Biathlon in Oslo: Janina Hettich-Walz gibt alles – vergebens

Drei Fehler waren in der Verfolgung für Janina Hettich-Walz zu viel.
Hendrik Schmidt/dpaMit der Hypothek von 1:32,4 Minuten Rückstand startete die Lauterbacherin Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) in den Verfolger der Frauen am Samstag. Nachdem die 29-Jährige am Donnerstag im Sprint am Holmenkollen im Stehendanschlag zwei Scheiben hatte stehen lassen, hieß es in der Verfolgung von Platz 23 aus anzugreifen.
In der Loipe ist Janina Hettich-Walz („Wir wussten, was auf uns zukommt. Läuferisch war es in Ordnung. Es war aber ein Fehler zu viel“) nach wie vor super drauf, es kam also darauf an, die Fehler am Schießstand zu minimieren.
Nicht viel besser, exakt 0,3 Sekunden nämlich, war die in Kirchzarten wohnende Ulmerin Julia Tannheimer (Ex-SKIF Furtwangen) durchgekommen und startete von Platz 22.
Vanessa Voigt bliebt fehlerfrei
Als beste Deutsche startete Vanessa Voigt mit 1:23,8 Minuten Rückstand – und blieb in den beiden Liegendschieß-Einlagen fehlerfrei. Auf Platz 7 war sie auf Tuchfühlung zur Spitze, auch noch nach dem ersten Stehendschießen stand die Null.
Janina Hettich-Walz wie eine Rakete
Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer preschten so schnell durch die tiefe Loipe wie die Besten – aber bei Hettich-Walz saß schon der zweite Schuss nicht, bei Julia Tannheimer der zweite beim zweiten Schießen.
So war der Rückstand zwar auf 1:13,8 für Hettich-Walz geschmolzen, doch während Hanna Oeberg (Schweden) und Julia Simon (Frankreich) ganz vorne sich ein fehlerfreies Schnellschießen nach dem anderen lieferten, mussten sowohl Tannheimer als auch Hettich-Walz beim ersten Stehendschießen einmal in die Strafrunde. Doch mit Platz 6 (Voigt), 9 (Tannheimer), 10 (Hettich-Walz) und 11 (Selina Grotian) war das Zwischenergebnis nicht so schlecht.
Noch mal je eine Fahrkarte
Beim letzten Schießen blieb Vanessa Voigt wieder fehlerfrei und damit vorne mit dabei, doch Hettich-Walz und Tannheimer mussten wieder in die Strafrunde und verloren wieder einige Plätze.
Julia Tannheimer mit bester Laufzeit
Während ganz vorne das Duell zwischen der späteren Siegerin Hanna Oeberg und Julia Simon, die im letzten riskanten Schießen beide doch noch eine Fahrkarte schossen, die Massen elektrisierte, kam Voigt am Ende als Sechste ins Ziel (von Platz 16 verbessert).
Für Julia Tannheimer, die die beste Laufzeit aller Teilnehmerinnen ablieferte, blieb Platz 10, für Hettich-Walz Platz 16 – hinter Grotian auf Platz 14.
So geht es weiter
Sonntag, 13.45 Uhr: Frauen, Massenstart 12,5 km; 16.30 Uhr: Männer, Massenstart 15 km.
