Aus zwei Teams wird eins: Für SGM Hardt/Lauterbach geht’s nur um den Klassenerhalt

Yannick Broghammer (rechts, hier noch im Trikot der Kickers Lauterbach) wechselt vom Posten des Spielertrainers an die Seitenlinie der neuen SGM Hardt/Lauterbach.
Bernd MüllerZum Start der neuen SGM Hardt/Lauterbach gab es für das Trainerduo Marco Lenz und Yannick Broghammer direkt harte Entscheidungen zu treffen. Denn nachdem man zu Beginn der Vorbereitung mit einem XXL-Kader – bestehend aus Spielern zweier Vereine, die nun gemeinsam an den Start gehen – trainierte, wurde Mitte Juli der erste personelle Cut gemacht.
Herausgekommen ist ein Kader mit 19 Spielern, die künftig in der ersten Mannschaft in der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern auflaufen sollen. Allerdings betont Marco Lenz: „Die Kader sind nicht in Stein gemeißelt – es wird Verschiebungen geben. Und unsere zweite Mannschaft spielt ja auch nur eine Liga darunter, in der Kreisliga A.“ Lenz kam als Stammspieler vom Landesligisten SV Seedorf und ist nun Teil des gleichberechtigten Spielertrainer-Duos.
Er spricht daher eher von einem „vorläufigen Kader“, der grob zu etwa 60 Prozent aus Hardter und zu 40 Prozent aus Lauterbacher Spielern besteht. Lenz selbst steht ebenfalls auf der Spielerliste und ist für die Defensive eingeplant.
Broghammer wechselt vom Feld an die Seitenlinie
Sein Kollege Broghammer, der in der Meistersaison der Kickers Lauterbach ebenfalls als Spielertrainer aktiv war, übernimmt künftig hauptsächlich Aufgaben an der Seitenlinie. Nur in Ausnahmefällen soll er noch selbst spielen.
Die neue Konstellation der beiden Trainer „funktioniert sehr gut“, sagt Lenz. „Wir kennen uns ja auch privat schon länger.“ Gemeinsam lenken sie nun gleichberechtigt die Geschicke der neuen Spielgemeinschaft.
Das Ziel ist klar: Klassenerhalt
Diese sicherte sich das Startrecht in der Bezirksliga formal durch den Aufstieg der Lauterbacher. Der FC Hardt hingegen musste trotz einer Mittelfeldplatzierung in der Bezirksliga absteigen – eine Folge der Bezirksfusion, die für eine extrem harte Abstiegsregelung sorgte.
Die höchste Liga im Bezirk Schwarzwald/Zollern ist nun wieder eingleisig und umfasst 18 Mannschaften. „Eine schwierige Liga“, schätzt Lenz die Lage ein. Das einzige ausgegebene Ziel der SGM ist daher klar: der Klassenerhalt.
Findungsphase endet nicht mit der Vorbereitung
Dass dieses Ziel erreichbar ist, scheint durchaus realistisch – schließlich haben sich zwei Mannschaften zusammengeschlossen, die sportlich das Bezirksliga-Niveau besitzen. „Wir haben Qualität“, betont Lenz. Er und Broghammer zeigen sich „sehr zufrieden“ mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung.
Allerdings: Aus zwei Mannschaften, die bislang kaum spielerische Berührungspunkte hatten, muss nun ein funktionierendes Kollektiv mit einer einheitlichen Spielidee geformt werden. „Das wird ein längerer Prozess, der nicht mit der Vorbereitung abgeschlossen ist“, sagt Lenz.
Pokalspiel am Sonntag gegen Waldmössingen II
Wie weit die SGM Hardt/Lauterbach schon ist, wird sich am kommenden Sonntag (15 Uhr) zeigen: Mit der ersten Runde im Bezirkspokal steht beim SV Waldmössingen II das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Als Bezirksligist ist die SGM gegen den B1-Ligisten natürlich Favorit – trotz urlaubsbedingter Ausfälle.
Eine Woche später beginnt dann auch die Liga mit dem ersten Spiel – in Lauterbach geht es direkt gegen den Landesliga-Absteiger TSV Straßberg. Der Spielort könnte dabei eine kleine Rolle spielen: Der kompakte Kunstrasenplatz in Lauterbach ist im Bezirk bekannt. „Ein bisschen was muss man da auch anpassen“, meint Lenz.
Ein klarer Plan
Und der Spielertrainer betont: Broghammer und er verfolgen einen klaren Plan, bei dem das eigene Spielsystem im Vordergrund steht. „Wir werden versuchen, unser Spielsystem durchzubringen“, sagt Lenz – wöchentliche Anpassungen an den Gegner soll es eher nicht geben.
