Handball in Weil und Brombach: HSG Dreiland mit Optimismus ins Neuland

Nathalie Herzog und die HSG Dreiland starten mit einem neuen Trainer in die Verbandsliga-Spielzeit.
Grant HubbsEine Saison mit vielen Unbekannten: Nach der Verbandsreform treffen die Frauen I der HSG Dreiland auf viele neue Teams. Nach dem Abstieg aus der „alten“ Oberliga geht das Team in der Verbandsliga, Staffel 3, ins Rennen. Der Kader wurde deutlich verjüngt und mit Christian Weber hat ein alter Bekannter das Coaching übernommen.
Nach dem Rückzug von Beate Czok steht wieder ein altbekannter Coach an der Seitenlinie der Verbandsliga-Frauen. Christian Weber kehrt nach einer Pause zur HSG zurück und soll gemeinsam mit Markus Knössel die Freude am Handballsport zurückbringen.
Diese ging in der vergangenen Runde in der Oberliga etwas verloren. Trotz neuer Impulse und der professionellen Arbeit von Beate Czok sorgten viele Verletzungen sowie sich kurzfristig veränderte private und berufliche Veränderungen für dauerhaft hohe Absenzen und einen schrumpfenden Kader.
Somit geriet das gesteckte Ziel Klassenerhalt schnell außer Reichweite. In der Oberliga gab es teils heftige Niederlagen. Das tat der Moral des Teams natürlich nicht gut. Am Ende stand der Abstieg. Jetzt kehrt also der „Aufstiegstrainer“ von vor zwei Jahren motiviert und mit neuen Ideen zurück. Der Blick richtet sich nach vorne. Und die hohe Trainingsbeteiligung trotz der Urlaubszeit sorgt für jede Menge Optimismus.
Mit Tina Wollschläger und Julia Leisinger (beide pausieren) sind zwei etablierte Handballerinnen zwar nicht mehr mit von der Partie, dafür aber kehren Maria Hopp (nach Schwangerschaft) und Leonie Kirsch (nach Kreuzbandriss) zurück.
Was die Trainer besonders freut: Deutlich verjüngt kommt der Kader daher. Gleich acht U21-Spielerinnen gehören nun dazu, der Altersdurchschnitt beträgt daher rund 23 Jahre. „Das ist optimal, aber auch eine große Herausforderung, aus den langjährigen und neuen Spielerinnen eine schlagkräftige Mannschaft zu formen“, sagt Weber.
„Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Die neue Konkurrenzsituation kann ein großer Vorteil sein“, erklärt der HSG-Coach. Denn: Jede Einzelne sei nun gefordert, abzuliefern, um sich einen Stammplatz im Team zu erarbeiten.
Die Staffel sechs der Verbandsliga setzt sich aus fünf Teams der ehemaligen Südbadischen Oberliga, einem Aufsteiger aus der Landesliga-Süd und sechs Mannschaften der ehemaligen württembergischen Verbands- und Landesliga zusammen. Am Ende möchte sich das Team einen Mittelfeldplatz in der Tabelle ergattern.
Beschwerlich werden die Auswärtsfahrten. So geht es nicht wie erwartet gegen Mannschaften westlich des Schwarzwalds, sondern gleich achtmal gegen Teams östlich des Schwarzwalds - vom Bodensee bis Tübingen. Kaum vorstellbar, dass das Gastspiel bei der SG Gutach/Wolfach noch eines mit der kürzesten Anfahrt ist.
Immerhin gibt es auch in dieser Saison die beiden Nachbarschaftsduelle gegen die SG Maulburg/Steinen (1. November in Steinen / 28. Februar in Weil am Rhein).
„Wir freuen uns auf den Start der neuen Saison und sind motiviert, alles zu geben, um unseren Fans wieder mitreißende, erfolgreiche Spiele zu bieten“, gibt Weber als Marschrichtung vor. Los geht es am 27. September mit einem Heimspiel in der Weiler Markgrafensporthalle gegen den TV Weilstetten.