Auswärts beim Bahlinger SC: TSG Balingen im Kellerduell gefordert – Murat Isik und Matthias Schmitz gesperrt

Daniel Güney (schwarze Jacke) dürfte den gesperrten Murat Isik an der Seitenlinie vertreten.
KaraChristian Streich, Ex-Trainer des SC Freiburg, sagte nach einem gewonnenen Duell im Abstiegskampf einst: „Alle haben im Vorfeld von einem Sechs-Punkte-Spiel gesprochen. Jetzt schaue ich nach dem Sieg auf die Tabelle und wir haben trotzdem nur drei Punkte mehr.“
Bei einem Sieg an der Bahlinger „Ponderosa“ würde die TSG Balingen am Samstag selbstredend auch nur drei Punkte bekommen, hätte damit acht Zähler Vorsprung auf den BSC. Bei einer Niederlage hingegen würde der Abstand nur noch zwei Punkte ausmachen – die Differenz daraus macht die Partie gewissermaßen doch zum „Sechs-Punkte-Spiel“.
Ein Sieg wäre Gold wert
So sagt auch Cheftrainer Murat Isik: „Der BSC ist enorm unter Druck. Wenn sie nicht gewinnen, könnte es schon eng werden. Aber natürlich haben auch wir einen gewissen Druck. Den wollen wir auch gar nicht rausnehmen. Wir können uns mit einem Sieg distanzieren.“
Die TSG wartet seit sechs Ligaspielen auf einen Erfolg, die Bahlinger feierten ihren ersten und bisher einzigen Sieg am 2. Spieltag beim TSV Schott Mainz (3:1). Isik betont: „Wir brauchen die richtige Einstellung. Damit meine ich den richtigen Fokus. Man muss schon selbst ein wenig Druck aufbauen, gleichzeitig aber auch Spaß haben. Es gilt die Mitte zu finden, da sind wir auch als Trainer-Team gefordert.“
4. und 5. Gelbe Karte
Dieses wird am Samstag noch mehr gefordert sein, als ohnehin schon. Isik sah gegen Kassel nämlich die 4. Gelbe Karte der laufenden Spielzeit und ist daher gesperrt. Ab 30 Minuten vor dem Spiel ist kein Kontakt mehr zur Mannschaft erlaubt. „Ich habe volles Vertrauen in mein Team“, macht ihm dieser Fakt jedoch keine Bauchschmerzen.
Ebenfalls gesperrt ist Kapitän Matthias Schmitz, der seine 5. Gelbe Karte kassierte. Der Innenverteidiger stand bisher bei allen Begegnungen in der Startelf und wurde nur zwei Mal ausgewechselt. Und wer ersetzte den „Capitano“? Manasse Fionouke und Bastian Maier würden sich positionstechnisch anbieten. Auch Sascha Eisele könnte defensiver als gegen Kassel aufgeboten werden, was wiederum Platz für Ole Deininger machen würde.
In welchem Zustand ist der Platz?
Ansonsten können die Balinger aus dem Vollen schöpfen. Sorge macht Isik eher der Platz im Kaiserstuhlstadion: „Er ist sehr uneben. Das wissen wir nicht nur von Bildern, sondern auch von den jüngsten Gegnern. Da brauchen wir auf jeden Fall einen ’Plan B’.“ Man wolle zwar keinen gänzlich anderen Fußball als gewohnt spielen, Anpassungen sind aber notwendig. „Das haben wir vergangene Saison genau so gemacht“, so Isik.
Mit allzu defensiven Hausherren rechnet er indes nicht. „Es wird sicher ein Kampfspiel. Der BSC will aber auch Fußball spielen, das ist schon seit Jahren so und gehört zu ihrer DNA.“ Man darf also gespannt sein, welches Team im Kellerduell seine Identität besser auf den Platz bringt und sich am Ende belohnt – und wie immer gibt es drei Punkte für den Sieger. Auch wenn diese sich aufgrund der Konstellation wie sechs anfühlen würden.