„Black Forest Lumberjacks“: Das Freiburger Flag-Football-Team träumt von der 2. Bundesliga

„Wir können ein Touchdownfeuerwerk zünden“: Die Offensive ist das Prunkstück der Freiburger Flag Footballer.
Julia Gauweiler- Freiburger „Black Forest Lumberjacks“ sind Regionalligameister und peilen die 2. Liga an.
- Ursprung im Hochschulsport der Uni Freiburg, später Vereinsgründung mit festem Kader von rund 25.
- Relegation in Kassel Ende September: Acht Meister spielen, vier steigen in die DFFL2 auf.
- Offense gilt als Stärke – acht Receiver fingen jeweils über zehn Touchdowns in der Saison.
- Trainer und Vorsitzender erwarten harte Spiele, sehen aber gute Aufstiegschancen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Angefangen hat alles vor rund einem Jahrzehnt beim Hochschulsport der Universität Freiburg. Jona Winkel, der mittlerweile Head Coach der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und DOSB-Cheftrainer im Flag Football ist, rief damals die Mannschaft ins Leben.
Fortan spielten Studenten in ihrer Freizeit die kontaktarme Variante des American Footballs, die bei den Spielen 2028 in Los Angeles erstmals ins olympische Programm aufgenommen wurde.
Einigen Studenten waren regelmäßiges Training und die Teilnahme an Hochschulmeisterschaften jedoch nicht genug. In den Jahren 2023 und 2024 kristallisierte sich ein Kern an Spielern heraus, die mehr wollten und im Ligabetrieb an den Start gehen wollten. Im vergangenen Jahr war es dann so weit: Der Verein „Black Forest Lumberjacks“ wurde offiziell gegründet – inklusive bürokratischem Aufwand, den eine solche Gründung mit sich bringt.
Mittlerweile haben die „Lumberjacks“, was übersetzt so viel wie „Holzfäller“ bedeutet, einen festen Spielerpool aus knapp 30 Aktiven – 2026 war ihre erste vollständige Saison. Und was für eine. In der Regionalliga Südwest mit insgesamt 23 Teams wurden die „Lumberjacks“ Meister. Ende September wollen sie nun in Kassel den Aufstieg in die 2. Bundesliga klarmachen.
Flag Football entwickelt sich in Deutschland weiter
Dass es in Deutschland mittlerweile ein echtes Ligensystem im Flag Football gibt, spricht für die Entwicklung der Sportart. Anders als beim American Football werden Angriffe hier nicht unterbunden, indem der Ballführer zu Boden gebracht wird. Stattdessen muss die Flag, also die Flagge, aus dem Gürtel des Angreifers gezogen werden.
Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 300 Erwachsenenteams. Die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft wurden im Rahmen der „Finals“ live im Fernsehen übertragen. Auch Tom Brady, siebenfacher Super-Bowl-Sieger in der NFL, probierte sich schon an der kontaktarmen Football-Variante.

Beim Flag Football wird der Angriff beendet, indem die Flagge aus dem Gürtel des Ballführers gezogen wird.
Julia Gauweiler„Lumberjacks“-Quarterback Christoph Wöhrn ist damit sozusagen Bradys Freiburger Pendant. „Die große Stärke unserer Offense ist die Qualität in der Breite. So haben acht unserer Receiver über zehn Touchdowns während der Saison gefangen. In der Relegation warten nun noch einmal stärkere Defenses mit athletischeren Verteidigern. Doch wir sind überzeugt, dass wir gegen jede Defense, auf die wir treffen sollten, ein Touchdownfeuerwerk zünden können“, sagt der Wahl-Freiburger, der gleichzeitig auch Offensive Coordinator, also Trainer des Angriffs, ist.
Der Vorsitzende war anfangs noch skeptisch
Ähnlich äußert sich auch Headcoach Tobias Wigand. „Wir haben uns mehrmals gegen die besten Teams der Liga durchgesetzt und so gezeigt, dass wir verdient Regionalligameister geworden sind. Ich bin sehr gespannt auf die Relegation: Das werden harte und knappe Spiele gegen starke Gegner“, sagt der Cheftrainer der Mannschaft.
Wie die Relegation, an der insgesamt acht Teams aus ganz Deutschland teilnehmen werden, auch ausgeht: Der Weg der Freiburger Flag Footballer soll weiter nach oben gehen. „Wir haben noch viel vor mit dem Verein“, sagte der Vorsitzende Viesturs Leibold, der gleichzeitig auch Spieler der „Lumberjacks“ ist. Er selbst war 2025 „noch etwas skeptisch“, als auf der Mitgliederversammlung der Aufstieg als Ziel ausgegeben wurde.

Auf dem Weg zu Olympia: 2028 wird in Los Angeles im Flag Football um Gold, Silber und Bronze gekämpft.
Alina Grünky/dpaNeun Monate – und eine überragende Regionalliga-Saison – später glaubt jedoch auch er daran. „Die Zahl der Aktiven hat sich fast verdoppelt, wir haben die Liga dominiert und Ende September haben wir die Chance, in die 2. Liga aufzusteigen“, freut sich Leibold.
Acht Regionalligameister treffen aufeinander
Der Weg in die bundesweite DFFL2 führt die Freiburger zunächst nach Kassel, wo am 26. September die acht Regionalligameister aufeinandertreffen. Die vier besten Teams steigen in die 2. Bundesliga auf. In dieser wollen die „Lumberjacks“ 2027 gerne an den Start gehen und eine zweite Mannschaft in der Regionalliga melden.
