Ehrung für Klaus Faißt
: Er hat Manuel Faißt und Nathalie Armbruster groß gemacht

Im Rahmen der Ehrung zum Trainerpreis des Jahres hat Klaus Faißt aus Baiersbronn einen Sonderpreis für sein langjähriges Engagement erhalten.
Von
Lena Straub
Oberndorf
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Klaus Faißt bei der Preisverleihung im Porsche Museum in Stuttgart.

LSVBW/Fabian Schumacher

Was für eine tolle Ehre für Klaus Faißt. Der Stützpunkttrainer des Schwäbischen Skiverbands hat für seine Leistungen einen Sonderpreis der Barmer erhalten. Den Verantwortlichen des Landessportverbands hat er einen ausführlichen Einblick in seine Tätigkeit gewehrt.

Seit 33 Jahren kümmert sich Klaus Faißt um den Nachwuchs in der Nordischen Kombination und hat bereits so manches Talent in die richtige Richtung geleitet. „1993 wurde mein Sohn Manuel geboren und wir sind aus Furtwangen nach Baiersbronn gezogen“, blickt Klaus Faißt auf die Anfänge seiner Trainertätigkeit zurück. „Angeboten war dort eine Trainerstelle von 30 Prozent – 70 Prozent waren Tourismus. Ich habe Veranstaltungen für Familien und Kinder organisiert und mich auch hier für Bewegung eingesetzt. Wir haben eine tolle Infrastruktur fürs Wandern und Mountainbiking. Das hat mir ähnlich Spaß gemacht wie der Trainerberuf.“

Die Trainerstelle übte er aber zum großen Teil nebenher im Ehrenamt aus. „Eine hauptamtliche Trainerstelle war nicht finanzierbar, aber diese Konstellation war möglich. Die 30 Prozent für den Sport hatte ich schon nach dem Wochenende ausgeschöpft“, erzählt der 69-Jährige. „Man ist verantwortlich dafür, was aus den Kindern wird. Ich investiere so viel, dass sie die Möglichkeit haben, irgendwann international vorne mit dabei zu sein – wenn sie es wollen.“

Bekannte Namen

Das hat er bei einigen geschafft, nicht nur bei Sohn Manuel, der am Wochenende an seiner Rückkehr beim Continentalcup in Schonach nach seinem Achillessehnenriss arbeitet, sondern auch bei anderen bekannten Namen. Neben Svenja Würth hat er auch Weltcup-Gesamtsiegerin Nathalie Armbruster betreut und war auch Internatstrainer des ehemaligen Skispringers Sven Hannawald.

Faißt weiß, dass er als Trainer hart ist und seinen Schützlingen einiges abverlangt. Gleichzeitig haben in den mehr als 30 Jahren die Teilnehmer seiner Lehrgänge stets davon erzählt, wie sehr sie das geprägt hat. „Das Wichtigste ist heute noch mehr als früher, dass sich Kinder bewegen. Ausnahmslos alle, die bei uns bis zum Alter von 16, 17 Jahren im Verein die Wettkämpfe und das Training mitgemacht haben, sind im Beruf ihren Weg gegangenen. Mit ihnen kann man später etwas anfangen, denn sie haben gelernt zu kämpfen“, sagt Faißt, der die Entwicklung seiner Athletinnen und Athleten mit Freude beobachtet.

Nachfolgeregelung offen

Weiterhin denkt der 69-Jährige daran, kürzer zu treten. Doch nach wie vor ist die Frage nach einem Nachfolger offen. Immer noch bietet er mehrfach in der Woche Training für die verschiedenen Altersgruppen an, hinzu kommen noch Wettkämpfe und Trainingslager. Mittlerweile unterstützen ihn dabei auch einige weitere Trainer im Ehrenamt. Einfach aufhören kann Faißt noch nicht: „Wenn Kinder das Talent haben, ganz oben anzukommen, dann lasse ich sie doch nicht hängen. Daher versuche ich das aufrechtzuerhalten, solange es eben geht. Auch wenn es schwerer fällt.“

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