Erstes Derby am 8. Spieltag
: Wie die SG Böhringen/Dietingen den Spielplan für sich nutzen will

In der Kreisliga A2 hat die SG Böhringen/Dietingen einen Traumstart hingelegt. Den kuriosen Spielplan will man dabei für sich nutzen.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Heiß umkämpfte Derbys wie in Mariazell (rechts 1:0-Torschütze Luis Flaig) gegen Aichhalden-Rötenberg gehören für Zuschauer und Spieler zu den Highlights.

Holger Rohde

Denn in den ersten sieben Begegnungen geht es für die SG Böhringen/Dietingen nur gegen Clubs aus dem Zollern-Alb-Kreis geht. „Ja, da haben wir uns auch etwas gewundert, dass wir erst ab dem 8. Spieltag gegen bekannte Teams aus dem Kreis Rottweil spielen“, so der neue Spielertrainer Tobias Kohl.

Der frühere Torhüter des SV Seedorf und FV 08 Rottweil führt das Team jetzt zusammen mit Marcel Sieber. Der Torjäger war schon letzte Runde an Bord. Kohl wollte ursprünglich etwas Abstand vom Fußball bekommen, „doch ich wohne in Dietingen, mein Schwiegervater Peter Leopold trainiert Bösingen und meine Frau ist ja ebenfalls im Fußball dabei (Anm. d. Red.: Spielertrainerin der SG Bergfelden/Vöhringen). Da der Weg zu den beiden Sportplätzen nicht weit entfernt ist, lag es letztlich auch nahe.“

Die ersten beiden Partien gewann das die SG mit 2:1 und 4:1. „Der 1. FC Burladingen war ein schwerer Gegner. Die werden für mich am Ende unter den Top fünf mitmischen. Gegen Sickingen beim 4:1 wussten wir, was auf uns zukommt und der Gegner defensiv steht. Am Anfang war es noch zu hektisch, der Elfmeter zum 1:0 war wie ein Knotenlöser“, so Kohl.

Und was ist in den kommenden Spielen drin? „Da wir die neuen Gegner nicht kennen, konzentrieren wir uns auf unsere Stärken. Ich sehe es sogar als Vorteil vor den vielen Derbys. Mit dem Start sind wir natürlich zufrieden. Vier Punkte waren das Ziel, nach den sechs Zählern wollen wir jetzt von Spiel zu Spiel weitere Punkte sammeln“, geht es nun gegen Stein und Steinhofen.

200 Zuschauer in Eschbronn sehen rassiges Derby

Was hart dabei umkämpfte Kreis-Lokalkämpfe bedeuten, sah man am Sonntag in Mariazell. Die SG Mariazell/Locherhof/Stetten-Lackendorf und die SG Aichhalden-Rötenberg trennten sich 1:1 und lieferten sich viele Zweikämpfe. 200 Fans säumten den Waldsportplatz in Eschbronn, wo die Besucher direkt am Rand stehen.

Darunter war auch Bezirksspielleiter Markus Aberle. Der Aichhaldener war in diesem Fall – nachvollziehbarer Weise – ausnahmsweise nicht neutral, sondern drückte seinem Heimatverein die Daumen. Aberle hatte allerdings eine Vorahnung, dass es nicht so leicht werden würde wie in der Vorsaison (8:0/5:1). „Auf dem kleineren Rasenplatz in Locherhof spielt es sich anders als hier in Mariazell.“

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