1. Faustball Bundesliga
: Deshalb fährt der TSV Calw nach Dresden

Die Faustballfrauen des TSV Calw verteidigen ihren Spitzenplatz in der 1. Bundesliga Süd. Der TSV Dennach muss einen unbequemen Umweg zum Meisterturnier bewältigen.
Von
Sven Heuer
Oberndorf
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Auf Wiedersehen in Vöcklabruck: Henriette Schell (Mitte, TSV Calw) wird in Österreich erneut Dennachs Anna-Lisa Aldinger (links) und Sonja Pfrommer gegenüberstehen.

Roland Wurster

Eine spannende reguläre Bundesliga-Feldrunde ist Geschichte. Am Sonntagnachmittag freuten sich die Löwinnen des TSV Calw über weitere sichere Siege und den inoffiziellen Südmeister-Titel.

Der ist gleichbedeutend mit der Direktqualifikation zu den Final Four in Dresden in drei Wochen.

Glückliche Samantha Lubik

TSV Calw – TSV Pfungstadt 3:1 (9:11, 11:6, 11:6, 11:9); TV SW-Oberndorf – Calw 0:3 (8:11, 7:11, 2:11). Eine glückliche Abwehrspielerin Samantha Lubik nach den Spielen: „Ziel erreicht! Mit Tabellenplatz 1 sparen wir uns das Viertelfinale und fahren gleich nach Dresden. Das war uns wichtig.“

Unbequeme Gastgeberinnen

Zunächst schaltete die Mannschaft um National-Schlagfrau Henriette Schell die unbequemen Gastgeberinnen aus Pfungstadt – nach Satzrückstand – sicher aus. Die Hessinnen gewannen ihrerseits 3:1 gegen TV SW-Oberndorf und beenden die Saison als Vierte.

Auch die Gäste aus dem Schweinfurter Stadtteil Oberndorf sahen kein Land gegen die einmal mehr bestens aufgelegten Calwer Löwinnen. Nur eine Niederlage gegen Segnitz musste der TSV Calw in dieser Runde hinnehmen.

Es wird rotiert

Die Sicherheit der vergangenen Wochen zeigte sich auch in Pfungstadt wieder. „Samy“ Lubik: „Wir konnten sogar ein paar Aufstellungen ausprobieren und noch mal ein bisschen rotieren.“

Das Ziel für Dresden ist klar: mal wieder eine Medaille auf Rasen zu ergattern. In der Halle gelang das durchweg bei den letzten sechs Turnieren.

Vorfreude riesig

„Zum ersten Mal wird die deutsche Meisterschaft im Rahmen der Finals und mit nur vier Mannschaften ausgetragen – das ist für uns alle neu. Wir sind gespannt, was uns erwartet und freuen uns riesig“, berichtet Samantha Lubik, die am Sonntag in beiden Begegnungen sicher in der Abwehr stand.

TSV Dennach souverän

Gegen Pfungstadt spielte sie zusammen mit Fenja Stallecker, Henriette Schell (Angriff), Leonie Pfrommer, Ida Hollmann (Abwehr) und Nadine Maisenbacher (Mitte). Gegen den TV SW-Oberndorf bekamen zudem Julia Maier und Laura Nonnenmann ihre Auftritte.

Der TSV Dennach gewann seine Heimspiele gegen TV 1880 Käfertal und TV Stammheim ebenfalls souverän, jeweils mit 3:0 Sätzen, und beendet die Runde als Dritter mit 24:8 Punkten hinter Calw (30:2) und dem TV Segnitz (28:4).

Die Pink Ladies müssen sich nun am Samstag über ein Play-off-Spiel fürs Final Four qualifizieren. Im hessischen Rendel kommt es dabei zu einem echten Kracher und Klassiker: Dennachs Gegner ist der Nord-Zweite Ahlhorner SV, der gerade in der Schweiz den EFA Champions Cup mit einem Finalsieg über Jahn Schneverdingen gewann. Die Mainfränkinnen aus Segnitz müssen sich mit dem Nord-Dritten Ohligser TV aus Solingen auseinandersetzen.

World Tour Finals im Plan

Doch bevor in Dresden am 30./31. Juli der Meistertitel ausgespielt wird, erwartet die Teams aus Dennach und Calw ein weiteres Highlight, wenn auch zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt: die World Tour Finals der weltbesten Vereinsmannschaften in Vöcklabruck/Österreich (24.-27. Juli). Hier treffen beide gleich mal in den Gruppenspielen aufeinander.

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