Bezirksliga Nordschwarzwald
: Gechingen will nach Wittendorf auch Sulz in die Knie zwingen

In der Bezirksliga stehen sowohl das Topspiel zwischen dem Tabellenersten- und Dritten, als auch das Kellerduell vor der Tür.
Von
Dennis Breisinger
Oberndorf
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Während es die Dornhaner rund um Lamin Bojang (links) im Kellerduell mit dem TSV Möttlingen zu tun bekommt, könnten der VfR Sulz und Dennis Mutschler (rechts) durch Schützenhilfe an die Tabellenspitze springen.

Andreas Wagner

Unheimlich eng geht es nach den ersten zehn Spieltagen in der Bezirksliga im Nördlichen Schwarzwald zu. Den Führenden SV Gültlingen und den Achtplatzierten SG Dornstetten trennen nach zehn Spieltagen gerade einmal vier Zähler.

Sportfreunde loben den VfR Sulz

„Es ist toll, wie ausgeglichen es in dieser Spielzeit zugeht. Letzte Saison sind schon ein paar Teams leistungsmäßig abgefallen und die Aufsteiger TuS Ergenzingen und SpVgg Freudenstadt waren richtig gut“, findet der Abteilungsleiter der SF Gechingen, Stephan Funk, dessen Team am Sonntag um 14.30 Uhr als Fünftplatzierter den Tabellenzweiten VfR Sulz empfängt.

Für Funk ist klar, dass die Partie gegen Sulz keine einfache wird: „Solch eine Situation macht Spaß und macht die Bezirksliga für die Vereine und die Zuschauer interessant und hochattraktiv. Sulz ist spielerisch und technisch vermutlich die beste Mannschaft der Staffel. Sie waren schon in der letzten Saison abartig gut gegen uns. Für mich war es ein Rätsel, dass sie damals fast abgestiegen sind.“

Auch den obligatorischen Heimvorteil will Funk gegen den VfR nicht zu hoch hängen: „Unser Vorteil könnte es sein, dass wir ein Heimspiel haben, aber wir werden höchstwahrscheinlich auf dem Kunstrasen spielen, was wiederum Sulz entgegenkommen könnte. Nichtsdestotrotz erwarte ich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden werden.“

Gechingens zweite Reihe steht zur Stelle

Verstecken muss sich Gechingen aber hinter keinem Ligakontrahenten, zuletzt siegte das Team von Balazs Venter nämlich gegen den Absteiger SV Wittendorf mit 3:2. Dabei lagen die Sportfreunde nach 14 Minuten bereits mit 2:0 in Front. Andreas Kiwranoglou erhöhte in der 34. Minute auf 3:0, ehe nach der Pause SVW-Akteur Patrick Möhrle einen Doppelpack schnürte.

„Wir waren sofort ab der ersten Minute präsent und Wittendorf hat es nicht verstanden, damit umzugehen. In der zweiten Hälfte hat es der Gegner aber richtig gut gemacht“, so Funk. „Wir sind auf dem richtigen Weg, tendenziell spielen wir immer besser, aber auch noch lange nicht perfekt“, findet Funk, dessen Team gegen den VfR Sulz auf mindestens drei wichtige Kräfte verzichten muss.

„Wir haben allerdings eine große Kaderbreite und sind nicht spürbar schlechter durch die Ausfälle. Die Jungs aus der zweiten Reihe geben Gas und möchten ihre Chance ergreifen“, geht Funk auf die Kadersituation ein.

Sulz muss noch lernen, in Überzahl zu dominieren

„Es ist verfrüht, in diesem Fall von Spitzenspiel zu sprechen. Mit Gechingen erwartet uns ein starker Gegner“, meint wiederum VfR-Spielertrainer Philipp Rumpel, dessen Team mit Ausnahme von Maurice Fadda und Jonas Baur vermutlich in Bestbesetzung auflaufen kann.

„Ich bin zufrieden, wie es momentan bei uns läuft. Schon in der Vorbereitung hat es bei uns relativ gut geklappt und seitdem werden wir von Einheit zu Einheit und von Spiel zu Spiel gerade in der Defensive immer besser. Offensiv haben wir ohnehin immer die Qualität“, zieht Rumpel ein positives Zwischenfazit.

„Teilweise agieren wir allerdings noch zu nervös und müssen einen Tick ruhiger werden. Zudem tun wir uns bisher komischerweise gegen Teams in Unterzahl schwer und hatten in den letzten zwei, drei Begegnungen Probleme mit unserer Chancenverwertung. Gerade beim jüngsten 1:0-Sieg gegen den FV Grün-Weiß Ottenbronn hätten wir den einen oder anderen Konter in Überzahl besser ausspielen müssen“, benennt Rumpel die ein oder andere Schwäche.

Das Topspiel steigt in Wittendorf

Ebenfalls am Sonntag um 14.30 Uhr finden die anderen sieben Bezirksliga-Partien statt. Unter anderem der zweite Kracher des elften Spieltags zwischen dem Spitzenreiter SV Gültlingen und dem Drittplatzierten SV Wittendorf, der bei einem Erfolg an den Gültlingern vorbeiziehen würde.

Zwischen der SG Felldorf-Bierlingen und dem punktgleichen SV Baiersbronn darf ein spannendes und ausgeglichenes Spiel erwartet werden. Sowohl beim Vorjahresdritten FV Grün-Weiß Ottenbronn als auch beim Gegner VfL Nagold II gibt es noch viel Luft nach oben – auf den Verlierer warten also unruhige Zeiten. Der 1. FC Altburg steht zwar vier Plätze vor der SG Dornstetten, darf aber seinen Kontrahenten tunlichst nicht unterschätzen.

Dornhan kann Möttlingen abhängen

Richtungsweisend für beide Kellerkinder wird das Aufeinandertreffen zwischen dem Schlusslicht TSV Möttlingen und dem Zweitletzten TSF Dornhan sein. Vor allem für die Möttlinger steht viel auf dem Spiel, denn schon jetzt haben sie vier Zähler Rückstand auf Dornhan. Auch beim SV Althengstett und dem SV Eutingen ist noch ziemlich viel Sand im Getriebe – welchem dieser beiden Teams gelingt am Sonntag der Befreiungsschlag?

Und auch im achten Spiel des Tages zwischen den Aufsteigern SG Oberreichenbach/Würzbach und der SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee begegnen sich vermeintlich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Ahldorf kommt mit dem Rückenwind eines 6:2-Sieges gegen den TSV Möttlingen und auch Oberreichenbach wird nach dem 3:0-Triumph in Dornstetten mit viel Selbstvertrauen antreten.

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