Black Forest Panthers
: Werden die jungen Löwen zum Stolperstein?

Nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Reutlingen nehmen es die Panthers diese Woche mit der Karlsruher Reserve auf.
Von
Lorenzo Ligresti
Oberndorf
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Chris Okolie war mit 19 Punkten und zehn Rebounds einer der Matchwinner beim knappen 78:76-Erfolg gegen die Reutlingen Ravens.

Roger Müller

Die Welle der Euphorie war in der Deutenberghalle deutlich zu spüren. Nachdem die Schlusssirene besiegelt hatte, dass die Black Forest Panthers im Spitzenspiel gegen Reutlingen ihren 18. Saisonsieg im 20. Spiel einfahren konnten, brachen bei Spielern, Funktionären und Fans alle Dämme. Es war ein weiteres Ausrufezeichen im Meisterschaftsrennen, ein weiterer Schritt in Richtung ProB-Aufstieg. Doch der kollektive Fokus richtete sich schon wenig später wieder auf die nächste Aufgabe – wie das dieser Tage in Schwenningen nun mal gang und gäbe ist.

ProA-Reserve

Am kommenden Samstag (18 Uhr) sind die Panthers zu Gast in Karlsruhe – wie schon Mitte Januar, diesmal allerdings nicht zum Gipfeltreffen bei den College Wizards, sondern zum Duell mit den PS Karlsruhe Lions II. Die Reserve des Zweitligisten ist in den Augen des Schwenninger Cheftrainers Pascal Heinrichs ein schwierig einzuschätzender Kontrahent. Auch von dem deutlichen 95:76-Heimsieg im Hinspiel dürfe sich seine Mannschaft nicht blenden lassen: „Da waren sie nicht einmal annähernd komplett. An diesem Wochenende spielt die ProA-Mannschaft zwar am Freitag und Sonntag, aber jeweils zuhause. Es kann gut sein, dass da am Samstag einige Spieler dabei sind“, so der Panthers-Headcoach.

Klassisches „Farmteam“

Die Lions seien ein typisches „Farmteam“, so Heinrichs. Also die zweite Mannschaft eines höherklassigen Vereins: „Sie sind eine sehr junge, athletische Mannschaft, die aber trotzdem viel Erfahrung mitbringt. Sie sind nicht ohne Grund aus der zweiten Regionalliga aufgestiegen. Als junges Team ist das nicht selbstverständlich.“ Gerade mit Blick auf die Athletik des Gegners, sei es für die Gäste besonders wichtig, „auf den Ball aufzupassen. Wir müssen klare Situationen schaffen und uns in der Offense nicht verrückt machen lassen.“

Augenmerk auf die Defense

Auf der anderen Seite des Parketts wird es ebenfalls auf schnelle Köpfe und Beine ankommen. „Sowohl in der Transition-Defense als auch im Eins-gegen-Eins müssen wir voll da sein und gut kommunizieren“, so Heinrichs. Mit Spielern wie Pavle Pisic (18,4 Punkte pro Partie), David Scheu (12,9) und Linus Ihle (12,1) haben die jungen Löwen gleich mehrere explosive Scorer in ihren Reihen. Im Hinspiel in der Deutenberghalle war noch Emanuel Francisco mit 16 Zählern der Top-Scorer der Partie.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Der Einsatz von Schwenningens bestem Punktesammler, Nkosi Kedar, ist wiederum fraglich. Den 31-Jährigen plagen noch immer Leistenprobleme. Sollte der Kanadier ausfallen, wird die Scoring-Last wohl einmal mehr auf mehrere Schultern verteilt werden – so wie im Hinspiel, als gleich sieben Akteure im zweistelligen Bereich punkteten.

Gute Stimmung

Die Stimmung im Lager der Panthers ist nach dem Triumph über die Ravens folgerichtig exzellent. „Wir haben zwar kein besonders gutes Spiel gemacht, aber mal wieder eine starke Mentalität bewiesen. Natürlich war der Sieg extrem wichtig – gerade gegen so ein Top-Team. Wir dürfen uns das jetzt aber nicht durch einen Ausrutscher kaputt machen“, hebt Pascal Heinrichs mahnend den metaphorischen Zeigefinger. Auf dem Papier sind die Panthers gegen den Tabellenzwölften (sechs Siege aus 20 Spielen) natürlich klar favorisiert. Doch die jungen Löwen aus Karlsruhe haben erst kürzlich mit einem 82:71-Erfolg im Stadtderby gegen die College Wizards unter Beweis gestellt, dass sie den besten Mannschaften der Regionalliga jederzeit ein Bein stellen können.