Fußball Bezirksliga: Derby der Punktlosen in Schramberg

Albijan Spahija (rechts) und die SG Schramberg/Sulgen haben das brisante Derby gegen die SG Hardt/Lauterbach vor der Brust. Im Kellerduell hilft beiden Teams nur ein Sieg
Bernd MüllerSG Schramberg/Sulgen – SG Hardt/Lauterbach (Samstag, 17.15 Uhr). Somit kommt dem Aufeinandertreffen eine enorme Bedeutung zu, steckt viel Brisanz im Kellerduell. Nur der Sieger kann den Anschluss ans untere Mittelfeld herstellen. Besonders düster sieht die Lage der Gastgeber aus. Drei deftige Niederlagen und schon 20 Gegentore machen deutlich, die Abwehr ist aktuell der Schwachpunkt bei der SG Schramberg/Sulgen.
Gast-SG wirkt gefestigter
Zumindest in diesem Mannschaftsteil wirkt die SG Hardt/Lauterbach gefestigter, musste nur sieben Treffer in den bisher drei Spielen hinnehmen. Auch was die Leistung insgesamt betrifft, bietet die Gast-SG mehr Niveau. Pech hatte die Mannschaft des Trainergespanns Marco Lenz und Yannick Broghammer, dass man bei den zwei knappen Heimniederlagen gegen den TSV Straßberg und FC Hechingen den entscheidenden Treffer, der die 0:1-Niederlagen besiegelte, jeweils in der Nachspielzeit hinnehmen musste. Und das, obwohl man selbst etliche Hochkaräter hatte.
Beide wollen Zählbares
„Unser Ziel ist es, aus dem Derby etwas Zählbares mitzunehmen. Auch wenn beide Teams derzeit eine ähnliche Ausgangssituation haben, unterschätzen wir Hardt/Lauterbach keinesfalls. Wir hoffen auf ein gutes und vor allem für die Zuschauer unterhaltsames Spiel“ sagt Kajetan Kohlmann, Trainer der SG Schramberg/Sulgen, zu den Erwartungen, mit denen man in das Derby gehe. Zur personellen Situation der Gastgeber meint Kohlmann: „Einige wichtige Spieler fehlen uns noch und manche sind noch nicht wieder bei 100 Prozent. Trotzdem fühlen wir uns für das Wochenende gut aufgestellt und gehen hochmotiviert in die Partie.“
Im Derby ist Wille entscheidend
Marco Lenz, Spielertrainer der SG Hardt/Lauterbach, der zuletzt verletzt zum Zuschauen verurteilt war, betont: „Bei einem Derby zählt nicht die Tabelle, sondern der Wille, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Und wir wollen gewinnen!“. Weiter fügt Lenz an: „Wir gehen mit einer gesunden Mischung aus Respekt und Entschlossenheit in das Derby. Wir wissen natürlich, dass beide nicht optimal gestartet sind.“ Auch bei den Gästen ist die personelle Lage nicht ideal. „Dennoch ist das kein Grund zur Ausrede“, stellt Lenz klar. „Wir haben ein paar Spieler, die urlaubsbedingt fehlen, ein paar verletzte Spieler und zwei bis drei angeschlagene, deren Einsatz noch fraglich ist. Unser Kader ist aber breit genug, um das aufzufangen.“
Ausgangslage schwierig
Somit ist die Ausgangslage für beide Mannschaften gleichermaßen schwierig, ebenso die Frage nach dem Sieger. Für Kajetan Kohlmann „wird die Tagesform entscheiden sein. Wer seine Qualitäten auf den Platz bringt, hat die besseren Chancen. Auch der Wille wird in diesem Derby eine große Rolle spielen. Insgesamt erwarten wir ein Duell auf Augenhöhe und freuen uns sehr darauf“, so der Coach der Gastgeber.
Von der Einstellung sieht es Marco Lenz ähnlich. „Es kommt bei einem Derby immer auf den unbedingten Willen an, um das Spiel zu gewinnen“, so der Gäste-Coach und fügt an: „Natürlich brauchen wir auch im letzten Drittel mehr Konsequenz. Wir haben unter der Woche aber gut gearbeitet und sind überzeugt, dass wir am Samstag die nötige Durchschlagskraft zeigen werden.“ Die sicherlich zahlreichen Zuschauer dürfen sich auf eine packende Partie freuen.