Fußball-Landesliga: Homeoffice für Da Rugna?

Diesen Kampf um den Ball zwischen den Weilern Do Le (links), FSV-Kapitän Serkan Korkmaz (Mitte) und Nemanja Radulovic könnte es am Samstag im Derby auch wieder geben.
Uli NodlerRHEINFELDEN. „Wir haben seit mehr als zehn Jahren kein Pflichtspiel mehr gewonnen“, ist für den FSV-Vorsitzender Patrick Da Rugna der SV Weil, ein Angstgegner. Doch ganz so schlimm ist es nicht. Der FSV Rheinfelden hat die Blauen 2022 mit 3:1 bezwungen. Davor und danach hagelte es jedoch aus Rheinfelder Sicht Negativ- erlebnisse. So auch in der vergangenen Saison, als die Weiler beide Derbys zu ihren Gunsten entschieden. Besonders schmerzhaft war für den FSV Rheinfelden im Mai dieses Jahres die 1:5-Schlappe.
Speziell ist in diesem Fall zudem, dass der FSV-Vorsitzende Patrick Da Rugna ausgerechnet im Weiler Rathaus als Abteilungsleiter für infrastrukturelles Gebäudemanagement ein verantwortungsvolles Amt ausübt.
Zwei Weiler Siege in der vergangenen Saison
Und im Weiler Rathaus gibt es viele SVW-Fußballfans, die sich bei einer weiteren Rheinfelder Niederlage gegen den Angstgegner einen Spaß daraus machen, ihren FSV-Mitarbeiter zu hänseln. „Wenn wir das Match am Samstag verlieren, ist es wohl besser, wenn ich am Montag Homeoffice mache“, so ein augenzwinkernder Patrick Da Rugna.
Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Vieles spricht sicherlich für den Gast aus dem Nonnenholz. Der SV Weil hat die beiden letzten Spiele überzeugend gewonnen. Der FSV Rheinfelden dagegen bei der Spielvereinigung verlor zunächst bei Gundelfingen/Wildtal deutlich, zeigte dann aber gegen den SV Mundingen Moral, als er am vergangenen Samstag im heimischen NaturEnergie-Stadion gegen den SV Mundingen trotz Unterzahl ein 4:4 erreichte.
Auf die Historie will sich Weils Co.-Trainer Dirk Bürgin nicht verlassen. „Ergebnistechnisch sieht’s zwar gut für uns aus, aber der Gegner ist einfach zu stark, um ihn auf die leichte Schulter zu nehmen. Ich erwarte ein spannendes Spiel, bei dem es keinen Favoriten gibt.“ Bürgin kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen und erwartet von seinen Spielern, dass sie „selbstbewusst und hochkonzentriert“ in dieses Derby gehen. Fehlen werden lediglich die Urlauber Pablo Maier und Ersatztorhüter Sebastian Müller.
Rheinfelden muss zweigesperrte Spieler ersetzen
Auch FSV-Trainer Anton Weis muss auf die beiden gesperrten Alessandro Mastrangelo und Roman Males verzichten. Im Kader dürfte dagegen der bislang verletzte Almin Mislimovic auftauchen. Ein Einsatz von Beginn an kommt für den Rheinfelder Torjäger jedoch zu früh. Deshalb wird der Rheinfelder Goalgetter zunächst auf der Bank Platz nehmen.