Derby Freudenstadt gegen Empfingen: „Für uns sollte es ein Privileg sein, in der Landesliga zu spielen“

Nach der jüngsten Partie gegen Croatia sind Sergen Erdem (am Ball) und die SG gewarnt.
Andreas WagnerSpVgg Freudenstadt – SG Empfingen (Samstag, 15.30 Uhr). Unterschiedlicher hätte die Saison für die beiden Vertreter aus dem Nordschwarzwald nicht verlaufen können. Die Spielvereinigung tut sich weiterhin nach ihrem Aufstieg über die Relegation enorm schwer und läuft langsam Gefahr, auch nach der verdienten Niederlage beim VfL Pfullingen den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen aus den Augen zu verlieren.
Das Duell der beiden Teams auf dem Freudenstädter Kunstrasenplatz, das um 15.30 Uhr von Schiedsrichter Pavel Popov angepfiffen wird, hat vieles von einem Duell David gegen Goliath.
Die Empfinger grüßen von der Tabellenspitze und haben bis auf das Unentschieden gegen den SV Zimmern alle anderen Partien als Sieger verlassen. Unantastbar ist die Mannschaft von Alexander Eberhart und Matthias Stüber natürlich nicht. Das hat auch die Partie vom vergangenen Wochenende gegen den SV Croatia Reutlingen gezeigt. In der ersten Spielhälfte fand die SG Empfingen gegen eine diszipliniert und aggressiv zu Werke gehende Reutlinger Mannschaft kein Rezept und spielte sich keine einzige klare Tormöglichkeit heraus.
Aber ob die Kurstädter am Samstag in der Lage sein werden, den Favoriten zu ärgern, bleibt abzuwarten. Die personellen Voraussetzungen auf Seiten der Gastgeber sind sehr angespannt. Deshalb startete die Spielvereinigung auch den Versuch, die Partie zu verlegen. „Die Empfinger sind aber unserem Wunsch, das Spiel zu verlegen, nicht nachgekommen. Das ist aber ihr gutes Recht“, so Freudenstadts Trainer Elvedin Djekic.
„Uns wird nichts geschenkt“
Aus Empfinger Sicht kam der Wunsch nach einer Spielverlegung laut SG-Trainer Alexander Eberhart zu kurzfristig. Ungeachtet der schlechten Tabellensituation des Gegners, erwartet der Empfinger Trainer eine schwierige Aufgabe für sein Team. „Wir freuen uns, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison so gut in der Tabelle dastehen. Aber auch das letzte Spiel gegen Croatia hat gezeigt, dass uns in der Liga nichts geschenkt wird und viele Gegner besonders motiviert gegen uns sind. Das wird am Samstag auch nicht anders sein.“
Dagegen ärgert sich Freudenstadts Trainer über die bittere personelle Lage – besonders mit Blick auf das Derby. „Wenn Spieler verletzt sind, sind sie verletzt. Aber andere Gründe wie Urlaub lassen wir zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht mehr gelten. Für uns als Trainerteam und als Mannschaft sollte es ein Privileg sein, in der Landesliga zu spielen und dafür sollten wir auch alle bereit sein, Opfer zu bringen“, sagt Djekic deutlich.
Letztes Pflichtspiel vor circa fünf Jahren
Dagegen können die Empfinger fast auf alle Spieler zurückgreifen. Bis auf Nico Rebmann und Sonay Erdem, die wohl noch zwei Wochen Training benötigen, sind alle Mann an Bord.
Übrigens: Das letzte Pflichtspiel zwischen den beiden Kontrahenten in Freudenstadt fand vor circa fünf Jahren im Bezirkspokal statt. Die Empfinger setzten sich dank zweier Tore von Patrick Dettling am Ende mit 2:0 durch.