Fußball Landesliga 3: TSV Straßberg sendet ein Lebenszeichen

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Schwarzwälder Bote„Derbysieger, Derbysieger“, skandierten die Straßberger Spieler nach dem Spiel und tanzten auf dem Rasen des Schmeienstadions. Endlich war der Bann gebrochen. denn den letzten Sieg in einem Pflichtspiel feierten die Schmeien-Kicker Ende Juli des vergangenen Jahres in der zweiten Runde des WFV-Pokals beim BSV Schwenningen (3:1). Eine Premiere war der Derby-Erfolg sowohl in der Landesliga 3, als auch für Straßbergs Trainer Marc-Philipp Kleiner.
„Wir müssen endlich mal über die Ziellinie gehen“, hatte der Übungsleiter gefordert, und seine Spieler folgten diesem Aufruf mit einer starken Leistung gegen den Lokalrivalen, der seine Ausfälle nicht kompensieren konnte.
Die Gastgeber haben die erste Großchance
Straßberg startete schwungvoll, erspielte sich gute Gelegenheiten und hatte nach 13 Minuten die erste Großchance, als Jonas Jehle von der Strafraumgrenze abzog und Jonas Losekamm den Ball noch von der Linie köpfte.
Torlos geht es in die Halbzeitpause
Die Gäste taten sich im Spiel nach vorne gegen die aggressiv in die Zweikämpfe gehenden Hausherrem schwer, kamen aber ebenfalls zu einer guten Möglichkeit, als Fabian Maier nach einer Flanke von Max Czopiak im Strafraum frei zum Kopfball kam, das Leder aber neben das Tor setzte (22.). In der Folge hatte Straßberg mehr Ballbesitz, war griffiger in den Zweikämpfen und hatte kurz vor der Halbzeit noch eine richtig gute Chance, als nach einem Freistoß von Elias Göz Straßbergs Torhüter Timo Reinhardt per Faustabwehr (45.+1) das 0:0 seiner Mannschaft zur Pause rettete.
Mit Hertrichs 1:0 ist der Bann gebrochen
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Straßberg nahtlos an die gute Leistungen der ersten 45 Minuten an und belohnte sich endlich: Nico Pfaff setzte sich stark auf der rechten Seite durch und passte von der Grundlinie vor das Tor, wo Connor Hertrich zum verdienten 1:0 (51.) einschob. Die Gastgeber machten in der Folge weiter Druck und sorgten für gefährliche Aktionen. So wie in der 64. Minute, als nach einem Freistoß von Leon Mathauer Harthausen den Ball im Strafraum nicht klären konnte, es zum Gewühl kam und Patrick Rummel gelegt wurde. Schiedsrichter Jan Wenzel zeigte auf den Punkt, und den fälligen Elfmeter verwandelte Mathauer sicher zum 2:0 (65.).
Nico Pfaff macht den Deckel drauf
Und als Rummel einen Mathauer-Freistoß per Kopf verlängerte zu Lennart Kelm, der zu Pfaff passte, der am kurzen Pfosten zum 3:0 (72.) einschoss, war der Drops gelutscht. Fast wäre noch das 4:0 gelungen (79.), aber den Schuss von Alexej Storm blockte Sebastian Dahlke auf der Linie.
TSV Straßberg:
Kleiner; Pfaff, Rummel, Plankenhorn (88 Dreher), Jehle, Kelm, Göz, Mathauer, Hertrich (90. Hack), Kraus (73. Schulz), Storm (83. Cracchiolo). TSV Harthausen/Scher:
Reinhardt; Lonis, F. Maier (72. Schnakenberg), L. Maier, Rösch, Dahlke, Abt, Czopiak, Losekamm, Gratz (81. Wesner), Locher (55. Allseits). Tore:
1:0 Hertrich (51.), 2:0 Mathauer (66./Foulelfmeter), 3:0 Paff (73.). Schiedsrichter:
Jan Wenzel (Eriskirch). Zuschauer:
300.
Marc-Philipp Kleiner (TSV Straßberg):
„Wir sind überglücklich, dass die Durststrecke jetzt vorbei ist. Wir wussten in den vergangenen Wochen, das wir jedem Gegner Paroli bieten können. Wir waren immer nah dran, haben uns aber nicht belohnt. Gott sei Dank sind wir jetzt über die Ziellinie und haben 3:0 gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir das Momentum verpasst, ein schnelles Tor zu erzielen; in der zweiten Hälfte haben wir uns den Sieg verdient.“ Akin Aktepe (TSV Harthausen/Scher):
„Der Sieg für Straßberg geht in Ordnung, weil der TSV über 90 Minuten einfach die bessere Mannschaft war, sowohl fußballerisch, als auch vom Willen und den Zweikämpfen her. Sie haben uns komplett den Schneid abgekauft. Straßberg hat im Zemtrum dominiert. Leon Mathauer, Jonas Jehle und Connor Hertrich haben das Spiel gemacht. Wir haben nie ins Spiel gefunden; wir konnten unsere Ausfälle nicht kompensieren.“
