Eishockey DEL2
: Freiburger drehen 0:3 in einen 5:4-Sieg

Der EHC Freiburg hat in der Playdowns-Serie der DEL 2 das zweite Match in Kaufbeuren am Sonntag auf dramatische Art mit 5:4 in der Overtime gewonnen und führt nun mit 3:0-Siegen.
Von
ov/red
Oberndorf
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Lukas Mühlbauer und der EHC Freiburg sind in der Playdowns-Serie auf einem guten Weg.

TH Fotografie/Thomas Hess

Dabei drehten die Wölfe einen 0:3-Rückstand, mussten zwischenzeitlich den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen und setzten sich schließlich durch.

„Die ersten zehn Minuten können wir total vergessen“, so äußerte sich Lukas Mühlbauer im Drittelpauseninterview treffend.

Aus einem aus EHC-Sicht sehr fragwürdigen Icing entstand das 1:0. Das gewonnene Bully – ansonsten dominierten die Wölfe die Mehrzahl der Anspiele im ersten Abschnitt – nutzte Kaufbeuren für einen Distanzschuss, der am Tor vorbei abgefälscht wurde, jedoch von der Bande zurückkam. Jere Laaksonen staubte ab.

Dominanter EHCF im Mitteldrittel

Was zunächst nach einem äußerst unglücklich verlaufenden Mittelabschnitt aussah – auch weil Chris Billich nicht mehr weitermachen konnte –, sollte sich im Verlauf zu einer dominanten Vorstellung des EHC entwickeln. Die ersten beiden Spielminuten des zweiten Drittels agierten die Wölfe in Überzahl, kamen aber zu keinen vielversprechenden Abschlüssen. Mehr noch: 53 Sekunden nach Ende des Powerplays gelang Kaufbeuren gar das 3:0 auf glückliche Art und Weise (23.). Unmittelbar danach nahm Headcoach Juraj Faith einen Torhüterwechsel vor. Patrik Cerveny übernahm für Fabian Hegmann und setzte damit ein Zeichen an seine Mannschaft.

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Das 3:0 sollte die einzige Torchance der Hausherren im Mittelabschnitt bleiben. Denn nachdem der EHC einige Minuten brauchte, um sich von dem Nackenschlag zu erholen, legte Blau-Weiß-Rot den Vorwärtsgang wieder ein, dominierte fortan das Geschehen und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Zwei nutzten sie schließlich: Zunächst traf Niko Linsenmaier im Powerplay (32.) – Joly saß für vier Minuten wegen hohen Stocks an Lynden McCallum in der Kühlbox –, sechs Minuten später legte eben jener McCallum den zweiten Treffer nach.

Weyrauch sorgt für die Entscheidung

Mit viel Durchsetzungskraft beförderte er die Scheibe mit dem zweiten oder dritten Nachschuss in die Maschen.

Apropos Durchsetzungsvermögen: Nach 1:08 Minuten im letzten Drittel gelang Shawn O’Donnell vor der Freiburger Gästekurve der viel umjubelte Ausgleich, als er sich seines Gegenspielers entledigte und im Fallen Fießinger bezwang. Und es kam wenige Minuten später noch besser: Nach einem schnellen Angriff aus der eigenen Zone und einem punktgenauen Querpass von Alex de Los Rios traf Tomas Schwamberger – ab dem zweiten Drittel an der Seite von Lynden McCallum und Fabian Ilestedt stürmend – per Direktabnahme zur erstmaligen Führung.

Allerdings hielt die Führung nur wenige Sekunden. Thore Weyrauch, der später noch seinen großen Auftritt haben sollte, checkte seinen Gegenspieler regelwidrig in die Bande. Tyson McLellan nutzte die sich bietende Gelegenheit im darauffolgenden Powerplay zum Ausgleich.

Bringt drittes Match bereits die Entscheidung?

Nach 60 Minuten stand es 4:4, ehe Thore Weyrauch keinen besseren Zeitpunkt für seinen ersten Treffer im EHC-Trikot hätte wählen können. In der 64. Spielminute fälschte er einen Fernschuss von Lynden McCallum unhaltbar für Fießinger zum Siegtreffer und zur 3:0-Serienführung ab. Der Treffer hielt einer minutenlangen Überprüfung der Schiedsrichter stand.

Die nächste Partie am Dienstag, 17. März, 19.30 Uhr in Freiburg könnte bereits die Entscheidung in dieser Playdown-Serie zu Gunsten der Wölfe bringen.

Tore: 1:0 3.) Joly (Burghart), 2:0 (5.) Laaksonen (Appendino), 3:0 (23.) Joly, 3:1 (32.) Linsenmaier (Ventelä, Ilestedt) – PP1, 3:2 (38.) McCallum (Ilestedt), 3:3 (42.) O’Donnell (Mühlberger), 3:4 (46.) Schwamberger (De Los Rios, Ilestedt), 4:4 (47.) McLellan (Turnbull) – PP1, 4:5 (64.) Weyrauch (Schwamberger, McCallum). Strafminuten: Strafminuten: Kaufbeuren 10, Freiburg 6.