USA-Iran
: „WM ist Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln“

So verrückt wie das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko war bislang noch keine Fußball-WM, glaubt zumindest die italienische Tageszeitung „La Repubblica“.
Von
Michael Maier/dpa
Stuttgart
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Iranischer Raketeneinschlag in Israel (Archiv).

Jamal Awad/dpa

Die italienische Zeitung «La Repubblica» meint zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA:

«Willkommen. Von wegen. Auf den Mond zu fliegen ist einfacher vielleicht. Willkommen bei der verrücktesten Weltmeisterschaft der Welt, die so aufgebläht ist, dass sie Mühe hat, ihre Türen zu öffnen. Die reichste, die teuerste, die am weitesten reichende, die grenzenloseste, die umstrittenste, aber vor allem die am wenigsten friedliche. USA – Kanada – Mexiko. Eine Großfamilie. Alle für einen und einer für drei.

Fußball-WM im Kriegszustand

Zum ersten Mal in der Geschichte empfängt ein Gastgeberland ein Land, mit dem es im Krieg steht, sowie andere, die es zu Feinden erklärt hat, und kommt zudem mit seinen Partnern nicht gut zurecht. Geben wir es zu: Zu bombardieren und dann die Türen der eigenen Stadien zu öffnen, sorgt für einige Verlegenheit. Um General Carl von Clausewitz zu paraphrasieren: Sport ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.»

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