Faustball Bundesliga
: Dem TSV Dennach droht das Saisonaus

Die Faustballfrauen des TSV Dennach müssen einen schweren Umweg gehen, um ihre Chancen auf die deutsche Meisterschaft in Dresden aufrecht zu erhalten
Von
Sven Heuer
Oberndorf
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Wollen, wie im Vorjahr in Stuttgart, wieder zur Meisterschaftsendrunde: Ann-Kathrin Motteler (links) und Maya Mehle vom TSV Dennach, im Hintergrund Sonja Pfrommer.

Uwe Spille

Das diesjährige außergewöhnliche Meisterschaftsformat, im Rahmen der medial bedeutenden Finals in Dresden, macht’s möglich: Erstmals finden die Viertelfinalspiele um den Einzug in die Top-4 Deutschlands nicht am eigentlichen Endspielort an der Elbe statt.

Während der TSV Calw (Süd) und TV Jahn Schneverdingen (Nord) als Staffel-Erste der regulären Feldrunde bereits fürs Final Four am 30./31. Juli in Elbflorenz qualifiziert sind, entscheidet sich am Samstag in Karben-Rendel, nördlich von Frankfurt, ob auch der TSV Dennach zur DM-Endrunde fährt.

Nur auf Platz drei

Die Pink Ladies, herausragend besetzt mit Nationalspielerinnen und vielfachen Weltmeisterinnen, fanden sich nach je zwei Niederlagen gegen Calw und den TV Segnitz diesmal nur auf Platz 3 im Süden wieder.

Der Nord-Zweite wartet

Nun müssen sie gegen den Nord-Zweiten zum Duell antreten und das ist kein geringerer als der Ahlhorner SV. Die Niedersächsinnen krönten sich vergangenen Sonntag in der Schweiz zu Europas Faustballköniginnen, fertigten im Champions-Cup-Finale Schneverdingen mit 3:0 ab. Das Publikum am Faustballplatz des TV Rendel darf sich also auf einen echten Kracher freuen.

Anna-Lisa Aldinger, die mit zahlreichen Titeln dekorierte Dennacher Spielertrainerin, blickt auf eine durchwachsene Runde zurück. „In den Hinspielen gegen Calw und Segnitz hatten wir gesundheitliche Probleme, in der Rückrunde konnten wir unser Leistungsvermögen nicht abrufen.“

Das Saisonende droht

Nun also die Entscheidung gegen Ahlhorn, ob die Saison vorzeitig beendet wird oder das DM-Finale vor den Kameras der ARD erreicht wird. Aldinger: „Wer Meister werden will, muss jeden Gegner schlagen können. Wir wollen auf den Punkt da sein und mit einem Sieg nach Dresden. Der große Ahlhorner Erfolg heißt nicht unbedingt, dass sie den Schwung mitnehmen können. Jeder Triumph muss erst mal bestätigt werden, das haben wir selbst schon leidvoll zu spüren gekriegt.“

Tagesform entscheidet

Sarah Albrecht, Ahlhorns Führungsspielerin, weiß: „Die Chancen hängen für beide Teams von der Tagesform ab. Wir haben beim Champions Cup gezeigt, was wir können und stehen mit Dennach einem Team gegenüber, das wir gut kennen.“

Den ungewöhnlichen DM-Modus Final Four in Dresden und zuvor Viertelfinals in Hessen, können beide gut leben. Sarah Albrecht: „Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und der Termin kurz nach dem Champions-Cup-Turnier ist nicht optimal, aber der Gedanke dahinter mit einem Event daraus ist schon gut.“

Das sind die weiteren Viertelfinals

Anna-Lisa Aldinger: „Das Format verspricht Spannung und alle Mannschaften hatten genug Zeit, sich darauf einzustellen. Ich finde es gut.“

Weitere Viertelfinals in Karben-Rendel bestreiten der TV Segnitz und der Ohligser TV, sowie bei den Männern TV Vaihingen/Enz – Berliner TS und Leichlinger TV gegen TV SW-Oberndorf.

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