Handball: Die „Gallier“ suchen sich neue Partner

Der TV Weilstetten II und die SG Dunningen/Schramberg: In der Landesliga sind sie Konkurrenten; aber nun abseits der Platte auch Kooperationspartner des HBW Balingen-Weilstetten.
KaraDer Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten gibt den Aufbau eines strukturierten Kooperationsnetzwerks mit mehreren Vereinen der Region bekannt.
Mit dem TV Weilstetten, der Spvgg Mössingen und der SG Dunningen/Schramberg stehen drei starke Partner bereit, um gemeinsam eine nachhaltige Talentförderstruktur in der Region zu schaffen, jungen Spielern und Trainern echte Perspektiven zu eröffnen und durch gebündelte Ressourcen Synergieeffekte zu erzielen.
Die Vereinbarung ist ein klares Bekenntnis aller beteiligten Vereine zur Region: Talente sollen nicht abwandern müssen, um ihren Traum zu verwirklichen – sie sollen ihn vor Ort leben können.
Bewährtes Modell wird ausgeweitet
Die Partnerschaft ist kein Neuanfang auf der grünen Wiese – sie konkretisiert und bündelt, was in der Region längst gelebt wird. Mit dem TV Weilstetten besteht die älteste und engste Verbindung: Gemeinsam betreiben HBW und TVW die JSG Balingen/Weilstetten – die gemeinsame Jugendabteilung, die das Fundament des gesamten Netzwerks bildet. Seit langem spielen A-Jugendspieler der JSG bei den Männern des TV Weilstetten und sammeln dort wichtige Spielpraxis – ein bewährtes Modell, das nun auf weitere Partnervereine ausgeweitet wird.
Talentpfad nach Mössingen funktioniert
Mit der Spvgg Mössingen verbindet den HBW eine enge, gewachsene Zusammenarbeit: Aktuell nehmen Torhüter aus Mössingen an einem Fördertraining teil. Ein Spieler der C-Jugend verfügt bereits über ein Zweifachspielrecht zwischen der Spvgg Mössingen und der JSG Balingen/Weilstetten. Zwei Spieler der A-Jugend-Bundesliga spielen für die Mössinger Männer. Darüber hinaus haben in der Vergangenheit bereits mehrere Spieler den Weg von Mössingen zur JSG gefunden – darunter Seidel, Böhringer, Kromer, Gaugisch und Henselek. Sie stehen exemplarisch dafür, dass dieser Talentpfad funktioniert.
HBW II plant Trainingslager bei der SG Dunningen/Schramberg
Auch mit der SG Dunningen/Schramberg sind die Grundsteine bereits gelegt: Im vergangenen Sommer fanden dort zwei Testspiele statt – HBW I gegen die Kadetten Schaffhausen sowie HBW II gegen die erste Mannschaft der SG Dunningen/Schramberg.
In diesem Sommer ist das Trainingslager des HBW II bei der SG Dunningen/Schramberg geplant – ein starkes Signal für die wachsende Zusammenarbeit.
Herzstück der Kooperation ist die Nachwuchsarbeit
Das Herzstück der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Nachwuchsförderung. Bereits ab der E-Jugend sichten alle Partnervereine gemeinsam vielversprechende Talente und begleiten diese strukturiert auf ihrem Entwicklungsweg. Über flexible Modelle wie das Zweifach- oder Dreifachspielrecht können Talente bei ihrem Heimatverein verwurzelt bleiben und gleichzeitig auf höherem Niveau trainieren. Wer den Sprung auf die ganz große Bühne nicht schafft, findet in seinem Heimatverein eine starke Basis und kehrt zurück. Diese Kontinuität stärkt den Handball vor Ort nachhaltig.
Auch auf Aus- und Weiterbildung der Trainer wird Wert gelegt
Neben der Spielerentwicklung legt die Kooperation besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung von Trainern. Hospitationen bei den Teams des HBW und der JSG sowie Workshops und Fortbildungen ermöglichen es, Know-how direkt weiterzugeben und das Niveau im gesamten Netzwerk zu heben. Synergien nutzen – gemeinsam stärker werden Die Vereinbarung sieht darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen vor: Gemeinsame Nutzung von Hallenkapazitäten und Infrastruktur. Zugang zu Athletik-, Reha- und medizinischen Angeboten für talentierte Spieler. Austausch von Trainingsmaterialien und Konzepten. Gemeinsame Turniere, Camps und Aktionstage – wie das geplante Trainingslager des HBW II bei der SG Dunningen/Schramberg. Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie Einlaufkinder und Partnerverein-Fanblöcke bei HBW-Heimspielen.
Neue Kooperationen sind erst der Anfang
Die Kooperationen mit dem TV Weilstetten, der Spvgg Mössingen und der SG Dunningen/Schramberg sind erst der Anfang: Der HBW Balingen-Weilstetten befindet sich derzeit mit weiteren Vereinen der Region im Austausch. Ziel ist es, das Partnernetzwerk in den kommenden Monaten weiter auszubauen und so noch mehr Talenten sowie Trainern eine starke Heimat in der Region zu bieten.