Vereinsvorstellung: FV Dinglingen geht auf die Suche nach Konstanz

Die Dinglinger hatten als Aufsteiger in der Bezirksliga viel gute Laune.
Horst KünstleEine turbulente Bezirksligasaison hat der FV Dinglingen hinter sich. Es war die erste Runde der Fußballer im Lahrer Westen in dieser Klasse überhaupt – und der Anfang war durchaus holprig. „Die ersten vier Spiele waren eine Katastrophe“, erinnert sich Spielführer David Wagner. Danach habe man sich zusammengerauft und das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz doch noch erreicht. „Ich glaube, das ist für einen Aufsteiger ein gutes Ergebnis, mit dem wir auch ganz zufrieden sind“, so Wagner.
Doch die Konstanz ließen die Kicker aus dem Lahrer Westen zu oft vermissen. Bis auf Meister Fautenbach hat keine Mannschaft zwei Mal gegen Dinglingen gewonnen. Dafür ließ man beim Absteiger FSV Seelbach die Punkte. In der Endabrechnung findet sich das Auf und Ab passend abgebildet. Zwölf Siege stehen elf Niederlagen gegenüber und Platz neun ist bei 17 Teilnehmern in der Bezirksliga nahezu die Definition von Mittelfeld.
Konstanz zu finden ist somit eines der zentralen Ziele der neuen Saison, auch wenn zuerst ganz grundsätzliche Herausforderungen auf Verein und Mannschaft warten. Andrej Zerr hat nach vier Jahren sein Traineramt abgegeben und Co-Trainer Artjom Scheibel verließ den FVD in Richtung SC Offenburg, wo er als Cheftrainer die Nachfolge von Tobias Meister antrat. Andreas Grasmik und Waldemar Schwabauer übernehmen nun die Funktion als Übungsleiter beim FVD.
Lerneffekt aus dem Vorjahr soll im Lahrer Westen helfen
Auch auf dem Feld stehen einige Veränderungen an. Mit Manuel Scheibel (wechselt zum SV Rust), Erlind Hoti (SC Offenburg) und Roman Bulgakov (Ziel noch offen) verlassen drei Leistungsträger den FV Dinglingen, was schmerzliche Lücken reißen wird.
Als Neuzugänge vermeldete der FV Dinglingen allerdings mit Daniel Elenschleger (vom SC Lahr) und Calvin Maier (FV Sulz) zwei ebenfalls vielversprechende Personalien. „Wir sind optimistisch, dass wir auch dieses Jahr einen guten Kader stellen können“, sagt Wagner. Insbesondere in der Offensive sei man sehr gut aufgestellt und den Abgang von zwei Defensivspielern gelte es zu kompensieren. „Wir hatten im vergangenen Jahr ein ähnliches Problem“, so der Kapitän. „Und wir haben daraus gelernt.“ Nun gehe es darum, sich neu einzustimmen und als Team zu finden.
Auch aus der Jugend kommt beim FVD einiges nach. Lorenz Dukkardt, Fabian Adelmann, Dominik Seger, Leon Siebenhaar, Iwan Dergajm, Valdrin Hajraj und Alexander Gergenreder gehen in ihr erstes Herrenjahr im schwarzen Trikot. „Viele der Jungs tragen das FVD-Trikot bereits seit der Zeit als Bambini und haben ihre gesamte fußballerische Ausbildung in Dinglingen durchlaufen. Umso schöner, dass sie nun den nächsten Schritt in den Herrenbereich gehen“, freut sich der Verein bei Instagram.
Vor dem Saisonstart backt man bewusst kleine Brötchen auf dem Kunstrasenplatz im Bürgerpark. „Wir haben eben erst mit dem Training angefangen. Da sind Ziele noch schwer zu formulieren“, sagt Wagner. „Oberstes Ziel ist aber sicherlich der Klassenerhalt. Wenn der feststeht, können wir schauen, was nach oben noch geht.“
Wagners Favoriten in der bevorstehenden Bezirksligarunde sind der FC Ettenheim/Altdorf und der SV Rammersweier. Auch den TuS Oppenau sieht er in aufsteigender Form.
Während die Dinglinger Herren nahezu unspektakulär im Mittelfeld der Bezirksliga ins Ziel kamen, freute sich der Verein im Sommer dafür über große Erfolge im Jugendbereich. Es gelangen gleich drei Aufstiege.
Den Auftakt machte die A-Jugend, die sich mit großem Einsatz und einer konstant starken Saison den verdienten Aufstieg in die Bezirksliga sicherte. Ein Ausrufezeichen setzten anschließend die beiden C-Junioren-Teams. Die C 1 spielte eine überragende Runde, wurde souverän Meister und steigt verdient in die Bezirksliga auf. Das beeindruckende Torverhältnis von 91:11 spricht für sich und zeigt die Dominanz der Mannschaft über die gesamte Saison.
Nicht weniger bemerkenswert war die Leistung der C 2. Mit einem sensationellen Torverhältnis von 171:26, der stärksten Offensive der Liga und 60 mehr erzielten Treffern als der Tabellenführer spielte auch sie eine außergewöhnliche Saison.
Punktgleich mit dem Erstplatzierten entschied am Ende jedoch der direkte Vergleich, der erst seit kurzem gilt, über die Meisterschaft. Dadurch wurde die C2 Tabellenzweiter – obwohl sie die deutlich bessere Tordifferenz vorweisen konnte. Am verdienten Aufstieg in die Kreisliga ändert das jedoch nichts.
Zu- und Abgänge
Zugänge: Daniel Elenschleger (SC Lahr), Calvin Maier (FV Sulz), Lorenz Dukkardt, Fabian Adelmann, Dominik Seger, Leon Siebenhaar, Iwan Dergajm, Valdrin Hajraj und Alexander Gergenreder (alle eigene Jugend).
Abgänge: Manuel Scheibel (SV Rust), Erlind Hoti (SC Offenburg) und Roman Bulgakov (Ziel unbekannt).





