Bezirkspokal-Finale
: Florian Kath schießt Dotternhausen zum Pokalsieg

Im Finale um den Bezirkspokal zwischen dem TSV Straßberg und dem SV Dotternhausen war es am Ende die individuelle Klasse des Florian Kath, die den Unterschied machte.
Von
Lorenzo Ligresti
Oberndorf
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Florian Kath erzielte im Bezirkspokal-Finale das goldene Tor für den SV Dotternhausen.

Kara

TSV Straßberg – SV Dotternhausen 0:2 n.V. (0:0/0:0). „Das muss man heute leider so sagen“, lautete Marc-Philipp Kleiners Antwort auf die Frage, ob die individuelle Klasse von Florian Kath im Endspiel um den Bezirkspokal für die Entscheidung gesorgt hätte. „Da kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Es geht natürlich um den Treffer zum 1:0 für den SV Dotternhausen, der das Finale in Pfeffingen in der 119. Minute entschied. Der Ex-Profi, der seit seiner Einwechslung in der 68. Minute ein ständiger Aktivposten gewesen war, bekam den Ball auf dem rechten Flügel in den Fuß gespielt. Von dort aus setzte er zum Dribbling an, ließ gleich mehrere Straßberger stehen, drang seitlich in den Strafraum ein und spitzelte die Kugel dann schließlich im Fallen aus spitzem Winkel an TSV-Keeper Christopher Kleiner vorbei in die lange Ecke.

King von der Mittellinie

Sowohl nach dem Traumtor von Kath, als auch nach dem 2:0 durch Niklas King, der aus 40 Metern ins leere Gehäuse traf, und dem anschließenden Abpfiff kannte der Jubel aufseiten der Grünen keine Grenzen. Ein sichtlich emotionaler Spielertrainer Mathias Mauz resümierte kurz nach Spielende: „Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Wir haben bis zum Schluss gezittert. Am Ende macht es natürlich die individuelle Klasse von Flo – den kannst du dann einfach nicht aufhalten. Ich bin einfach brutal stolz auf meine Mannschaft und freue mich sehr, dass wir eine für uns sehr schwierige Saison jetzt mit einem Titel krönen konnten.“

„Pure Enttäuschung“

Auf der anderen Seite gab Marc-Philipp Kleiner Einblick in eine gänzlich andere Gefühlswelt: „Pure Enttäuschung – es schmerzt sehr! Wir waren über 75 Prozent des Spiels die bessere Mannschaft und hatten vor allem in der Verlängerung die klar größeren Torchancen. Es hat dann einfach das notwendige Glück gefehlt.“ Beide Trainer konnten ihren Schützlingen nach 120 umkämpften Minuten im Pfeffinger Regen keinen allzu großen Vorwurf machen. Die Partie war geprägt von vielen Zweikämpfen und einem phasenweise auch etwas rauerem Umgangston – wie zum Beispiel Mitte der ersten Halbzeit, als Moritz Binder und Julian Oberle jeweils nach einem harten Einsteigen die gelbe Karte sahen.

In der regulären Spielzeit hatte der angehende Vizemeister der Bezirksliga weitestgehend die Oberhand, auch wenn klare Torchancen eher Mangelware waren. Auf beiden Seiten wurde es vor allem nach Standardsituationen gefährlich. Beide Teams versuchten ihr Glück hin und wieder aus der Distanz. So bot sich über 105 Minuten hinweg ein ähnliches Bild: leichte Straßberger Dominanz, die jedoch vom stets zumindest im Ansatz gefährlichen SVD einigermaßen in Schach gehalten wurde.

Straßberg verpasst Entscheidung

In der zweiten Hälfte der Verlängerung schien es dann eher der TSV zu sein, der dem Pokal einen Schritt näher war. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Elias Göz die vielleicht dickste Gelegenheit der Partie, doch sein Abschluss aus 15 Metern wurde noch geblockt. Als dann wenig später nach einer Freistoßflanke von Jonas Jehle gleich drei Straßberger die Kugel nicht im Tor unterbringen konnten, deutete alles auf ein Elfmeterschießen hin. Doch dann kam Kath.

Wie beide Trainer nach dem Spiel anerkennen mussten: Mit seinem Geniestreich in der 119. Minute entschied der Ex-Freiburger, -Magdeburger und -Balinger dieses Endspiel – und krönte den SV Dotternhausen damit zum Bezirkspokalsieger.

Personal und Torschützen

Straßberg: Kleiner, Binder (89. Kelm), Rummel (66. Kraus), Plankenhorn, Jehle, Göz (113. Scherzinger), S. Henes (86. Schulz), Mathauer, Reimann, Riester (100. M. Henes), Hotz. Dotternhausen: Effinger, Maiberg (54. Hertrich), Wissmann (68. F. Kath), J. Oberle, Kljajic, M. Oberle, Meile (106. Wager), L. Strobel, King, Zirkel (106. Scherer), M. Kath (79. R. Strobel). Tore: 0:1 F. Kath (119.), 0:2 King (120.+2). Schiedsrichter: Marvin Tieker. Zuschauer: 1250.

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