Spitzenspiel mit Fragezeichen: SG Empfingen empfängt Balingen II – beide Trainer loben den Gegner

Silas Bader (rechts) und Moritz Zug von der SG Empfingen könnten auch am Samstag in einem Zweikampf aufeinandertreffen.
KaraErster gegen Dritter, zweitbeste gegen beste Offensive, zweitbeste gegen drittbeste Defensive oder einfach SG Empfingen gegen TSG Balingen II: Die für Samstag angesetzte Begegnung verspricht hochklassigen Landesligafußball – doch findet sie überhaupt statt?
SGE-Coach Alexander Eberhart sagte am Donnerstagvormittag mit Blick auf die Wetterlage: „Laut Vorhersage soll es von Freitag auf Samstag sehr kalt werden, und auch morgens noch Minusgrade haben. Anschließend soll es besser werden, da muss man halt schauen wie gut es schmilzt. Auf Rasen dürfte es aber sehr schwierig werden.“
Große Vorfreude
Im Zweifel dürfte also der Kunstrasen das Mittel der Wahl werden, eine Entscheidung ob gespielt werden kann, fällt eventuell auch erst spontan. Die Vorfreude bei Eberhart ist jedenfalls da: „Das wird eine sehr interessante Begegnung.“ Dies sieht auch Philipp Wolf, der erstmals auf seinen Ex-Club treffen würde, so.
Der Balinger Übungsleiter hat großen Respekt und meint: „Empfingen war und ist für mich der Top-Favorit in der Liga. Mit Pascal Schoch haben sie einen absoluten Unterschiedsspieler, und hinten drin sind sie mit Matthias Stüber, Andrej Schlecht und Dennis Rebmann physisch sehr stark.“ Wolf schwärmt zudem regelrecht von einem Akteur, der am Samstag aber gesperrt fehlen wird. „Ich bin ein großer Fan von Sandro Mihic und wollte ihn schon zu meiner Amtszeit nach Empfingen holen. Er hat ihr Spiel schon nochmal verändert und ist ein sehr guter Verbindungsspieler.
Einige Ausfälle
Neben Mihic müssen die Empfinger auch auf den ebenfalls gesperrten Philipp Kress verzichten, hinzukommen Langzeitverletzte wie Sonay Erdem und Timo Theurer. Auch Denis Bozizevic, nach Schoch zweitbester Torjäger, plagt sich mit Schmerzen herum.
Eberhart sagt wiederum zum Kader der Balinger: „Es ist eine sehr schnelle Mannschaft. Als klar war, dass sie absteigen, dachte ich mir, dass das auch wieder einen Durchmarsch nach oben geben könnte. Wenn dann wie zuletzt noch zusätzlich Spieler wie Bastian Maier oder Maximilian Herberth spielen, ist das schon sehr gut.“ Zur Herangehensweise erläutert er: „Wir werden einen Matchplan entwickeln, der unsere Stärken forciert und ihnen ihre Stärken nehmen soll.“ Wolf meint: „Es geht um wichtige Punkte, unsere Prinzipien sind aber immer die gleichen. Natürlich muss man sich je nach Platz auch etwas anpassen.“
Mehrere Kandidaten
Bei einem Remis könnte auch der SV Zimmern profitieren, der im Moment zwischen den beiden Teams steht. Eberhart sieht aber auch noch den SV Nehren und VfB Bösingen in der Verlosung um die Meisterschaft, und nennt auch den VfL Nagold. Scherzhaft sagt er: „Die darf man nie abschreiben, nicht mal wen sie Letzter sind.“