Fußball
: Feld an der Spitze rückt eng zusammen

Die Kreisliga A-West steht in den Startlöchern. Vor dem Start gibt es einige spannende Fragen.
Von
Fabian Schreiner
Oberndorf
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Können Wassim Hawwa und der FC Steinen-Höllstein (hier gegen Antonio di Pasquale und den SV Eichsel) eine sorgenfreie Runde spielen?

Andrii Lukatskyi

Ziemlich eindeutig ging es in den vergangenen Jahren in der West-Staffel in puncto Meisterschaft zu. In der Vorsaison dominierte der SV Weil II das Geschehen nahezu nach Belieben, kam letztlich mit einem satten Vorsprung von 13 Punkten auf den ersten Verfolger ins Ziel. Ein Relegations-Teilnehmer fand sich traurigerweise schließlich nicht, was unter anderem bei Kanderns Spielertrainer Tim Großklaus überhaupt nicht gut ankam. Sei’s drum. Auf ein Neues in dieser Saison. Man darf zumindest davon ausgehen, dass es heuer mal wieder spannender werden wird, wenn es um den direkten Bezirksliga-Aufstieg geht. Den klaren Titelfavoriten gibt es, ähnlich wie in der Bezirksliga Hochrhein, auch in der West-Staffel offensichtlich nicht.

Sicherlich eine Rolle an der Spitze spielen wird der TuS Efringen-Kirchen. Ein Aufstieg direkt im ersten Jahr nach dem dramatischen Abstieg wäre angesichts des krassen Umbruchs nach Meinung vieler im Verein noch zu früh gekommen. Vor allem in der abgelaufenen Rückrunde wusste Efringen-Kirchen zu überzeugen. Am Ende reichte es für Platz vier. „Wir wollen unseren Tabellenplatz der Vorsaison mindestens bestätigen und im Idealfall oben angreifen“, gibt Stefan Hilpüsch die Richtung vor.

TuS Efringen-Kirchen will oben angreifen

Mit Klub-Ikone Hilpüsch müssen die Rebländer künftig zwar auf den absoluten Leitwolf auf dem Platz verzichten, doch war der TuS im Sommer auf dem Transfermarkt nicht untätig. Eine große Verstärkung dürfte Robin-Alexander Pude werden. Der Angreifer erzielte in der letzten Saison für den FV Tumringen 23 Tore. Ein Jahr zuvor hatte er den FVT zum Aufstieg in die Kreisliga A geschossen. „Robin macht es klasse. Die Mannschaft und auch er müssen sich zwar noch etwas finden, aber man sieht sein fußballerisches Verständnis und seine Fähigkeiten mit dem Ball - mit ihm werden wir viel Spaß haben“, freut sich Hilpüsch, der weiter als Sportdirektor fungieren wird. Auch auf der Torhüter-Position haben sich die Efringer verändert. Neu mit dabei ist Philip Kopf. Der 26-Jährige stand zuletzt beim VfR Bad Bellingen zwischen den Pfosten. „Mit Philip haben wir einen zusätzlichen Torhüter verpflichten können, der aufgrund seiner Erfahrung gute Impulse und Stabilität ins Team bringen kann, sowohl im Training als auch im Spiel.“ Offen ist aber noch, wer als Nummer eins in die Saison gehen wird. Auch Luca Sattler präsentiert sich bisher gut. Einen großen Wermutstropfen hat es in der Vorbereitung dann aber doch auch noch gegeben. Leistungsträger Simon Diodene hat sich im Freundschaftsspiel gegen den FV Fahrnau einen Kreuzbandriss zugezogen. „Das ist ein herber Verlust auf und neben dem Platz für uns“, erklärt Hilpüsch.

Nichtsdestotrotz geht auch unter anderem Großklaus davon aus, dass der TuS oben ein Wörtchen mitreden wird. Wohin es die Kanderner nach dem starken dritten Platz der Vorsaison in dieser Spielzeit führen wird, ist eine der spannendsten Fragen. Mit Patrick Wegel hat eine Stütze ihre Karriere beendet. Neu hinzugekommen ist Torhüter Nico Ladisi. Auch die Kanderner Jungs Tim Scholten (kam aus der Weiler Jugend zurück) und Linous Brohammer (Auggen/Jugend) stoßen zum Großklaus-Team dazu.

Kandern will ins obere Drittel, Kleines Wiesental ist der Geheimfavorit

„Die Vorbereitung war durchwachsen, wie es im Sommer eben oft so ist. Viele Urlauber, auch den einen oder anderen Verletzten gab es mal“, sagt Großklaus, der nach eigener Aussage aber bereit ist für den Saisonstart am Sonntag bei Aufsteiger TuS Kleines Wiesental. Ein Saisonziel hat man in der Au noch nicht festgelegt. „Sicher ist aber, dass wir doch gerne am Ende in der oberen Tabellenhälfte stehen würden.“ Neben Efringen-Kirchen schätzt der Routinier auch den FV Lörrach-Brombach II sowie den SV Schopfheim stark ein. Auch die Kleinwiesentäler dürfe man nicht unterschätzen. Die Truppe aus Tegernau wird immer wieder von den hiesigen Experten genannt, wenn es um die Aufstiegsaspiranten geht. Mit Peter Krieg und Michael Kuttler hat sich die Mannschaft aus Tegernau auch sehr gut verstärken können. Dem 25-jährigen Kuttler, für den es nach Stationen in Untermünstertal, Lörrach-Brombach und Zell nun die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ist, sind sicherlich zwischen 20 und 30 Tore zuzutrauen.

Tja, und wie präsentiert sich der SV Eichsel in dieser Saison? Nach zwei herausragenden zweiten Plätzen in Serie mussten die Dinkelberger in diesem Sommer einen riesengroßen Umbruch vollziehen. Neben Erfolgstrainer Manuel Schwarz (TuS Binzen) sind nun insgesamt neun Spieler nicht mehr da. Darunter Erfahrene wie unter anderem Kapitän Alex Gött. Auf der anderen Seite sind drei Neue mit dabei. Einer davon ist Francesco Alfarano, der vor ein paar Jahren auch schon einige Einsätze in der Landesliga für den FSV Rheinfelden machte. Inzwischen ist der Linksfuß 30 Jahre alt. Intern rechnet man sich beim SVE aber trotz der zahlreichen Veränderungen einen Platz im oberen Tabellenmittelfeld aus.

Wo führen die Wege des FC Steinen-Höllstein und TuS Maulburg hin?

Eine deutlich sorgenfreiere Runde spielen möchte der FC Steinen-Höllstein um Cheftrainer Burak Asik. Lediglich auf Rang zwölf trudelte der einstige Oberligist in der Vorsaison ein. Das ist natürlich nicht das, was man sich rund um das Wiesental-Stadion vorstellt. Asik ist aber guten Mutes, dass sich seine Schützlinge nun besser zeigen werden. Große Töne spuckt der Übungsleiter aber nicht. Demut ist bei den Steinenern angesagt. Zumal mit Paolo Disanto, Marco Disanto, Matthias Argast (alle pausieren) sowie Nico Römer (Jugendtrainer), Burak Pinar und Halil Nazli (beide Knie) einige prominente Namen vorläufig nicht zur Verfügung stehen. „Wir wollen eine ruhige Saison spielen, irgendwo im Mittelfeld landen, Spaß am Fußball haben. Alles andere kommt von alleine“, sagt Asik.

Schwierigkeiten könnte heuer der TuS Maulburg bekommen. Die beiden Trainer Vedat Erdogan und Jan-Niklas Levante coachen nun den FVLB II. Besonders Erdogan fehlt dem TuS mit all seiner Qualität natürlich auch auf dem Platz. Obwohl der 35-Jährige immer wieder Probleme mit seinem Knie hat, kam Erdogan in der abgelaufenen Spielzeit auf starke 21 Tore. Man darf gespannt sein, wie Neu-Trainer Theo Schoepf diese Lücke schließen wird.

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