Fußball Landesliga 3: Nur der TSV Straßberg darf jubeln

Zur Sache ging es im Derby zwischen Straßberg und Harthausen, das die Gastgeber mit 3:0 gewannen.
Kara„Totgesagte leben länger“, diese Floskel stellte der TSV Straßberg am Samstag im Lokalderby gegen den TSV Harthausen/Scher eindrücklich unter Beweis. Mit 3:0 (0:0) feierte das Schlusslicht nach Treffern von Connor Hertrich, Leon Mathauer und Nico Pfaff seinen zweiten Saisonsieg in der Landesliga Staffel III und beendete so eine mehrmonatige Durststrecke.
„Dieses Mal sind wir über die Ziellinie gegangen“
Die Erleichterung war nach der Partie bei allen Straßberger Beteiligten spürbar. „Das ist der erste Sieg unter meiner Ägide. Wir sind überglücklich. Denn wir haben schon in den vergangenen Spielen gezeigt, dass wir den Gegner Paroli bieten können und nah dran waren. Allerdings haben wir uns nicht belohnt. Nun haben wir 3:0 gewonnen und die lange Wartezeit ist nun beendet. Die Jungs hauen im Training und in den Spielen immer alles rein. Sie glauben an sich; die Stimmung in der Mannschaft ist gut; das Einzige was gefehlt hat, war ein Erfolgserlebnis. Und dieses Mal sind wir über die Ziellinie gegangen. Der Sieg war hochverdient“, zog Straßbergs Trainer Marc-Philipp Kleiner ein zufriedenes Fazit.
„Straßberg hat uns den Schneid komplett abgekauft“
Sein Harthausener Kollege Akin Aktepe konnte ihm da nur zustimmen: „Straßberg war über 90 Minuten hinweg einfach die bessere Mannschaft; fußballerisch, vom Willen und den Zweikämpfen her. Sie haben uns den Schneid komplett abgekauft. Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen. Es war zu merken, dass wenn bei uns ein paar Spieler fehlen, es einfach nicht funktioniert.“ Fürwahr musste Aktepe doch auf die Leistungsträger Tunay Balci, Philipp Koch und Leonhard Gauggel verzichten. Hinzu kam der kurzfristige Ausfall von Torjäger Matthias Endriß, bei dem eine Kapselverletzung wieder aufgebrochen war. „Er ist halt vorne unser Unterschiedsspieler“, bedauerte Aktepe seinen Ausfall. Verrückt machen lassen sich die Scher-Kicker durch die Niederlage aber nicht. „Wir stecken die Köpfe nicht in den Sand. Denn wir sind immer noch über dem Strich“, so Aktepe.
„Haben versucht, spielerische Lösungen zu finden“
Gleiches gilt auch für den FC 07 Albstadt nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Nehren. „Die Punkte hätten uns getan“, resümierte Albstadts Spielertrainer Samed Akbaba. „Wir haben auf schwierigen Untergrund versucht, spielerische Lösungen zu finden und das auch in der ersten Halbzeit gut gemacht. Wir hatten aber keine wirklich 100-prozentige Torchance. In der zweiten Spielhälfte haben wir mehr mit mehr langen Bällen gespielt, nicht mehr so kombiniert wie in der ersten Halbzeit. Zudem hatten wir bei einigen Abschlüssen auch etwas Pech.“
„Wir haben die Führung zu früh hergegeben“
Beim TSV Frommern war man zum einen stolz auf die gezeigte Leistung beim Tabellenführer FC Rottenburg, zum anderen haderte man mit den spielentscheidenden Gegentoren nach Standards. Der Aufsteiger lag nach 58 Minuten durch den Treffer von Yannick Capol beim Primus mit 1:0 vorne. „Am Ende nehmen wir trotzdem nichts mit“, ärgerte sich TSV-Spielertrainer Armin Hotz, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machte. „Die Führung war nicht unverdient, doch wir geben sie natürlich viel zu schnell wieder her“, so Hotz. Denn in der 61. Minute stand es dann bereits 1:1. In der 70. Minute erzielte der Favorit den 2:1-Siegtreffer. Beide Gegentore fielen durch Standards. Es waren die Treffer 53 und 54 für Rottenburg, das weiter die Landesliga-Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung anführt. Frommern dümpelt weiter auf Relegationsplatz 13 herum. Die nächsten Spiele sollen endlich das erhoffte Erfolgserlebnis bringen.