Bezirksliga Schwarzwald/Zollern
: Rassiges Spiel zwischen Deißlingen/Lauffen und dem SV Dotternhausen

Die SGM Deißlingen/Lauffen und der SV Dotternhausen trennen sich 1:1. Dabei waren die Gäste über 90 Minuten gesehen näher am Sieg. Beide Treffer fallen aus der Distanz.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Anes Kljajic und der SV Dotternhausen ließen zahlreiche Gelegenheiten liegen.

Kara

Schon mehrere Minuten waren seit dem Abpfiff von Schiedsrichter Luca Rommel vergangen, beide Teams hatten sich bereits in einem Kreis eingefunden, die beiden Spielertrainer Felix Schaplewski (SGM) und Matthias Mauz (SVD) ließen jedoch gemeinsam die 90 Minuten nochmals Revue passieren.

Mauz erklärte: „Wir wussten, wie gut Deißlingen ist. Für uns beide ist das etwas unbefriedigend, weil wir akkribische Coaches sind. Es gibt Dinge, die haben wir gut gemacht und andere Dinge, die wir nicht gut gemacht haben.“ Bei zweiterem wäre beispielsweise die Chancenverwertung zu nennen. So hatten die Gäste über 90 Minuten gesehen nicht nur deutlich mehr Ballbesitz, sondern auch mehr klare Torchancen.

Dinaj hält stark

Immer wieder war Heimkeeper Qerim Dinaj aber zur Stelle, so auch gegen Elias Maiberg (6.) und scharfe Schüsse vom starken Julian Oberle (14, 23.). Kein Fortune hatte zudem Anes Kljajic, der für den TSV Frommern in der Relegation noch doppelt gegen die SGM getroffen hatte. Gleich mehrere gute Chancen hatte er auf dem Fuß, die größte wohl in der 33. Minute als er zwei Verteidiger stehen ließ, Dinaj aus kurzer Distanz aber nicht überwinden konnte.

Die Hausherren spielten vor dem Seitenwechsel hingegen viel zu fehlerhaft und waren einzig bei einem Schumpp-Freistoß wirklich gefährlich (31.). „Dotternhausen war für mich torgefährlicher in der 1. Halbzeit. Da hätten sie Ertrag erzielen müssen. Sie waren zielstrebiger. Wir wollten dann die Mitte stärken“, so Schaplewski. Er beorderte Schumpp in der 2. Halbzeit auf die Sechserposition und sah nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff einen fulminanten Treffer. Nach einem Fehlpass von Marius Oberle kam Sedric Colin Podnar an die Kugel und schweißte das Leder aus 20 Metern in den Winkel.

Zirkel gelingt der Ausgleich

Die Führung blieb aber keine zehn Minuten bestehen, da Fabian Zirkel ebenfalls aus 20 Metern zum 1:1 traf. Er sah der starke Dinaj zumindest unglücklich aus, Schaplewski nahm ihn aber in Schutz: „Der Ball ist verdeckt, er sieht ihn sehr spät. Der Spieler macht das auch einfach clever. Wir müssen die Situation davor klären.“

Deißlingen/Lauffen war in der Folge über Konter aber immer wieder gefährlich und löste sich etwas aus dem Druck des SVD. Renato Vieira Silva wäre beinahe ein Traumtor gelungen – sein strammer Schuss aus 25 Metern landete aber an der Latte. Die letzte Chance der Partie hatte dann wiederum Kljajic, der eine Zirkel-Flanke über das Tor nickte (86.).

Eine rote Karte?

Aufregung gab es noch in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit. Ein hartes Foul von Niklas King löste eine Rudelbildung aus, die insgesamt vier gelbe Karten brachte. Diejenige für King, war dabei glücklich: „Aus meiner Sicht ist das eine rote Karte. Die Intention war nicht das harte Foul, aber das war sehr gefährlich und darf er so nicht machen. Da konnten wir uns glücklich schätzen“, zeigte sich Mauz als fairer Sportsmann.

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