Fußball: Schwere Lose für den Hochrhein

Manuel Gruber (am Ball) und der FC Wittlingen gastieren beim Verbandsliga-Absteiger des Freiburger FC.
Uli NodlerKlar ist schon vor dem ersten Anstoß, dass die Zahl der Hochrheinvereine in der zweiten Runde überschaubar sein wird. In den direkten Duellen zwischen dem TuS Binzen gegen den SV Laufenburg und FC Zell gegen den FV Lörrach-Brombach bleiben bereits zwei Klubs auf der Strecke. Darüber hinaus stehen der FC Wittlingen und FC Bad Bellingen auswärts vor großen Herausforderungen. Auch der SV Weil sieht sich auswärts im Landesliga-Duell gegen die Spvgg. Gundelfingen/Wildtal nicht unbedingt in der Favoritenrolle.
In der zweiten Runde steht bereits der Bahlinger SC. Der Regionalligist setzte sich am Mittwoch beim SV Mundingen mit 3:0 durch.
TuS Binzen – SV Laufenburg
Klarer Außenseiter ist der TuS Binzen am Samstag, wenn es zu Hause gegen den Verbandsliga-Aufsteiger SV Laufenburg geht. So sieht es auch Binzens Neu-Trainer Manuel Schwarz: „Die Jungs haben nichts zu verlieren gegen einen Gegner, der in der Vorbereitung bereits einen ganz starken Eindruck hinterlassen hat. Für uns ist es ein guter Test eine Woche vor dem Rundenbeginn. Da ist der TuS dann am Sonntag beim FC Emmendingen zu Gast. Wem Manuel Schwarz in der Anfangsformation nun das Vertrauen schenkt, macht er in erster Linie von seinen Trainingseindrücken am Donnerstag abhängig.
Spvgg. Gundelfingen/Wildtal – SV Weil
Der SV Weil muss in der ersten Pokalhauptrunde ein dickes Brett bohren. Es geht am Sonntag zum Liga-Konkurrenten Gundelfingen/Wildtal, der sich nach Experten-Aussagen richtig gut verstärkt hat. Unter anderem holten der Landesligist aus dem Freiburger Norden Giulio Volk (Bahlinger SC U23), Torwart Mattia Gerges (Freiburger FC), Torjäger Nils Blust (VfR Vörstetten), und Hristijan Nikolovski (FC Teningen). In der Vorbereitung wusste der SV Weil durchaus zu überzeugen. Die Neuzugänge sind gut integriert.

Nemanja Radulovic (am Ball) und Liam Mertinatsch (Mitte) gastieren mit dem SV Weil in Gundelfingen.
Foto: Uli NodlerKönnen die Blauen ihr Potenzial abrufen, ist auch beim Liga-Konkurrenten das Weiterkommen drin. Für den erfolgreich an der Patellasehne operierten Cheftrainer An–dreas Schepperle werden die Co.-Trainer Dirk Bürgin und Thomas Schwarze die Weiler Mannschaft trainieren.
SG Simonswald/Obers. – FSV Rheinfelden
Vor einer kniffligen Aufgabe steht Landesligist FSV Rheinfelden am Samstag beim Freiburger Bezirksligisten SG Simonswald/Obersimonswald. „Wir sind Außenseiter. Der Gegner ist bärenstark und hat das auch mit dem Kantersieg gegen den Landesligisten FC Emmendingen unter Beweis gestellt“, merkte FSV-Vorsitzender Patrick Da Rugna an.
FC Zell – FV Lörrach-Brombach
Eine wichtige Standortbestimmung wird das Duell zwischen dem FC Zell und dem FV Lörrach-Brombach am Sonntag (15 Uhr) für beide Teams. „Es gibt definitiv ein paar Themen, die wir in der Vorbereitung weiterentwickelt haben. Ich glaube, dass wir für Sonntag auf einem guten Level sind“, betont FVLB-Coach Thorsten Szesniak.

„Glaube, dass wir auf einem guten Level sind“: Thorsten Szesniak gastiert mit dem FVLB in Zell.
Foto: Hannes BrenneisenMit der Vorbereitung und den letzten Auftritten seines Teams ist der Übungsleiter zufrieden. „Klar, es gibt da immer Sachen, die besser laufen können, aber es ist alles im völlig normalen Rahmen“, so Szesniak. Auch FCZ-Coach Michael Schwald zeigt sich zufrieden: „Wir sind zwar erst seit drei Wochen in der Vorbereitung, aber es läuft bisher tip-top“.
Mit den Ab- und Neuzugängen stand ein kleiner Umbruch im Kader an, den es für die „Schwaneölf“ zu meistern gilt. „Die Lörracher werden uns, was die körperliche Fitness anbelangt, einen Schritt voraus sein, aber wir wollen die positive Bilanz der vergangenen Wochen beibehalten und schauen, was am Ende dabei rauskommt“, so Schwald abschließend.
Freiburger FC – FC Wittlingen
Weiterhin von Personalsorgen geplagt wird derweil der FC Wittlingen. „Wir haben sehr viele Verletzte, Urlauber oder Spieler, die gerade aus Verletzungen zurückkommen“, bedauert FCW-Coach Gerhard Sauer.
Das macht die schwere Auswärtsaufgabe am Samstag (15 Uhr) in Freiburg nicht leichter. Der kommende Gegner vom ehemaligen Deutschen Meister Freiburger FC überzeugte in den Testspielen und zuletzt mit einem 6:0-Sieg gegen Neu-Landesligist SV BW Waltershofen in der Pokal-Qualifikation. „Sie sind definitiv einer der Spitzenkandidaten der Liga, aber wir wollen zeigen, was wir können“, so Sauer.
FC Teningen – FC Bad Bellingen
Eine schwere Auswärtsaufgabe erwartet auch den FC Bad Bellingen. Die Mannschaft von Marvin und Robert Riede gastiert beim Verbandsligisten aus Teningen.
Nach dem kuriosen Duell mit dem FC Heitersheim, welches der FCH nach vier Platzverweisen zu siebt beendete, geht der FCBB als klarer Außenseiter in das Duell mit dem FC Teningen. In der vergangenen Saison landete der FCT auf Rang vier der Verbandsliga und hat sich in diesem Sommer erneut namhaft verstärkt. Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Anstoß der Partie ist am Samstag um 15 Uhr.
SV Sinzheim – FC Auggen
Die weiteste Anreise der hiesigen Pokalvertreter muss Verbandsligist FC Auggen auf sich nehmen. Der Vorjahresfinalist muss knappe 130 Kilometer zum SV Sinzheim zurücklegen, bevor am Samstag um 16 Uhr angestoßen wird. Im Duell mit dem Vertreter der Landesliga, Staffel I, ist das Team von Marco Schneider Favorit und wird auch in diesem Jahr wieder für eine kleine Pokal-Überraschung sorgen wollen.