Fußball Bezirksliga: Spitzenspiel in Deißlingen

Kann Flavius Oprea (links) mit der SG Schramberg/Sulgen für eine Überraschung bei der SG Deißlingen/Lauffen (Maximilian Bögels-pacher und Fabian Allgaier) sorgen?
Jürgen SchleehSG Deißlingen/Lauffen – SG Schramberg/Sulgen (Sonntag, 15.30 Uhr). Die Gastgeber könnten ihren Vorsprung auf zehn Punkte ausbauen. Damit ist auch klar, die Gäste sind in Zugzwang, müssen das vollbringen, was bislang noch kein Gegner geschafft hat, dem Spitzenreiter die erste Heimniederlage beibringen.
Trotz der Außenseiterrolle der Spielgemeinschaft aus Schramberg und Sulgen weiß Felix Schaplewski, dass man die Gäste nicht unterschätzen dürfe. Und verweist auf deren 2:1-Sieg gegen den SV Bubsheim, einem weiteren Mitkonkurrenten in der Spitzengruppe. Die Gastgeber starteten perfekt in die Rückserie, verbuchten drei zum Teil sehr deutliche Siege, untermauerten damit auch ihre Topqualität in der Offensive.
Gastgeber überzeugt mit physischer Stärke
Beim 4:2 gegen den FV Bissingen traf das Team von Spielertrainer Schaplewski lange auf enormen Widerstand, lag man zweimal zurück. „Bissingen machte das am Anfang sehr gut, standen auf dem schwer zu spielenden Platz die kämpferischen Tugenden im Vordergrund“, blickt der SG-Coach zurück. Doch nach einer Stunde, nach dem 2:2 durch Felix Schapleweski selbst, dominierte seine Mannschaft das Geschehen, auch aufgrund ihrer körperlichen Fitness.
Robin Schumpp wieder dabei
Zwei Tore von Tom Ritzel stellten den 4:2-Sieg sicher. Für die Qualität des Kaders der SG Deißlingen/Lauffen spricht dabei auch, dass man den Ausfall von Toptorjäger Robin Schumpp kompensieren konnte. „Am Sonntag wird Robin wieder im Kader sein“, so Schaplewski. Bis auf die Langzeitverletzten Stefan Bob und Michael Moser stehen alle Mann zur Verfügung. Aufgrund der komfortablen Ausgangslage sagt Schaplewski: „Wir haben keinen Druck, den hat Schramberg. Wir werden weiter unser Soll erfüllen, wissen, dass es eine Vorentscheidung sein kann.“
Eine Herkulesaufgabe, weiß man bei der SG Schramberg/Sulgen. „Um das zu verhindern, müssen wir gut nach hinten arbeiten, die gesamte Mannschaft. Jeder muss topperformen“, betont Onur Hepkeskin, Trainer der Gäste.
Gute Entwicklung
Er sieht gute Ansätze und eine insgesamt tolle Entwicklung bei der SG Schramberg/Sulgen. „Wir haben viele junge Spieler, die vor zwei Jahren noch in der Kreisliga B spielten, sich aber gut entwickelt haben. Und doch brauchen die auch ihre Zeit“ weiß Hepkeskin. Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim FC Hardt, „da trafen wir mehrmals das leere Tor nicht“, machte die SG Schramberg/Sulgen mit dem darauffolgenden 2:1 gegen den SV Bubsheim deutlich, dass man jeden Gegner schlagen könne.
Wenig Alternativen von der Bank
Als Handicap der Gäste ist durchaus deren nur knapp besetzte Bank zu sehen, die den Trainern Suat Pala und Onur Hepkeskin wenige Alternativen bietet. Sie wissen, „das wird ein sehr schwieriges Spiel in Deißlingen. „Es ist unsere letzte Chance, noch mal heranzukommen“, so Hepkeskin.
Er sieht viele Pluspunkte bei der SG Deißlingen/Lauffen, bescheinigt Felix Schaplewski eine über Jahre gute Arbeit mit einer gewachsenen Mannschaft. „Alle Spieler haben Qualität und fast jeder kann ein Tor erzielen“, verdeutlicht Hepkeskin nochmals, dass man in Deißlingen nur bestehen kann, „wenn wir absolut konzentriert im Spiel sind und an die Leistungsgrenze gehen.“ Die Vorrundenpartie endete mit einem 1:1, wobei jede Mannschaft ihre Phasen und Chancen hatte, das Spiel für sich zu entscheiden.
Hepkeskin hört am Saisonende auf
Auch wenn die Chancen in der Meisterschaft derzeit eher gering einzustufen sind, im Bezirkspokal mischt die SG Schramberg/Sulgen gut mit, steht im Viertelfinale. Da sich Onur Hepkeskin am Ende dieser Saison aus privaten Gründen als Trainer zurückzieht, möchte er diese Trophäe nur zu gerne holen.