Dämpfer für den VfL Nagold
: VfB Bösingen feiert einen verdienten „Sieg des Willens“

Der VfB feiert gegen den VfL Nagold einen verdienten 3:1-Erfolg. Ben Fischer trifft traumhaft, Kevin Hezel zeichnet sich als Doppeltorschütze aus.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Jonny Rothfuß vom VfL Nagold versucht artistisch an den Ball zu kommen. Diesen bringt aber der Bösinger Doppeltorschütze Kevin Hezel unter Kontrolle, der mit seiner Mannschaft einen Sieg feiern konnte.

Kara

Erleichterung auf der einen und Enttäuschung auf der anderen Seite: Die Stimmungslagen beider Teams waren nach Abpfiff von Schiedsrichter Burak Kurban naturgemäß unterschiedlich. Der VfB Bösingen, welcher einen Sieg des Willens feierte, landet den ersten Erfolg in diesem Jahr. Coach Peter Leopold frohlockte: „Es ist ein hervorragendes Gefühl. Wir haben heute alles dafür gegeben, das war die Basis für den Sieg.“

Sein Pendant Marcel Schuon hatte schnell zwei Makel im Spiel seiner Mannschaft ausgemacht. Da war zum einen die mangelnde Chancenverwertung, zum anderen das Verhalten bei den drei Gegentreffern. Ben Fischer donnerte den Ball früh im Spiel mit seinem linken Fuß aus 20 Metern in den Winkel (12.), hier war am wenigsten zu machen. Vor dem 0:2 aus VfL-Sicht traf Keeper Laurent Bajraktari die Kugel nach einem Rückpass nicht richtig – Marius Müller behielt in der Folge die Ruhe und Kevin Hezel musste nur noch einschieben.

Kevin Hezel hat zu viel Platz

Der Angreifer war auch für das 3:0 in der 75. Minute zuständig: Nach einem Eckball wehrte Bajraktari den Ball nach vorne ab und wurde dann auch von seinen Mitspielern im Stich gelassen, Hezel traf wieder unbedrängt. „Wir bekommen aktuell zu viele Gegentore. Da sind wir einfach auch nicht gierig genug aktuell. Bösingen hat sich das Quäntchen Glück auch erarbeitet, sie wollten es heute mehr“, so Schuon.

In der Tat wirkten die Gastgeber präsenter und feierten sich bei jeder gelungenen Defensivaktion. Zudem hatte der VfB in Ron Armbruster auch einen starken Torhüter, der zwar beim 1:3-Anschlusstreffer durch einen Freistoß von Ruben Cinar unglücklich aussah, sonst aber einen starken Rückhalt darstellte. Früh im Spiel parierte er gegen Chris Wolfer (5.), war auch gegen Johannes Fleischle (14.) und Nico Gaiser zur Stelle (38.).

Nico Gaiser ausgewechselt

Letzterer hatte nach einem Konter die ganz dicke Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, setzte die Kugel aber über das Tor (42.). Auffällig war jedoch, dass fast jeder Nagolder Angriff im 1. Durchgang über seine linke Seite lief.

VfB-Kapitän Jannik Botzenhart hatte sehr mit ihm zu kämpfen, bekam nach dem Seitenwechsel aber einen neuen Gegenspieler. Gaiser blieb in der Kabine, was Leopold überraschte: „Wir hatten uns in der Halbzeit eigentlich nochmals auf ihn eingestellt.“ Schuon erklärte auf Nachfrage: „Mir hat seine Körpersprache nicht gefallen. Die Rückwärtsbewegung hat gar nicht stattgefunden. Wir wollten dann ein Zeichen setzen.“

Schuon gibt nicht auf

Durch Jonny Rothfuß (47.) und Niklas Watzl (55.) kam der VfL auch zu ordentlichen Abschlüssen, eine wirkliche Drangphase gab es aber nicht. Nach dem angesprochenen 3:0 der Bösinger gelang zwar prompt der Anschluss, Armbruster hielt dann aber gegen Matthias Rauser (81.) ganz stark und verhinderte, dass die Partie nochmals richtig spannend wurde. „Solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir trotzdem noch an den 2. Platz. Wenn wir aber so spielen wie heute, wird das schwierig“, bilanzierte Schuon.

Statistik

VfB Bösingen – VfL Nagold 3:1 (2:0). VfB: Armbruster; Botzenhart, L. Schlosser (66. Flaig), Wulle, Bihler, Griesser, Schneider (90. Ruf), Hezel (84. T. Müller), Zimmermann (77. M. Schlosser), Fischer, M. Müller (49. Stoll). VfL: Bajraktari; Rück, Gaiser (46. Gutekunst), Cinar, Bürkle, Watzl, Wolfer (66. Rauser), Tastan, Rothfuß, Hogg, J. Fleischle (77. F. Fleischle). Tore: 1:0 Ben Fischer (12), 2:0, 3:0 Kevin Hezel (25, 75.), 3:1 Ruben Cinar (78.). Schiedsrichter: Burak Kurban.

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