nach knapp 19 gepielten Minuten. Großwallstadts Axel Skaarnaes traf HBW-Keeper Cupara bei einem Wurf voll im Gesicht, kam dabei aber ohne Zeitstrafe davon.

Balingen ließ sich davon nicht beeindrucken und baute den Vorsprung auf 15:11 aus. Dann leistete sich der Aufsteiger allerdings einige Fehler. Großwallstadt nutzte diese konsequent und kam mit einem schnellen 3:0-Lauf auf 14:15 heran. HBW-Trainer Matthias „Matti“ Flohr reagierte in der 25. Minute mit einer Auszeit.

Die Maßnahme zeigte Wirkung. Balingen stabilisierte sich sofort wieder und zog bis zur 28. Minute auf 19:15 davon. Zur Pause lag der Bundesligist schließlich mit 21:16 vorn.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der HBW am Drücker. Mit noch fünf Sekunden Überzahl auf der Uhr wollte Balingen direkt Tempo aufnehmen. Yonathan Dayan traf zunächst zum vermeintlichen 22:16, doch der Treffer wurde zurückgepfiffen. Der HBW blieb allerdings in Ballbesitz, und im zweiten Anlauf stellte erneut Dayan auf 22:16.

Der Spielmacher blieb auch danach auffällig. Nach gespielten 36 Minuten tankte er sich durch die Großwallstädter Defensive und traf zum 24:19. Nur rund eine Minute später folgte allerdings der nächste Schreckmoment. Dayan kam im Eins-gegen-Eins zu Fall und verletzte sich am Bein. Zunächst mussten ihn seine Mitspieler einige Meter vom Feld tragen, anschließend verließ er die Spielfläche humpelnd.

Sportlich behielt der HBW dennoch die Kontrolle. Magnus Grupe erhöhte auf 26:21 und zog dabei gleichzeitig eine Zeitstrafe gegen Großwallstadts Battermann (39.). Wenig später legte Elias Fügel nach und vollendete einen Tempo-Gegenstoß zum 28:22 (41.).

Die Hausherren gaben sich zwar noch nicht geschlagen und verkürzten bis zur 46. Minute auf 25:29. Näher ließ Balingen den Zweitligisten aber nicht mehr herankommen. Stattdessen zog der HBW wieder davon.

Eine zentrale Rolle spielte dabei Pfattheicher. Nach 53 gespielten Minuten verwandelte er bereits seinen neunten Siebenmeter und stellte auf 35:29. „Ich werfe die Siebenmeter jetzt im dritten Jahr beim HBW. Da entwickelt man Routinen“, erklärte der Rechtsaußen. „Heute ist es extrem gut gelaufen, dass ich so viele ohne Fehlwurf mache. Solche Tage gibt es, und darauf bin ich dann auch stolz.“

Spätestens in der Schlussphase war die Entscheidung gefallen. Beim Stand von 37:30 nahm Großwallstadt nach 57:12 Minuten seine letzte Auszeit. An der Niederlage änderte das nichts mehr. Mit 38:31 brachte der HBW den Sieg sicher über die Zeit.

Was zu Beginn noch nach einem intensiven Pokalfight ausgesehen hatte, verlor gegen Ende deutlich an Spannung. Der HBW kontrollierte die Partie und erfüllte seine Aufgabe letztlich souverän. Pfattheicher brachte es auf den Punkt: „38 Tore in Großwallstadt sind schon einiges.“ Damit steht Balingen-Weilstetten in der zweiten Runde des DHB-Pokals.

HBW Balingen-Weilstetten: Cupara (6 Paraden), Rebmann (3 Paraden) – Raguse 9, Pfattheicher 9/9, Fuß 3, Fügel 3, Dayan 3, Pöhle 3, Grupe 2, Leimeter 2, Bauer 2, Locher 1, Heinzelmann 1, Wente.