1. Runde im WFV-Pokal: FC Holzhausen gewinnt Regenschlacht gegen Tübingen

Goalgetter Janik Michel startet mit einem Doppelpack in die neue Saison.
Andreas WagnerKlare Nummer im Verbandspokal, denn der FC Holzhausen fährt in der ersten Runde des WFV-Pokals einen 4:0-Sieg gegen die TSG Tübingen ein. Trotz des deutlichen Erfolges war es vor allem der FCH, welcher sich vor der Pause auf dem durchnässten Rasen schwertat.
Zentimeter fehlen zum Traumtor
So ließ Holzhausens erste Topchance bis zur 15. Minute auf sich warten, als Henry Seeger nach einem Konterlauf im gegnerischen Fünfer zum Torschuss ansetzte. Jedoch scheiterte der Angreifer mit einem zu zentralen Abschluss, der von Tübingens Schlussmann Tom Mangproblemlos zu einer ungefährlichen Ecke geklärt wurde.
Fünf Minuten später rächte sich die vergebene Chance fast, denn Tübingens Maurice Grözinger fasste sich ein Herz und versuchte, den weit vorgerückten FCH-Keeper Henning Schwenk zu überlisten. Der Abschluss aus rund 30 Metern verfehlte die Querlatte denkbar knapp – Glück für den FCH, denn hier lag ein Traumtor in der Luft.
Tübingen hat die besseren Chancen
Nach einer halben Stunden kam Tübingens Matthias Thomas Gampertan der Strafraumkante zum Abschluss. Der TSG-Kicker visierte die untere rechte Ecke an, jedoch ließ der feuchte Untergrund den Ball knapp am Aluminium vorbeirutschen.
Mittlerweile taten sich also beide Clubs mit den Wetterbedingungen schwer, denn vier Minuten später war es die Truppe von Daniel Seemann, der die nötige Präzision fehlte. Lysander Skoda kam vor dem Strafraum zum Abschluss, jedoch vorzog er seinen flachen Schuss um wenige Zentimeter am linken Außenpfosten.
In den Schlussmomenten des ersten Durchganges dann der zweite Schreckmoment für Holzhausen: Eine flache und scharfe Flanke von TSG-Akteur Mathis Biesinger fand den eingerutschten Noah Müller. Dieser bekam seinen Fuß zwar aus einer Torentfernung von knapp einem Meter noch an den Ball, beförderte diesen aber deutlich über Schwenks Kasten.
Carlos Antonio Konz gelingt Freistoßtor
Die Pause tat den Gastgebern sichtlich gut, denn im zweiten Durchgang war zwischen den beiden Verbandsligisten ein klarer Klassenunterschied zu spüren.
Der Initiator von Holzhausens Leistungssteigerung war Carlos Antonio Konz. In der 49. Minute schoss er einen Freistoß durch die Tübinger Mauer, was sich als goldrichtig entpuppte. Die abgefälschte Kugel sprang vor dem Kasten noch mal auf, und – obwohl es im ersten Moment so aussah, als ob ein anderer FCH-Akteur den Ball gestreift hätte – wurde der Geniestreich von Konz auch als sein eigenes Tor verbucht.
Ab dem 1:0 war das Timing auf der Seite von Holzhausen, denn kurz nach dem Freistoßtor entschied sich die Schiedsrichtergruppe aus Waiblingen auf eine fünfminütige Spielunterbrechung. Schließlich liegt der Sulzer Stadtteil auf einem Berg, und der Donner machte sich öfter als einmal bemerkbar. Die Tübinger verpennten den ungewohnten Wiederanpfiff, denn Neuzugang Tim Zölle kam nach einer Hereingabe am rechten Pfosten frei zum Kopfball – 2:0 und das erste Tor im neuen Trikot für den Ex-Villinger.
Zwei Tore in der Schlussphase
In der Schlussphase brach die Tübinger Motivation dann zusammen, denn in der 86. Minute gab es einen Foul-Elfmeter für Holzhausen. Nach einem unabsichtlichen Tritt gegen den eingewechselten Leon Louis Hayer zeigte Schiedsrichter Marc-Kevin Seidl auf den Punkt. Janik Michel verwandelte sicher im unteren rechten Eck zum 3:0, was der Vorentscheidung gleichkam.
In der 90. Minute fuhr Seeger einen Konter über den rechten Flügel, bevor er im Sechzehner quer auf den mitgelaufenen Michel legte. Der Goalgetter schob das Leder in gekonnter Stürmermanier ein, womit die Seemänner die Regenschlacht mit einem überdeutlichen 4:0 für sich entschieden. Ein Pflichtspieldebüt, an das sich Neu-Coach Seemann sicherlich noch lange erinnern wird.