Fußball Bezirksliga: Geduldsspiel wird belohnt

Torjäger im Duell – Justin Profft (rechts) von der SG Schramberg/Sulgen traf zweimal, Niklas Sohmer vom SV Winzeln war nur einmal erfolgreich.
Fritz RudolfDie Aufgabe wurde auch deshalb erschwert, da Schaplewski selbst seit Wochen von einer Bänderverletzung geplagt wird, nicht spielen konnte, zudem auch Daniel Matt ausfiel, der sich beim 2:2 gegen den FC Hechingen verletzte.
Seit Wochen muss der Spielertrainer immer wieder seine Startelf umbauen, was es auch erschwere, bis sich ein Gefüge einspiele. Da passte es ins Bild, dass man in Beffendorf nicht nur schwer in die Partie fand, sondern auch noch in Rückstand geriet.
Besonders ärgerlich für die Gast-SG, da der Treffer von Simon Jauch aus einer Abseitsposition entstand. Spielerische Lösungen wurden gegen die defensiv gut agierenden Gastgeber schwer, trotz mehr Ballbesitz und einer optischen Überlegenheit der Gäste. Erst durch eine feine Einzelaktion von Florian Ehnis wurde der Bann gebrochen, der Patrick Knöpfle, Torhüter der Gastgeber, per Heber zum 1:1 überwinden konnte.
Ansprüche deutlich gemacht
Nach dem Seitenwechsel machte die SG Deißlingen/Lauffen ihre Ansprüche als Spitzenmannschaft mehr und mehr deutlich. Zur Überlegenheit kam nun auch mehr Zug auf das gegnerische Tor und ergaben sich Tormöglichkeiten. Permanent am am verteidigen, ohne für richtige Entlastung sorgen zu können, war absehbar, dass konnte für die SG Bösingen/Beffendorf nicht gut enden, was dann auch so kam. Per Foulelfmeter zum 2:1 der Gast-SG durch Robin Schumpp wurde praktisch der letzte Widerstand der Gastgeber gebrochen. Die sich dann auch noch das 1:3 in der Nachspielzeit durch Robin Lambrecht einfingen.
Nach dem 5:3-Sieg zuvor beim FV Ebingen hatte sich Manuel Bantle, Trainer der SG Bösingen/Beffendorf, insgeheim schon einen Teilerfolg ausgerechnet, an dem man auch lange schnupperte. „Doch es war wie ein Spiegelbild beim 1:3 gegen die SpVgg Trossingen. „Da haben wir auch spät das 1:2 bekommen und dann noch verloren. Es langt halt noch nicht“, sieht er seinen engen Kader an der Belastungsgrenze. „Letztendlich konnten wir in der zweiten Halbzeit keine Nadelstiche setzen, obwohl die Räume dafür da waren, weil uns dann die Luft ausgegangen ist. Bei uns reicht es noch nicht, dass wir gegen die guten Mannschaften mithalten können“, fügt Bantle an.
Ordentlich gespielt
„Wir müssen schauen, dass wir nächste Woche wieder was holen, allerdings ist unser Problem, wir passen uns jedem Gegner so ein bisschen an. Die Spiele gegen Trossingen und Deißlingen waren ordentlich, aber für die Moral ist es nicht gut, dann zu verlieren“, gelte es, seine Mannschaft bis zum Sonntag wieder aufzubauen, wenn es dann in Bösingen gegen die SG Gruol/Erlaheim geht.
Für die SG Deißlingen/Lauffen kommt es am Sonntag, 21. September, zum Top-Spiel gegen die SpVgg Trossingen, wenn der ungeschlagene Tabellenführer zum Derby erwartet wird. Daher waren für Felix Schaplewski die drei Punkte in Beffendorf enorm wichtig. „Jetzt können wir auf Trossingen blicken. Bis dahin schauen wir, dass alle wieder auf dem Damm sind.
Coup der SG Schramberg/Sulgen
„Für die Überraschung des 6. Spieltages sorgte die SG Schramberg/Sulgen. Bislang ohne Punkte und die anfälligste Defensive, kam gegen den klar favorisierten SV Winzeln zu einem 2:1-Erfolg. „Wir konnten endlich in der Defensive überzeugen“, sahen die Trainer Kajetan Kohlmann und Albijan Spahija darin den Schlüssel zum Erfolg. Selbst das Top-Torjägerduo des SV Winzeln, Niklas Sohmer und Simon Gaus, wurde nahezu neutralisiert.
Heiße Schlussphase
Justin Profft ebnete mit seinen beiden Toren zur 2:0-Führung (35. / 55.) den Weg. Nachdem Niklas Sohmer in der 70. Minute der 2:1-Anschluss gelang, war dies der Auftakt für eine heiße und intensive Schlussphase. Schiedsrichter Hans-Peter Imhof musste zehn Gelbe Karten (6/4) zücken, plus einer Gelb-Roten gegen Jason Sisic von den Gastgebern, der nach seiner Auswechslung (90.+5) immer noch zu impulsiv war. Die zweite Rote Karte innerhalb von neun Tagen, könnte dies wieder für personelle Probleme sorgen.
Keineswegs habe der SV Winzeln seinen Gastgeber unterschätzt, betont Tobias Heizmann, Spielertrainer des SVW. „Wir wussten, dass ein ekliges Spiel auf uns zukommen könnte. In der ersten Halbzeit war es ein kollektives Versagen, der Gegner hätte höher führen können und müssen“, beschreibt Heizmann die Ursachen. Wie es im Fußball nicht selten vorkommt, dass man bei solch einer Ausgangslage im Unterbewusstsein „schon gewonnen“ hat und einige Prozent fehlen.
Auch Elfmeter verschossen
„In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, den Bock umzustoßen, einige Chancen liegen lassen. Unter anderem einen Elfmeter verschossen“, verdeutlicht der SVW-Spielertrainer, dass die Niederlage abwendbar war. „Am Ende hat man es aber auch nicht verdient gehabt“, so Heizmann. Der hatte noch ein Lob für Schiedsrichter Hans-Peter Imhof übrig hat: „Der Schiri hat einen sehr guten Job gemacht.“