Handball-Landesliga, Herren: Dreiland und SG: Darf in der Fremde gejubelt werden?

HSG-Routinier Jonas Schamberger wird wieder Verantwortung übernehmen.
Daniel KavurIn fremder Halle sind die Landesliga-Herren der SG Maulburg/Steinen und der HSG Dreiland gefordert. Während die SG in Neuenburg antritt, reisen die Dreiländer in die Ortenau nach Hofweier. Siege würden beiden Teams sehr guttun.
HG Müllheim/Neuenburg – HG Maulburg/Steinen (Sa.; 20 Uhr): In der Zähringerhalle in Neuenburg gehen die Gäste leicht favorisiert in die Partie. Der Tabellenneunte empfängt den Sechsten, der allerdings auswärts bislang noch nichts Zählbares zustande brachte.
SG-Spielertrainer André Leuchtmann weiß um die Stärken der HG. So ist es vor allem der bärenstarke Rückraum, der von seinen Schützlingen in den Griff gebracht werden muss. „Wir müssen in der Defensive aktiv sein und nach vorne gehen. Wir dürfen sie nicht aus neun Metern aufs Tor zimmern lassen“, erklärt Leuchtmann. Man müsse die HG-Offensive unter Druck setzen und sie nicht zu einfachen Wurfentscheidungen kommen lassen.
Trotz dezimiertem Kader – fehlen werden Nico Knoblich, Jannik Eichin und Noel Dett – gehe es darum, Bälle zu erobern und immer wieder mit viel Tempo nach vorne zu spielen. „Wir müssen schnell spielen. Der Gegner vollzieht teilweise zwei Angriff-Abwehr-Wechsel“, weiß Leuchtmann. Es gilt Lösungen zu finden, so wie zuletzt gegen die Heitersheimer. „Gegen eine aggressive, körperliche Abwehr müssen wir dagegenhalten.“ Und die Chancenausbeute dürfte vor allem über die Außen noch einen Tick besser sein. „Wir wollen in Neuenburg wieder kluge Angriffe spielen und geduldig auf unsere Chancen warten.“
HGW Hofweier – HSG Dreiland (Sa.; 19.30 Uhr): Zum zweiten Mal in Folge müssen die Dreiländer auswärts antreten. In der Hohberghalle in Niederschopfheim gilt es, gegen die HSW Hofweier zu bestehen. Die Hausherren sind durchaus heimstark und haben bislang doppelt so viele Zähler eingefahren wie die Gäste. Und dennoch will die HSG nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten.
Mit 4:10-Punkten rangiert das Team von Coach Markus Schönmüller an drittletzter Position. Das passt ihm ganz und gar nicht: „Wir wollen endlich einmal wieder gewinnen“, macht der Trainer deutlich. Dieses Gefühl durften seine Schützlinge das letzte und einzige Mal vor etwas mehr als einem Monat genießen.
Die HSG erwartet einen defensiv agierenden Gegner, der mit einer 6:0-Abwehr spielt und im Angriff gerne einmal die Eins-gegen-Eins-Situationen sucht. „Wir wollen an unseren Auftritt bei der HSG Ortenau Süd anknüpfen“, so Schönmüller.
Vor dem spielfreien Wochenende erkämpfte sich Dreiland beim damaligen Tabellenführer immerhin einen Zähler. Das bedeutet, dass man im Angriff in etwa dasselbe Niveau auf die Platte bringen und in der Abwehr noch etwas draufpacken müsse.
Auf den Rückraumspieler Clirim Maraj muss Schönmüller bei dieser Auswärtspartie indes verzichten. Ein Fragezeichen steht darüber hinaus hinter dem Einsatz des werdenden Vaters und Torwarts Daniel Schnepf. „Ich hoffe, das Baby möchte erst nach dem Wochenende auf die Welt kommen“, grinst Schönmüller, der durchaus mit einem Erfolg seiner Mannschaft liebäugelt.