31. AHG-Cup
: Packendes Finale als krönender Abschluss in Bildechingen

Der AHG-Cup fand in einem hochklassigen Finale sein würdiges Ende. Die Südkoreanerin Soyun Park triumphierte am Ende im Tiebreak gegen die Französin Astrid Lew Yan Foon.
Von
Lorenzo Ligresti
Oberndorf
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Die Südkoreanerin Soyun Park krönte sich nach einem packenden Finale zur Siegerin des 31. AHG-Cups.

Andreas Wagner

Das große Finale des 31. AHG-Cups am Sonntagnachmittag enttäuschte keineswegs. Trotz eines etwas stärkeren Regenschauers im dritten Satz bekamen die Zuschauer auf dem Gelände des TC Bildechingen ein packendes und auf einem enorm hohen Niveau ausgetragenes Match zwischen der Französin Astrid Lew Yan Foon und der Südkoreanerin Soyun Park zu sehen.

Anspannung spürbar

Beiden Spielerinnen war eine gewisse Anspannung in diesem Finale deutlich anzumerken. Die 19-jährige Französin, die im Halbfinale Tessa Johanna Brockmann besiegt und sich weitestgehend mit einem Lächeln auf dem Gesicht durch das Turnier gespielt hatte, ließ sich scheinbar diesmal immer wieder von ihren Emotionen aus dem Konzept bringen.

Und auch die am Ende triumphierende Südkoreanerin gab bei der Siegerehrung sogar zu: „Ich hatte in den letzten Wochen Probleme mit meinem Selbstbewusstsein. Danke an mein Team, das mich in dieses Finale getragen hat!“ Nach einem hart umkämpften Match entwichen der 23-Jährigen, die sich im Halbfinale am Samstag gegen die starke Noma Noha Akugue durchgesetzt hatte, sogar ein paar Freudentränen.

Dreiteiliges Finale

Das Finale war im Grunde in drei einzelne Duelle unterteilt. Den ersten Satz dominierte Park und gewann folgerichtig mit 6:2. Im zweiten Spielabschnitt schaffte Lew Yan Foon jedoch die Wende, hatte plötzlich in den meisten Ballwechseln die Oberhand und entschied diesen Satz – ebenfalls hochverdient – mit 6:1 für sich.

Der entscheidende dritte Satz entwickelte sich dann zu einem echten Krimi – und wurde erst im Tiebreak entschieden. Zunächst nahm Park das Heft in die Hand und führte schnell mit 2:0. Doch die 19-jährige Französin kämpfte sich Mal um Mal zurück in die Partie. Es stand 2:2, dann etwas später 3:3. Die Zuschauer sahen ein packendes Duell.

Keine Vorentscheidung

Beim Stand von 4:3 zugunsten der Südkoreanerin schienen beide Spielerinnen im strömenden Regen eine Unterbrechung zu fordern. Doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Park konnte daraufhin die schwierigen Verhältnisse etwas besser für sich nutzen und erspielte sich mit dem 5:3 die vermeintliche Vorentscheidung.

Doch weit gefehlt! Erneut gab Lew Yan Foon nicht auf, glich erst zum 5:5 und dann – nach einem weiteren Erfolg für Park – sogar zum 6:6 aus. Dabei wehrte sie bereits einen Matchball ab. Der Tiebreak musste in diesem dritten Satz also für die endgültige Entscheidung sorgen. Zu Beginn dieses letzten Duells patzte die junge Französin allerdings zu häufig – und geriet noch vor dem Seitenwechsel deutlich mit 0:6 ins Hintertreffen.

Sensation liegt in der Luft

Doch, wie schon im gesamten dritten Satz: Die metaphorisch am Boden liegende Gegnerin wollte schlichtweg nicht aufgeben. Gleich vier Matchbälle wehrte Lew Yan Foon ab, so dass beim Stand von 4:6 das Raunen im Publikum immer lauter und die Hoffnung auf ein sensationelles Comeback immer größer wurde. Schließlich gelang Soyun Park jedoch der entscheidende Punkt und damit der Turniersieg. Für die Südkoreanerin ist es der siebte ITF-Triumph ihrer Karriere und der zweite in diesem Jahr, nachdem sie im März bereits ein Turnier in Indien gewonnen hatte.

Hoffnung auf baldiges Wiedersehen

Am Ende konnte auch die enorm enttäuschte Französin versöhnliche Worte finden: „Ich hatte nicht damit gerechnet, hier im Finale zu stehen. Ich kann mit meinen Leistungen bei diesem Turnier glücklich sein. Ich danke allen, die diese Woche so besonders gemacht haben“, so Astrid Lew Yan Foon. Und natürlich richtete auch die strahlende Siegerin noch ein paar schöne Worte an die Verantwortlichen und das Publikum: „Ich hoffe, wir sehen uns schon bald wieder!“ Nach diesem hochklassigen und spannenden Finale werden das wohl auch einiger der Zuschauer hoffen.

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