Biathlon Weltcup-Finale in Oslo
: Janina Hettich-Walz schnuppert am Sieg – und verkündet Zukunftsentscheidung

Für Janina Hettich-Walz ist in Oslo lange das Podest in Reichweite, doch dann folgen im letzten Schießen zwei Fehler. Julia Tannheimer kommt beim Vittozzi-Sieg auf Rang 14.
Von
Gunter Wiedemann
Oberndorf
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Janina Hettich-Walz blickt auf einen Biathlon-Winter mit Höhen und Tiefen zurück.

Imago/Gabor Baumgarten

Noch einmal 12,5 Kilometer und vier Schießeinlagen warteten zum Abschluss einer langen und kräftezehrenden Saison auf die weltbesten 30 Biathletinnen am legendären Holmenkollen.

Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach) ging mit der Nummer 17 ins Rennen, Julia Tannheimer (DAV Ulm, früher Skiinternat Furtwangen) mit der Nummer 20. Vanessa Voigt und Selina Grotian vervollständigten das DSV-Team, das – inklusive Männer – erstmals in einem Winter zuvor keinen Weltcup-Sieg gefeiert hatte.

Für die Österreicherin Lisa Theresa Hauser war es das letzte Rennen der Karriere.

Der Massenstart

Ordentlich Wind herrschte vor dem ersten Liegendschießen. Während Janina Hettich-Walz alle fünf Scheiben traf und als Siebte gut 13 Sekunden hinter Hanna Öberg (Schweden) wieder auf die Strecke ging, fiel Julia Tannheimer mit zwei Strafrunden erst einmal zurück.

Nach einem weiteren fehlerfreien Liegendschießen tauchte Hettich-Walz schon auf Rang fünf auf der Anzeigetafel auf. Nun führte die Französin Julia Simon. Tannheiner traf alle fünf Scheiben – Platz 20.

Die laufstarke Schwarzwälderin mischte auch nach dem ersten Stehendanschlag – erneut kein Fehler – mit den führenden Öberg-Schwestern und Co. im Kampf um das Treppchen mit. Mit elf Sekunden Rückstand auf Hanna Öberg ging die 29-Jährige als Dritte in die vorletzte Runde. Julia Tannheimer war nach einem weiteren Nuller auf Rang 19 zu finden.

Die Öberg-Schwestern kamen zuerst zum abschließenden Schießen. Beide Schwedinnen ließen Scheiben stehen, die Tür war auf für Janina Hettich-Walz. Doch nun traf die Schönwälderin zwei Scheiben nicht – sie fiel auf Platz zehn zurück. Tannheimer räumte alle Scheiben ab, machte etwas Boden gut.

Den Sieg machten Hanna Öberg und Lisa Vittozzi (Italien) unter sich aus. Am Ende jubelte die Olympiasiegerin aus Italien. Hettich-Walz kam als Zehnte ins Ziel, Tannheimer folgte auf Platz 14.

Die Zukunft

Janina Hettich-Walz wunderte sich über die beiden Fehler im abschließenden Stehendanschlag. „Es war eine gemischte Saison“, resümierte die 29-Jährige den Winter im ZDF.

Die junge Mutter stellte zudem klar, dass sie das Gewehr nicht in die Ecke stellen wird. obwohl sie über ein Ende der Karriere nachgedacht hätte. „Ich bin auch in der nächsten Saison dabei.“

Die letzte Chance

Nun lag es an den deutschen Männern im anschließenden Massenstart, ein Desaster zu vermeiden. Noch nie hatte DSV-Biathlon einen Winter ohne einen Weltcup-Sieg abgeschlossen.

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