Bahnradfahren: WM-Auftakt endet für Pröpster mit Enttäuschung

Alessa-Catriona Pröpster und ihre Kolleginnen Paula Grabosch und Lea Sophie Friedrich haben bei der Bahnrad-WM in Chile eine Medaille im Teamsprint verpasst.
Jane Barlow/Press Association/dpDer Auftakt der Titelkämpfe in Santiago de Chile begann so mit einer Enttäuschung für die erfolgsverwöhnten deutschen Teamsprinterinnen, die in der Zwischenrunde gegen das Team aus Australien unterlagen und erstmals seit dem Jahr 2011 die Finalläufe verpassten. Am Ende stand Rang fünf für das deutsche Trio zu Buche.
Alessa Pröpster, die für das Bahn-Rad-Team Rheinland-Pfalz startet, war erst auf den letzten Drücker in die deutsche Bahnrad-Nationalmannschaft gerückt, nach dem Emma Hinze ihre Schwangerschaft bekannt gegeben hatte.
Zudem musste Clara Schneider wegen einer Virusinfektion passen, so dass die 24-jährige Jungingerin direkt ins deutsche Sprintteam zu Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich an Position drei gerückt war.
„Bei den Voraussetzungen müssen wir zufrieden sein“
„Bei den Voraussetzungen, mit den Ausfällen von Emma Hinze und Clara Schneider müssen wir zufrieden sein. Wir hatten gehofft, dass Alessa Pröpster in der Qualifikation die zwei Runden mitfahren kann, was aber nicht klappte. In der nächsten Runde haben wir dann gewechselt und Pauline Grabosch hat die letzte Position übernommen“, blickt Bundestrainer Jan van Eijden auf den Wettkampf zurück.
Dort folgte dann aber die Niederlage gegen Australien, das am Ende Rang drei belegte. Gold und Silber gingen an die Teams aus den Niederlanden und Großbritannien. „ Klar haben wir andere Ansprüche, aber aktuell war nicht mehr möglich“, sagt van Eijden. Fürwahr, hatte das Team von German Cycling doch bei Weltmeisterschaften von 2020 bis 2023 vier Mal in Folge den Titel gewonnen und bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Bronze geholt.
Weiterer WM-Einsatz im Keirin möglich
Eine Chance auf Edelmetall bietet sich der Jungingerin, die sich nach dem schweren Sturz am Finalabend der UCI Track Champions League in London im vergangenen Jahr unter Mithilfe eines Mentalcoaches wieder an ihre Topform heran gearbeitet hat, aber noch: Im Keirin-Wettbewerb, der zu den Stärken Alessa-Catriona Pröpsters zählt und der am Montagabend gegen 19 Uhr (MEZ) startet, darf sich die 24-Jährige große Hoffnungen auf einen Startplatz machen.
