FC 08 Villingen – Türkischer SV Singen
: Dramatik pur unter Flutlicht – Rekordpokalsieger jubelt nach Elfmeterschießen

Was für ein Pokalfight: Der südbadische Rekordpokalsieger aus Villingen egalisiert im Zweitrundenduell drei TSV-Führungen. Im Elfmeterschießen verwandelt Enrico Krieger den entscheidenden Strafstoß. Damit steht der FC 08 im Achtelfinale.
Von
Gunter Wiedemann
VS-Villingen
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Dominik Emminger bejubelt den 1:1-Ausgleich des FC 08.

Dominik Emminger bejubelt den 1:1-Ausgleich des FC 08.

Marc Eich
  • FC 08 Villingen erreicht nach Elfmeterschießen das Achtelfinale im südbadischen Pokal.
  • Singen führte dreimal, doch Villingen glich aus – zuletzt traf Babic zum 3:3 in der 115.
  • In der regulären Spielzeit netzten Koyuncuoglu und Emminger, in der Verlängerung De Lillo, Emminger und Bakayoko.
  • Im Shootout parierte Hoxha zwei Elfer, Krieger verwandelte den entscheidenden Strafstoß.
  • 631 Zuschauer sahen ein faires Derby mit Chancen auf beiden Seiten und einem 0:0 zur Pause.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Singen hatte im Friedengrund auf die verletzten Ex-Nullachter Daniel Niedermann und Samet Yilmaz verzichten müssen. Bei den Villingern fielen im Pokal-Derby weiterhin Jonas Busam, Kapitän Nico Tadic und Gabriel Cristilli aus.

Im Vergleich zum 5:0-Kantersieg in der Oberliga in Gmünd gab es in der 08-Startelf eine Veränderung. Für Noah Haller verteidigte Enrico Krieger von Beginn an. TSV-Neuzugang Namory Bakayoko saß zunächst auf der Bank.

Die erste Halbzeit

Beide Teams setzten in der Anfangsphase auf „kontrollierte Offensive“. Über sichere Ballstaffetten wurden Lücken in der gegnerischen Defensive gesucht. Der Premierenabschuss gehörte Singens Ege Öztürk (7.), dessen Schuss von der Villinger Verteidigung geblockt wurde. Nach zehn Minuten hatte auf der anderen Seite Louis Leberer die erste Halbchance des FC 08, dann traf Enrico Krieger das Leder nach der zweiten Ecke nicht richtig mit dem Kopf (14.). Besser waren in einem zunächst ausgeglichenen Spiel aber die Möglichkeiten von Öztürk (16., Singen) und Kevin Müller (20., Villingen).

Der Nullachter Gian-Luca Feißt (links) lässt hier Singens Dominik Almeida stehen.

Der Nullachter Gian-Luca Feißt (links) lässt hier Singens Dominik Almeida stehen.

Marc Eich

Der Kopfball von Gian-Luca Feißt (29.) war kein Problem für TSV-Goalie Dominik Hozlinger. Fast hätte Singens Atakan Koyuncuoglu 08-Keeper Andrea Hoxha (38.) mit einem Heber überlistet. Nach 45 Minuten – zuvor hatten noch die Nullachter Gian-Luca Feißt und Kapitän Angelo Rinaldi Abschlüsse – hieß es in einem fairen Derby 0:0.

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Die zweite Halbzeit

Mit einer Glanzparade von Hoxha nach einem schönen Schlenzer von Koyuncuoglu (50.) begann die zweite Hälfte. Auch die nächste Chance in Hälfte zwei gehörte mit Dido Ndombe (54.) den Gästen. Schnelle Ballverluste, keine klaren Abläufe in der Offensive: Villingen hat sich in dieser Phase schwer.

Nach 61 Minuten bestrafte Koyuncuoglu aus kurzer Distanz die einfach zu passiven Villinger. Singen führte nicht unverdient mit 1:0. 08-Coach Matthias Uhing reagierte, brachte Noah Haller und Sturm-Neuzugang Jan Babic.

Die Nullachter verlagerten das Spiel in die Endzone der Hegauer, doch der letzte Pass kam weiter zu selten an. Dazu wurde ein Treffer von Fabio Liserra (Abseits, 77.) aberkannt.

Dann aber drückte Dominik Emminger nach der siebten Ecke den Ball zum verdienten 1:1 über die Linie. Torwart Hozlinger sah dabei nicht gut aus. Fast hätten die Nullachter durch Liserra (88.) noch vor der Verlängerung nachgelegt.

Die Verlängerung

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst hämmerte der eingewechselte De Lillo einen (abgefälschten) Freistoß in die Villinger Maschen, dann schlug Emminger keine 60 Sekunden später zum 2:2 zu. Der eingewechselte Blitztransfer Namory Junior Bakayoko (107.) brachte Singen erneut in Front. Doch auch auf die dritte Führung der Gäste hatte der FC 08 durch Jan Babic (115.) eine Antwort parat.

Das Elfmeterschießen

Die Entscheidung fiel vom Punkt aus. 08-Torwart Hoxha vergab einen Elfer, hielt aber zwei Strafstöße. Enrico Krieger verwandelte den entscheidenden Penalty. Villingen stand nach einem harten Kampf und dank einer großartigen Moral um 21.44 Uhr im Achtelfinale.

Die Statistik

FC 08 Villingen: Hoxha –  Pintidis, Liserra, Rinaldi (82. Seemann) – Krieger, Müller (46. Y. Spät), Leberer (111. Busam), Glück, Albrecht (65. Babic) – Feißt (65. Haller), Emminger.
Türk. SV Singen: Hozlinger – Compagnucci (96. Serifoski, 117. Knapper), Serpa, A. Yilmaz, Öztürk (72. ), Hamdushi, Zedia, Koyuncuoglu (82. De Lillo), Yao, Ndombe, Török.

Tore: 0:1 Koyuncuoglu (61.), 1:1 Emminger (82.), 1:2 De Lillo (103.), 2:2 Emminger (104.), 2:3 Bakayoko (107.), 3:3 Babic (115),  Krieger verwandelt entscheidend im Elfmeterschießen; Villingen gewinnt mit 8:7 nach Elfmeterschießen.

Schiedsrichter: Mathias Heilig (Erzingen).

Zuschauer: 631.