Fußball Frauen-Landesliga: SV Oberreichenbach kalt erwischt

Spielführerin Jana Rutz per Hackentrick: In der 53. Minute verwandelte sie einen Handelfmeter zum 2:0 für Berneck/Zwerenberg.
Friedrich BlaichKeine Tore, keine Punkte die Fußballfrauen vom SV Oberreichenbach mussten am Sonntag mit einer 0:2-Niederlage beim FC Blau-Weiß Bellamont die Heimreise antreten.
Ein Rückschlag
FC BW Bellamont – SV Oberreichenbach 2:0 (2:0). Tore: 1:0 (15.) 2:0 (36.) Kerstin Schneider. Unter dem Strich ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, denn die Gastgeberinnen zogen mit diesem Erfolg wieder am SV Oberreichenbach vorbei.
Die Elf von Trainer Holger Simon steht nach 17 Spielen – eines weniger als die meisten Mitbewerber – auf Platz sieben: mit 23 Punkten aber nur noch zwei vor dem Relegationsplatz. Vorne geht der Zweikampf um die Meisterschaft zwischen dem TSV Lustnau (37) und der SG Altheim (36) in die nächste Runde.
Tore Nummer 15 und 16
Die groß gewachsene Kerstin Schneider hat mit ihren Toren Nummer 15 und 16 nicht nur Platz drei in der Torjägerliste übernommen, sie hat auch dem SV Oberreichenbach den angestrebten „Punkt“ geklaut.
Die bewährte SVO-Taktik, aus einer stabilen Abwehr heraus mit langen Bällen auf Konter zu lauern, hatte schon vor dem Anpfiff einen ersten Dämpfer bekommen. Mit dem Ausfällen Sara Hartmann (Hochzeit) und Celine Steeb fehlten defensiv gleich zwei Stützen.
Planungen über den Haufen geworfen
SVO-Trainer Holger Simon musste Lilly Tubach und Maria Steeb zu Sonja Bott und Naemi Schwips in die Viererkette beordern, das Mittelfeld sollten Romie Schaible, Meike Schober, Vivien Wieland und Eva Kuhnle dicht machen, für die Konter waren Mareike Besch und Jana Sophie Albrecht geplant.
Diese Planungen konnte Holger Simon spätestens nach dem 2:0 (37.) vergessen, denn ab dem Zeitpunkt konnte Bellamont seine schon im Hinspiel beim 3:3 in Oberreichenbach gezeigten spielerischen Fähigkeiten ausspielen.
Simon hatte nach der Pause versucht, mit der Hereinnahme von Tabea Bott die eigene Offensive zu verstärken, aber der Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Auch Michaela Wölfle (kam nach gut einer Stunde für Vivien Wielandt) konnte das Blatt nicht mehr wenden.
Klare Sache
Spvgg. Berneck/Zwerenberg – SG Öpfingen 5:0 (1:0). Relativ lange mussten die Zuschauer in Berneck warten, bis der am Ende sehr deutliche Sieg unter Dach und Fach war.
Dabei hätte es für die Spielvereinigung nicht besser beginnen können. Bereits in der 2. Minute erzielte Alicia Roller nach schönem Alleingang von der rechten Seite kommend den frühen Führungstreffer. In der 12. Minute hatte Laura Keck Pech, dass sie nur den Pfosten traf.
Jederzeit überlegen
Die Gastgeber waren während der gesamten Spielzeit klar überlegen. Und trotzdem fiel bis zum Seitenwechsel kein weiterer Treffer.
Der Druck des Tabellenfünften blieb auch im zweiten Durchgang unverändert hoch. Die Vorentscheidung mit dem 2:0 fiel dann in der 53. Minute, als Spielführerin Jana Rutz einen Handelfmeter sicher verwandelte.
Angiff auf Angriff rollt
Während Bernecks Torhüterin Nicole Ehnis sehr wenig zu tun bekam, rollte Angriff auf Angriff auf das Öpfinger Tor zu. Die an diesem Tag sehr stark spielende Alica Roller erhöhte in der 72. Minute auf 3:0.
Zehn Minuten später wurde die Öpfinger Torhüterin durch einen strammen Schuss aus kurzer Distanz am Kopf getroffen und ging zu Boden. Der Nachschuss ging jedoch über die Latte.
Persönliches Erfolgserlebnis
Romina Schindler wurde in der 86. Minute eingewechselt und hatte eine Minute später eine dicke Chance. Eine weitere Minute später dann doch ihr persönliches Erfolgserlebnis, als sie per Kopfball den vierten Bernecker Treffer erzielte.
Und auch der letzte Treffer geht auf das Konto einer eingewechselten Spielerin. Anna Knepper kam in der 78. Minute aufs Spielfeld. Während in der 89. Minute ein Schuss von ihr vom Innenpfosten der Torlinie entlang rollte, aber diese nicht überquerte, setzte sie in der 2. Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 5:0.
Trainer Manuel Gall war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Er sprach dem Gegner, der als Absteiger bereits feststeht, ein Lob aus.
Ohne Trainer angereist
Die 14 Spielerinnen waren ohne Trainer in eigenen PKWs angereist und haben zumindest in der 1. Halbzeit gut dagegengehalten. Bei einem Spielverzicht hätte sich die Mannschaft die insgesamt vier Stunden Fahrzeit sparen können und es hätte eine 3:0-Wertung gegeben.
Das Team
Spvgg. Berneck/Zwerenberg: Nicole Ehnis, Maja Prutschke, Selina Knospe, Lea Stockinger, Emma Kalmbach (ab 67. Minute Julia Hiller), Laura Keck (ab 86. Minute Romina Schindler), Alicia Roller, Sabrina Kalmbach (ab 81. Minute Svenja Grossmann), Elisa Lutz (ab 78. Minute Anna Knepper), Jana Rutz, Pia Kirn.